26 – Göttliche Perspektive

Göttliche Perspektive

Gibt es etwas, was mir aus der göttlichen Perspektive heraus wichtig wäre zu sagen – für mich, für mein Leben, für meine Entwicklung?

Antwort:

Da gäbe es viel zu sagen und gleichzeitig auch wiederum nichts. Denn nichts von dem, was ich dir sagen kann, hat für dich irgendeine Bedeutung, wenn du nicht bereit bist den dazu notwendigen inneren Schritt zu tun. Ohne den aber bleiben Worte immer nur Worte, ganz egal, wie viele Fragen du auch stellen magst. Gleichzeitig hat alles Bedeutung, sobald du einen solchen Schritt getan hast.

Es gibt aus deiner Sicht viele dieser Schritte zu tun in einem Leben und jedes Mal sieht die Welt hinterher ein Stück anders aus als vorher. Eines Tages aber wirst auch du feststellen, dass es eigentlich immer nur um dreierlei geht:

Wenn du zum ersten Mal in deinem Leben auf dein Herz gehört, deiner Intuition vertraut hast, hat die Welt sich verändert und nichts ist anschließend mehr so, wie es vorher war. Du hast den Führer in deinem eigenen Herzen gefunden und von diesem Augenblick an gewinnst du an Sicherheit mit jedem Schritt, den du weiter durch dein Leben gehst.

Wenn du es zum ersten Mal geschafft hast, einem anderen Menschen wirklich mit Liebe zu begegnen, hat die Welt sich verändert und wird für dich niemals mehr dieselbe sein wie vorher. Du wirst andere Wege gehen, andere Entscheidungen treffen, anderen Menschen begegnen und dabei Türen öffnen, von denen du bis dahin nicht einmal gewusst hast, dass es sie überhaupt gibt.

Wenn du zum ersten Mal in deinem Leben Verzeihung erfahren hast, hat die Welt sich für dich verändert und nichts ist von diesem Tag an mehr sowie es vorher war. Verzeihung ist Liebe und Liebe ist Glück. Wer lieben kann ist glücklich und wer glücklich ist, weiß um die Kostbarkeit des Lebens und geht behutsam um mit jedem einzelnen Augenblick.

Ich werde so oft gefragt, ob dieses richtig oder jenes falsch sei. Was man in einer bestimmten Situation tun solle und was man in einer anderen besser unterlasse, wohin das eine führe und wohin das andere. So gesehen fällt deine Frage sehr aus dem Rahmen dessen was ich zu hören gewohnt bin, denn du willst tatsächlich wissen, was aus der „göttlichen Perspektive“ zu deinem Leben zu sagen wäre.

Aber nun sag mir: Warum betrachtest du dein Leben nicht selbst aus dieser Perspektive? Was veranlasst dich dazu, stets so dicht an die Dinge heran zu treten, dass dir der Überblick verloren geht und Einzelheiten so groß werden, dass du immer wieder versucht bist, sie für das Ganze zu halten?

Die Antwort ist natürlich: Weil du nur so lernen kannst, das Ganze zu begreifen. Mit jedem Schritt, den du lernst zurückzutreten, vergrößert sich dein Blickfeld und du lernst, ein weiteres Stück von dem Universum wahrzunehmen, in das zurückzukehren und einzugehen dein eigentliches Ziel, das Ziel deiner Seele ist.

Du hast mich einmal gefragt, wie du deine Probleme mit dem Übergewicht besser in den Griff bekommen kannst. Dann wolltest du wissen, warum du dich immer wieder jeder Partnerschaft entziehst, obwohl du dich gleichzeitig nach einer solchen sehnst. Ich habe dir geantwortet, dass alles an dir perfekt und liebenswert, dass alles an dir vollkommen und in Ordnung ist und dein ganze Problem darin besteht, dass du dich weigerst dies zu glauben.

Aus „göttlicher Perspektive“ und nach der hast du ja heute gefragt, stimmt das auch. Aus deiner stimmt es nicht. Ich sehe dich als Ganzes. Du pickst dir ein Detail von dir heraus und HÄLTST es für das Ganze bzw. für einen Ausdruck davon.

Aber ganz gleich, welches deiner „Probleme“ du lösen willst, ob das mit dem Übergewicht, das mit der Partnerschaft oder welches andere auch immer, es wird stets darauf hinaus laufen, dass du als erstes lernen musst dich selbst zu lieben.

Um das zu können, wirst du lernen müssen, andere Menschen, die ganze Welt zu lieben und um das zu können musst du fähig sein zu verzeihen, denn die Welt, wie sie dir begegnet, scheint alles andere als vollkommen zu sein. Den Weg dorthin zeigt dir der Führer in deinem eigenen Inneren, und der Schlüssel, den du brauchst, um dir diesen Zugang zu eröffnen, ist die Sprache deines Herzens, ist die Stimme deiner Intuition.

Es ist gut, dass du die Frage so gestellt hast, wie du es getan hast. Es ist gut, dass du nicht ein drittes Mal Auskunft über ein Detail haben wolltest. So hast du mir die Möglichkeit gegeben, dich wenigstens einmal, wenn auch nur für einen kurzen Moment lang, einen Blick auf dich in deiner Ganzheitlichkeit werfen zu lassen. Doch wenn es auch nur ein Blitzlicht war, es mag dir doch mehr an Verständnis erhellt haben als manche Hilfe in ganz konkreter Situation. Du bist recht weit vorangeschritten mit dir.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Schreibe einen Kommentar