60 – Veränderung

Veränderung

Ich habe keine Ahnung wer ich bin – wo es hingehen soll – ich hasse mich selbst – mein Leben – und damit meine Mitmenschen. Ich habe Angst vor negativen Energien/Mächten. Inzwischen verachte ich mich selbst und sehe mich als Spielball irgendwelcher Mächte – nach dem Motto: Du musst dich entscheiden…!

Ich glaube, ich weiß nicht was Liebe ist – bin anscheinend nur ein verstandesgesteuerter Pessimist – absolut verunsichert. Alles was ich anfange geht schief. Es gibt keine erstrebenswerten Ziele für mich und wenn sich doch eines auftut (eine Frau, in die man sich vermeintlich verliebt) dann ist es wie immer – reingefallen….und dafür bin ich jetzt fast sieben Jahre solo – mit meinen 28 Jahren.

Warum passiert mir das? Kann ich nicht auch lieben und geliebt werden?

Ich fühle mich eigentlich nur verarscht vom Leben, bin dadurch super-misstrauisch – vor allem mir selbst gegenüber.

Es gab einmal eine Zeit, da war es um 180° gedreht. Auch wenn es eine kurze Zeit war, so weiß ich immerhin, dass es auch bei mir geht optimistisch zu sein und sich selbst zu lieben. Es hat sich allerdings wieder ins schlimmste Gegenteil gewandelt und ich habe das Gefühl, aus diesem Loch nicht mehr herauszukommen.

Fällt mir eigentlich nur eine Frage zu ein: Was soll das ganze? Nützt es meiner Seele? OK, aber ich hab keine Lust mehr in dieser negativen Existenz dahinzuvegetieren.

Ich würde so gerne wieder mein Leben in die Hand nehmen und meine alte Stärke zurückgewinnen. Jaja, ich weiß, ich muss auf mein Herz hören….hmmm….früher ging das mal – aber es klappt nicht mehr. Selbst meditieren oder autogenes Training hat nicht mehr die Wirkung.

Ich würde gerne wissen, was ich aus meinem Leben machen soll (beruflich wie auch menschlich)

Antwort:

Das Bild vom Spielball und den negativen Mächten ist völlig richtig gesehen. Genauso spielt es sich ab, wenn du der Realität die Führung überlässt. Sie entwickelt jede Kraft, die du dir vorstellen kannst und diese Kräfte werden genau so real und bedrohlich sein, wie du es willst. Die Ebene der Realität, ich nenne sie auch die Ebene der ersten Wirklichkeit, kann zu einem Albtraum werden, wenn es ein Albtraum ist, den du träumen willst. Dann sind die Mauern, die dich umschließen, meterdick und dein Bewegungsspielraum wird enger und enger, je heftiger du versuchst dich aus diesem Gefängnis zu befreien.

Das ist die eine Möglichkeit die Dinge zu betrachten.

Die andere besteht darin die Ebenen zu wechseln, um die Türen öffnen und die Dinge mit anderen Augen sehen zu können. Nicht jeder kann das so ohne weiteres, aber dir sollte es möglich sein. Du bist so weit genau zu wissen, dass deine Realität nichts anderes widerspiegelt als das, was du auch erleben willst.

Du kannst vom Leben nur dann enttäuscht werden, wenn dir diese Erfahrung wichtig ist. Und niemand, keine Macht des Universums, wird dich daran hindern können auch weiterhin enttäuscht zu sein, wenn du das so und nicht anders für dich entschieden hast.

Denn das muss ebenfalls bedacht werden: Du machst diese Erfahrungen selbstverständlich aus gutem Grund. Du brauchst sie, weil du dich verändern willst und deshalb solltest du ihnen zunächst einmal dankbar sein. Nur weil du die Welt so sehen kannst, wie du das heute tust, hast du auch die Möglichkeit dich von dieser Ebene zu befreien. Du brauchst diese Sicht der Dinge. Du brauchst genau die Erfahrungen, die du zur Zeit machst, um eine neue Entscheidung treffen zu können.

Es geht nicht darum, welche Absichten deine Seele hat, sondern zu welchen neuen Schritten du dich als Nächstes entschließt. Deine Seele weiß ganz genau was sie will und wie sie ihre Ziele erreicht – sonst wäre sie nicht bei dir. Wichtig ist allein, was DU als nächstes tun wirst.

Du hast eine Frage an mich gestellt. Das ist ein erster Schritt und ein Ausdruck davon, dass eine Veränderung bei dir bevorsteht, weil du sie willst. Du hast beschrieben, wie sich das Leben für dich ganz unten auf der Talsohle anfühlt, wie schal es dir schmeckt, wie leid du es bist dort zu sein und wie sehr du dich danach sehnst, es wieder in seiner ganzen wunderbaren Fülle, im Reichtum seiner unendlichen, schöpferischen Möglichkeiten zu erleben.

Du weißt natürlich, dass beides zwei Seiten ein und derselben Münze sind und dass du sie im Grunde nur herumdrehen müsstest, um die Wende in deinem Leben herbei zu führen. Du weißt aber auch, dass die Dinge so nicht funktionieren. Deshalb gebe ich dir einen anderen Rat:

Betrachte deine Frage an mich wie eine Pflanze, deren Keim aufgegangen ist. Sie wächst jetzt jeden Tag ein Stückchen weiter und sie wächst auch, ohne dass du wissentlich etwas dafür tust. Sie wächst einfach, weil ihre Zeit gekommen ist.

Alles worum ich dich bitte ist darauf zu achten, wie sich von nun an dein Leben verändert. Mit dem ist es nämlich wie mit der Pflanze: Jeden Tag wirst du etwas neues entdecken, das sich gut anfühlt und anders ist als die Erfahrungen, die du bis dahin gemacht hast.

Mit der Zeit wirst du solche Beobachtungen immer häufiger machen und jede von ihnen wird dein Leben verändern. Es sind keine großartigen, umwälzenden Ereignisse, von denen ich hier rede. Es geht um die Qualität der Dinge, nicht um ihre Dimensionen.

Diese Qualität ist bereits da. Du brauchst sie also nicht einmal zu erfinden. Du brauchst im Grunde nichts anderes zu tun, als bereit zu sein. Empfangsbereit. Du hast eine Bitte ausgesprochen und um Hilfe gebeten.

Diese Bitte kam von Herzen und deshalb ist die Hilfe schon zu dir unterwegs.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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