41 – Schutz

Schutz

Ich war früher ein ausgeglichener Mensch. Ich hatte ein Wissen, das mir immer wieder ein Geschenk war und Danke an dieser Stelle, heute noch so ist. Es kam aber eine Zeit in der ich durch den Tod eines Freundes körperliche Beschwerden bekam. Schwindelgefühle und diese nervöse Depression machten mir heftigst Probleme, zumal ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht wußte,was da mit mir passiert. Ich habe auch leider immer noch Angstzustände, obwohl ich weiß, was Sache ist, ich hab allerdings keine Ahnung wie ich das, was ich weiß in die Tat umsetzen soll/kann. Ich habe das Geschenk „Reiki“ bekommen, hab aber Angst loszulassen und bekomme auch auf diese Frage scheinbar keine Antwort von Dir. Ich weiß ja auch gar nicht wieso ich solche Probleme habe, obwohl ich weiß, das es Themen wie BSE oder die panikmache der Grippe influenza sind, die ein Erdenleben durchaus ziemlich schräg beeinflusssen. Ich weiß das ich mir dieses Leben rausgesucht habe und bin auch vollends zufrieden, das verwirrt mich ja auch so. Ich weiß ja was ich machen muß, aber ich weiß nicht wie bzw. habe angst es zu machen. Ich weiß, das du es weißt. Wo ist mein Vertrauen und meine Ausgeglichenheit hin?

Warum habe ich Angst mein Körper könnte nicht mehr funktionieren?

Ach ja und das mit dem Gedanken werden wahr,ist ja klar und auch schön, aber ich finde es setzt unheimlich unter Druck.

Antwort:

Versuche dir eine Seifenblase vorzustellen. Eine große Seifenblase, schillernd, flüchtig und leicht, wie Seifenblasen sind, aber sehr viel größer, als alle, die du kennst und sehr viel stabiler. Die Haut deiner Seifenblase ist aus festem, undurchdringlichem Material. Nichts kann von außen diese Hülle durchstoßen, in deren Inneren ein Mensch sitzt.

Es ist eine Frau. Sie sitzt zusamengekauert in diesem schillernden, durchsichtigen Ei, hat die Beine eng an sich gezogen, so dass die Knie ihr Kinn berühren, und die Arme um ihre Beine geschlungen.

Sie treibt in dieser Blase durch die Dunkelheit, doch nur außerhalb ihrer schützenden Hülle ist es Nacht. Innerhalb der schillernden, schwebenden Kammer ist ein Licht, dass sich an der glänzenden Hülle funkelnd in Tausenden von Lichtpunkten bricht. Es ist ein schönes Licht, es durchflutet den Raum mit einer angenehm warmen Farbe und die Frau ist geborgen.

Erkennst du dich wieder?

Du fühlst diese Kammer nicht und du siehst sie auch nicht, ich weiß es. Du siehst nach draußen in die Dunkelheit und siehst nicht das Licht, das dich umgibt. Aber deshalb ist es dennoch da. Es umhüllt und beschützt dich. Du bist geborgen, denn nichts kann von außen diese glänzende Hülle durchstoßen. 

Allerdings gibt es auch nichts, was sie durchstoßen wollte! Du bist nicht in Gefahr, du brauchst den Schutz nicht wirklich. Du könntest, wenn du das wolltest, die Arme von deinen Beinen lösen, könntest aufstehen und diese Hülle verlassen. Dann wäre das Licht, dass dich eben noch in deinem kleinen, glänzenden Schutzraum umgeben hat, überall. Keine Nacht mehr. Nur noch Tag.

Du trägst noch immer einen großen Kummer mit dir herum, deshalb ist das mit der schützenden Blase ganz richtig so für dich. Du brauchst ihren Schutz nicht, weil du von außen bedroht wärest, du brauchst ihn, weil du Zeit brauchst um zu dir zu finden.

 Aber du wirst aufstehen. Du wirst dich zu voller Größe aufrichten, die Arme ausstrecken und mit einem Lächeln das Licht begrüßen, das dich bis zu diesem Augenblick umhüllt und begleitet hat. Die „Seifenblase“ wird zu diesem Zeitpunkt längst geplatzt sein, und das letzte, was du von ihr wahrnehmen wirst, ist die flüchtige Erinnerung an eine Zeit der Stille, die für dich sehr wichtig war.

Versuche, dich diesem Bild zu überlassen, wenn es dir nicht gut geht. Es gibt diesen Schutz, er umschließt dich und es kann dich nichts wirklich verletzen. Aber du musst dir dieses Schutzes auch bewusst sein. Du musst wissen, dass er da ist. Für dich. Und dass du keinen Grund mehr hast besorgt zu sein. Du wirst diesen Schutz von mir bekommen, so lange du ihn benötigst und er wird vollkommen sein. Nur musst du versuchen, dir dieses Bild immer wieder vor Augen zu holen, wenn du ins Zweifeln gerätst. Es ist ein Bild nur für dich.

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