25 – Gedankenkraft

Gedankenkraft

Unsere Frage ist vermutlich total banal – aber sie beschäftigt uns dennoch:

Meine Frau und ich haben eine Sommerreise gebucht. Das ist nicht ganz billig, ein paar Tausender kommen da also schon zusammen. Wir fragen uns nun, ob wir – man weiß ja nie was kommt – nicht sicherheitshalber auch eine Reiserücktrittskostenversicherung abschließen sollten.

Unser Problem dabei: Wenn es stimmt, dass wir mit unseren Gedanken die Realität mitgestalten, wovon wir überzeugt sind, setzen wir dann die Möglichkeit, die Reise könnte ins Wasser fallen, nicht überhaupt erst in die Welt? Das wäre natürlich dumm, denn wenn wir durch den Abschluss einer solchen Versicherung den Versicherungsfall überhaupt erst herbeiführen, hätten wir wenig Nutzen von ihr.

Ich weiß nicht: Darf man dir mit so einer Banalität überhaupt kommen?

Antwort:

Das ist alles andere als eine Banalität, sondern berührt ein sehr wesentliches spirituelles Gesetz:

Jeder Gedanke, den ihr in die Welt setzt, jede Sorge, von der ihr euch leiten lasst, jede Hoffnung, an die ihr euch klammert, jede Erinnerung, an der ihr festhaltet, führt zu einem positiven oder negativen Befehl an euren Körper und Euren Geist. Er setzt also eine Entwicklung in Bewegung. Immer. Und diese Entwicklung ist mit hintereinander aufgestellten Dominosteinen vergleichbar: Wird der erste Stein angestoßen, fallen alle hinter ihm stehenden der Reihe nach mit um. Das geht so lange, bis der Befehl „ausgeführt“ worden ist und es gilt im positiven wie im negativen Sinne.

Wer das einmal verstanden hat, für den gibt es keinen „Privatraum“ in seinen Gedanken mehr. Er weiß, dass er, indem er denkt, mit purer Energie hantiert, und wer mit dieser Energie umzugehen gelernt hat, ist im Besitz von Macht, die er im guten, aber auch im unguten Sinne einsetzen kann.

Sehr viel Leid, dass oft genug Gott in die Schuhe geschoben wird, hat mit dem Wirken dieses universellen Gesetzes zu tun: Gedanken setzen Ereignisketten in Bewegung, und ungute Gedanken setzen leidbringende Ereignisketten in Bewegung.

Der Abschluss einer solchen Versicherung alleine würde noch nichts bewirken. Der Vorgang selbst wäre noch neutral. Schließt du sie ab, weil du ein umsichtiger Mensch bist, der sich angewöhnt hat, einfach an alles zu denken, wäre die Sache unproblematisch. Du würdest dich, wenn du einen Urlaub antrittst, zu Recht auch vergewissern, dass alle Wasserhähne geschlossen und die Lichter im Haus ausgeschaltet sind. Schließt du die Versicherung aber ab, weil du insgeheim BEFÜRCHTEST, etwas könnte den Antritt der Reise verhindern, hast du den Keim bereits gelegt, aus dem dieses Ereignis erwachsen kann.

Wenn du entdeckst, dass ein Gedanke von dir eine negative Qualität hat, denke ihn unbedingt neu. Denn auch das ist ein spirituelles Gesetz: Du kannst einen Gedanken zurückholen, du kannst ihn neutralisieren, ihn unschädlich machen – wenn du nicht zu lange damit wartest. Ist die Kette der Dominosteine erst einmal ins Fallen geraten, ist die Sache nicht mehr aufzuhalten, und du machst eine andere, allerdings ebenso wichtige spirituelle Erfahrung: Du hast die Chance, Kraft deines Willens (der sich in deinen Gedanken äußert) neue Dominosteine aufzustellen. Du erhältst eine neue Chance, an der du lernen kannst, spirituell zu reifen.

Wenn du denkst: „Es wird NICHT passieren, dass meine Reise ins Wasser fällt“ ist das zwar sehr viel besser, als sich mit Befürchtungen abzugeben, aber auch das ist noch nicht das korrekte Verhalten. Richtig ist, keinen anderen Gedanken als den zuzulassen: „Am Soundsovielten fahren wir mit dem Reisemobil in Urlaub“.

Kommt dann DOCH etwas dazwischen, habt ihr es nicht zu verantworten. Stattdessen könnt ihr davon ausgehen, dass eine wichtige Erfahrung auf euch gewartet hat, der ihr nur auf diese Weise begegnen konntet.

Lass mich dir noch etwas mit auf den Weg geben: Du bist ein Mensch, der sehr viel nachdenkt, der für alles eine Erklärung braucht, weil er sich sonst unwohl und unsicher fühlen würde. Viel Verwirrnis kommt aber gerade aus dem menschlichen Bedürfnis, für alles eine, den menschlichen Verstand zufriedenstellende Erklärung finden zu wollen.

Wie wäre es stattdessen mit göttlichem Denken? Bitte darum zu verstehen, was du verstehen kannst und vertraue ansonsten darauf, dass aus jeder Erfahrung, ganz gleich, wie schmerzlich sie auch ist, am Ende Gutes erwächst.

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