23 – Frag dein Herz

Frag dein Herz

Ich habe seit längerer Zeit ein Brennen auf der Zunge und im Hals, was mir sehr an die Nerven geht, da ich ein ängstlicher Mensch bin. Seitdem bekomme ich auch keinen richtigen Kontakt mehr zu meinen Engeln und mit dem Beten tue ich mich ebenfalls sehr schwer. Das beunruhigt mich sehr. Manche lernen durch ihre Krankheit beten, ich verlerne es fast.

Ich weiß zwar genau, dass ich mein Leben ändern müsste, mich aus einer für mich unglücklichen finanziell abhängigen Beziehung lösen müsste, doch das schaffe ich einfach nicht, weil mir das Geld fehlt. Ich finde außer einem 2-Stunden-Job als Sekretärin keine weitere Arbeit in meinem Alter.

Auch macht mir mein Sohn immer noch Kummer.

Soll ich vielleicht zu meinem geschiedenen Mann zurück, obwohl ich weiß, dass wir immer noch nicht zusammenpassen?

Obwohl ich gerne alleine bin, wünsche ich mir doch einen lieben Menschen an meiner Seite und könnte mir vorstellen, dass dann meine Beschwerden verschwinden. Kann das sein?

Ich würde mich auch gerne zum Beispiel. im Tierschutz/Tierhilfe einsetzen, habe aber durch diese „Beziehung“ und meine jetzigen Beschwerden keinerlei Energie.

Was soll ich tun?

Antwort:

Alles bei dir drängt auf eine Veränderung und du sagst: „ich schaffe es nicht“? Dein Körper ist in Aufruhr, der Kontakt zu deiner eigenen inneren Führung geht verloren, du lebst in einer Beziehung, die dich abhängig und unglücklich macht, du weißt das alles und doch glaubst du nicht die Kraft zu haben, daran etwas zu ändern.?

Wer sonst außer dir sollte es tun?

Du hast sehr wohl dir Kraft dein Leben zu verändern. Das heißt nicht, dass du jetzt alles auf den Kopf stellen oder irgendetwas über Bord werfen sollst. Die Kraft, von der ich rede, tut das von ganz alleine. Du musst dir nur darüber klar werden, dass du sie hast. Und du musst sie gewähren lassen.

Dein Problem im Augenblick ist natürlich, dass du dir das nicht vorstellen kannst. Du meinst genau zu wissen, was mit dir los ist, du hast ein Bild von dir, in dem du schwach, krank und abhängig bist und in diesem Bild steckst du fest.

Ich möchte deshalb, dass du ein neues Bild von dir zeichnest und das Beste wird sein, wenn du dich gleich an die Arbeit machst. Zeit scheint in deiner Vorstellung eine wichtige Rolle zu spielen, und das müssen wir ausnutzen.

Stell dir vor, du legst einen Samen in die Erde. Den hast du nicht irgendwo gefunden, sondern du trägst ihn seit vielen Jahren schon in dir. Es ist Kraft, meine schöpferische Kraft, und du beschließt nun sie in dir zu erwecken.

Du befragst dein Herz dazu und auch dein Herz rät dir nicht länger damit zu warten. Denn du bist nicht auf die Welt gekommen, um unglücklich zu sein. Schmerz und Leid können als Führer manchmal wichtig sein, Unglück dagegen führt nirgendwo hin und nichts ist daraus zu lernen. Unglück wirft einfach nur Schatten auf dein Herz und verfinstert dein Leben. Also lass es nicht zu, dass du unglücklich bist.

Jeder Mensch wird mit dieser schöpferischen Kraft geboren, die stark genug ist die Welt zu verändern, erst recht also ein Leben. Denn jeder hat eine Seele, die wachsen und einen Geist, der die Welt formen will. Jeder trägt den Samen in sich, der gelegt werden will. Bei manchen geschieht das sofort, bei anderen erst spät und manchmal passiert es auch nie.

Bei dir ist eben jetzt der richtige Zeitpunkt, sonst hättest du deine Frage an mich nicht gestellt. Leg deshalb heute noch den Samen in die Erde. Vertrau auf dein Herz und damit auf den großen inneren Führer, den du in dir trägst. Nimm dir vor, dich nach all der Zeit des Zauderns und des Stillstandes wieder zu bewegen und wieder zu wachsen, dann wächst auch die Kraft in dir heran.

Und schau vor allen Dingen bei dir nach innen, anstatt dich immer nur am Außen zu orientieren. Im Außen siehst du das Unglücks-Bild, das du dir gemacht hast, mehr gibt es dort nicht zu bewundern. Die Wirklichkeit aber entsteht im Herzen, und ich will das du das fühlst.

Du solltest jetzt nach Möglichkeit nicht handeln und nichts verändern. Im Augenblick befindest du dich in einer Position der Schwäche. Deshalb ist es besser nichts zu unternehmen, denn was du aus einer solchen Position heraus anpackst, würde deine Situation nur bestätigen und die Dinge festschreiben, die du doch eigentlich verändern willst.

Lass die Dinge zunächst wie sie sind, aber schau sie dir genau an und vor allem: Schau sie mit dem Herzen an und nicht mit dem Verstand. Dann wirst du sehr bald wissen was zu tun ist.

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