04 – Auf das Herz hören (2)

Auf das Herz hören (2)

Hallo Ihr Lieben, ich nenne Euch meistens „meine göttlichen Eltern“. Zwar bin ich Euch bereits wieder ein grosses Stück näher gekommen, nachdem ich als Kind beschloss, ohne Euch zu gehen, doch habe ich leider sehr oft dieses flaue Gefühl der Auswegslosigkeit, der Verwirrung und der Einsamkeit.

Manchmal spüre ich Euch ganz deutlich und die Liebe in meinem Herzen schwillt an und ich muss lächeln. In vielen Hinsichten bin ich mit meinen bisherigen Entscheidungen sehr zufrieden und auch stolz auf mich.

Seit einiger Zeit frage ich mich, was denn hier wohl meine Aufgabe sein könnte, denn ich spüre, dass ich noch nichts von dem gegeben habe, was ich eigentlich zu geben hier bin. (Mit Geld kann das erstmal nicht zu tun haben, denn ich bin ständig pleite).

Oft passiert mir, dass ich Ego, Herz, Verstand, Seele nicht auseinanderhalten kann. Dann bin ich verwirrt und blockiert, ziehe mich zurück und lenke mich mit allen möglichen Dingen, die mir im Endeffekt schaden, ab.

Ich habe mich auf den spirituellen Weg begeben, nachdem ich einem Mann begegnete, der mich derartig missachtete, aufwühlte, demütigte, und mir Eigenschaften in mir aufzeigte, von deren Existenz ich bislang keine Ahnung gehabt hatte. Tiefe bedingungslose Liebesgefühle vermischten sich mit Selbsverachtung. Das war neu für mich. Deshalb griff ich zu Walsch und fand Euch wieder. Dafür bin ich sehr dankbar, aber irgendwie nicht dankbar genug …

Antwort:

Du bist zu streng mit dir. Mir gefällt wie du mit dir umgehst, mit wie viel Feingefühl, Sorgfalt, aber auch mit wie viel Sicherheit du auf deinem spirituellen Weg einen Fuß vor den anderen setzt und mit dir weiterkommst. Du hast dich entschlossen diesen Weg zu gehen und du hast diesen Entschluss nicht mit dem Verstand, sondern tief in deinem Herzen getroffen. Deshalb fühlt er sich für dich auch so gut und du kannst der inneren Führung vertrauen, die du damit gewonnen hast.

Es ist nämlich keineswegs so, dass du „Ego, Herz, Verstand und Seele“ nicht ausei-nanderhalten könntest, ganz im Gegenteil: Was dich verwirrt ist gerade, DASS du sie inzwischen schon so gut zu trennen weißt. Wo du zu anderen Zeiten, früher also, nur eine einzige Stimme wahrgenommen hast, hörst und fühlst du heute sehr viel ge-nauer die unterschiedlichen Ratgeber heraus, die dich für sich zu gewinnen versuchen. Nur hat dir niemand bisher genau sagen können, woran du den für dich richti-gen Rat erkennst.

Freu dich deshalb, dass du in solchen Augenblicken verwirrt und blockiert bist und bedaure das nicht! Es zeigt, wie gut du in dich hineinhorchen kannst, und es zeigt vor allen Dingen, dass du einen Schutz hast! Das ist sehr wichtig. Denn ohne die Verwirrung und ohne die Blockaden bestünde immer die Gefahr für dich, den Weg zu gehen, den nicht dein Herz dir geraten hat, und das wäre in deinem Fall nicht gut.

Betrachte die Verwirrung als Warnung und die Blockade als Schutz. Wenn du dich verwirrt und blockiert fühlst, dann stell dir vor, dass dein Herz dich gewarnt und deine Seele auf die Bremse getreten hat. Freu dich darüber und bedanke dich bei diesen beiden großen Führern in dir. Vertrau dich ihnen an und du wirst immer weniger von der Notwendigkeit getrieben sein, dich mit etwas ablenken zu wollen, von dem dein Herz ganz genau weiß, dass es dir schadet.

Wer in der Lage ist die Stimme seines Herzens zu hören, sollte seine ganze Auf-merksamkeit darauf richten, diesen wichtigen inneren Ratgeber auch verstehen zu lernen. Es ist der wichtigste, den du hast, denn was du mit der Stimme deines Her-zens wahrnimmst ist nichts anderes, als das, was ich dir zu sagen habe. Jetzt und hier, an dieser Stelle und in diesem Augenblick, können wir Worte miteinander wech-seln, doch es kommt für dich sehr darauf an, dass du mir dein Herz weit öffnest, um mir Gelegenheit zu geben, zu jeder Zeit und in jedem Augenblick deines Lebens zu dir sprechen zu können.

Schwer ist das nicht, denn es sind gar nicht so viele unterschiedliche Stimmen aus-einander zu halten wie du glaubst. Im Grunde sind es nur zwei: Dein Verstand ist der Sprecher deines Egos und dein Herz ist die Stimme deiner Seele. Wer sich, so wie du, auf den spirituellen Weg begeben hat, wird seine Entscheidungen immer mehr mit dem Einverständnis seines Herzens treffen wollen, doch das muss neu gelernt werden. Du hast es vergessen, wie es jeder Mensch vergisst, der die Welt auf’s neue betritt, doch jedes Mal gelingt es dir ein Stückchen besser.

Wenn du wirklich wissen möchtest, was hier wohl deine Aufgabe sein könnte, dann sage ich dir: Leg dein Herz in die Dinge! Du bist noch viel zu zurückhaltend und wenn du mit dem Leben und den Menschen sprichst, dann flüstert dein Herz und ist kaum zu verstehen. Dabei hast du so viel zu sagen und den Menschen so viel zu geben.

Um das bitte ich dich deshalb. Leg dein Herz in die Dinge und tue das, was du tust, mit Liebe. Dann wirst du geführt und brauchst deinen Verstand nicht länger zu fragen, was eine Aufgabe in dieser Welt und diesem Leben sein könnte. Er kann es dir nicht sagen und ich WERDE es dir nicht sagen, weil du es längst weißt. Leg dein Herz in die Dinge, damit es zu dir sprechen kann, und es wird dir sagen, was du längst weißt.

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