36 – Nach innen hören

Nach innen hören

Annas große Liebe ist ein Traummann im tatsächlichen Sinne dieses Wortes. Sie ist ihm vor vielen Jahren begegnet und wusste damals sofort, dass sie mit diesem Mann zusammenleben wollte. Aber eine Beziehung wurde trotzdem nicht daraus. Seitdem lebt er in ihren Träumen weiter und sie fragt sich noch heute, ob dieser mann, wir nennen ihn hier Mike, ihr Idealpartner gewesen wäre.

Ihre reale Partnerschaft sieht ganz anders aus. Da gibt es Spannungen zwischen Anna und Eheman Klaus. Ihre Frage endet mit den Worten: „Er nörgelt nur noch an meinen zwei Kindern aus erster Ehe herum. Zwischen meiner ältesten Tochter und ihm entstanden große Spannungen. Ich sitze die ganze Zeit zwischen zwei Stühlen und trage auch in mir große Spannung. Warum habe ich nicht den Mut, mich von ihm zu trennen?

Antwort:

Das beste für dich wäre, dich darauf zu besinnen, dass du einen wunderbaren, starken Willen hast, den du nicht nutzt. Damit meine ich die schöpferische Kraft in dir. Nicht das, was in eurem Verständnis gemeinhin unter Willen verstanden wird.

Du hast deine wunderbare schöpferische Kraft, mit der du deine Welt und dein Leben gestalten sollst, vor vielen Jahren (nicht erst vor den zwölf, die du ansprichst) weggeschlossen. Du hast sie in dir begraben und die Erinnerung daran, wann und wo du sie verschüttet hast, ebenso.
Heute weißt du nicht einmal mehr, dass du diese Kraft überhaupt besitzt.

Das musst du unbedingt ändern! Du musst den Zugang zu deiner schöpferischen Kraft wiederfinden. Du musst deinen Willen aus seinem Gefängnis befreien.

Du hast die Kraft, die Welt zu gestalten. Sie so zu gestalten, wie DU sie haben willst.

Es ist deine Welt. So wie dein Leben dein Leben ist. Und es ist deine Aufgabe, deine Realität mit deinem Willen zu gestalten.

Tust du das nicht, tun es andere und du bist ein Teil ihrer Realität, anstatt deine eigene zu schaffen. Solange du deine schöpferische Kraft, deinen Willen also, nicht befreist, bist du nicht vital. Du lebst, aber du liebst nicht.

Du bist eine Gefangene der Realitäten anderer Menschen.

Als du Mike getroffen hast, fehlte dir bereits die schöpferische Kraft, diese Beziehung innerhalb deiner Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Sie konnte sich nicht ver-wirkllichen.

Auch heute lebst du, salopp ausgedrückt, auf „Sparflamme“. Dein Leben mag dir und anderen als völlig normal erscheinen, ich aber sage dir, was du erlebst ist nichts verglichen mit dem, was möglich wäre. Was du ver-wirklichst ist nichts, verglichen mit dem was du ver-wirklichen könntest. Du hast wunderbare schöpferische Kräfte von mir mit auf den Weg bekommen, aber du benutzt sie nicht!

Du fragst mich: „Warum habe ich nicht den Mut mich zu trennen? Was wäre das beste für mich?“ Anna, das musst du dich fragen! Nur dann wirst du Antworten finden, die das Potential deiner schöpferischen Kräfte wieder zum Leben erwecken.

Du hast den Traum einer Beziehung bewahrt, die zu ver-wirklichen du nie die Kraft aufbringen konntest – obwohl du diese Kraft selbstverständlich immer besessen hast.

Vergiss den Traum.

Betrachte dein Leben, wie es heute ist und frag dich: Wie finde ich zurück zum Ursprung meiner Kraft? Aus meiner Sicht gesehen gehst du durch dein Leben wie ein Schatten deiner selbst. Du nutzt die wunderbare Kraft nicht, die ich dir gegeben habe, damit die Welt durch dein Handeln um dich, um diesen Klang, um diesen Ton reicher werde.

Das musst du ändern. Dann beantworten sich deine Fragen von ganz alleine.

Die Antworten auf deine Fragen (und das sind natürlich mehr als die beiden, die du mir gestellt hast) liegen in dir. Ganz alleine in dir.

Ich bin ein Teil von dir.

Die Frage, die du über Jörg an mich gestellt hast, hast du an dich gestellt. Die Antwort, die du über Jörg erhältst, hast du dir gegeben.

Das hätte sich auch kürzer machen lassen und weniger umständlich. Und da musst auch du hinkommen. Wenn du nach innen horchst, weißt du ganz genau, welchen Weg du gehen musst. Was für dich das Beste ist.

Ihr habt verlernt diese Stimme zu hören, aber sie ist da.

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