64 – Vorbestimmung

Vorbestimmung

Ich bin nach einer fünfjährigen Beziehung jetzt bereits seit neun Jahren allein und finde es nicht schön. Ich sehne mich nach jemandem, der mich so nimmt, wie ich bin, was mir selbst manchmal schwer genug fällt. Ich möchte gerne wissen, ob es für mich einen Mann gibt, der mit mir und mit dem ich glücklich sein kann.

Es gab bisher zwar einige Begegnungen mit Männern, es war aber nie so intensiv, dass sich darauf eine gute Beziehung und eine Familie hätte aufbauen lassen können. Mein größter Wunsch aber war es schon immer, eine Familie zu haben.

Ich will nicht länger alleine durchs Leben gehen müssen. Meine Frage lautet deshalb: Werde ich einen Mann finden, den ich heiraten und mit dem ich Kinder haben werde? Ein Mensch, mit dem ich eine ehrliche, glückliche Beziehung führen kann, oder ist es mir vorbestimmt, alleine bleiben zu müssen? Liegt es vielleicht an mir, dass es nie funktioniert?

Antwort:

Nichts ist vorbestimmt, deshalb ist auch nicht voraussagbar. In jedem Augenblick deines Lebens – und ich meine wirklich in JEDEM Augenblick – legst du den Plan neu fest, nach dem dein Leben verlaufen soll, und es kommt nicht darauf an, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht. Es geschieht einfach.

Die Fülle der Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, um dein Leben zu gestalten, ist unbegrenzt. Was du davon auswählst, ist stets deine Entscheidung, aber du solltest immer bedenken: Nichts was du tust bleibt ohne Folgen. Jede deiner Handlungen und erst recht jeder deiner Gedanken hat die Kraft, deinem Leben eine neue Richtung zu geben. Und weil das so ist, geschieht auch das unablässig.

Deine Frage zeigt mir, dass du dir deiner Kraft nicht bewusst bist. Du stehst am Rande deines eigenen Geschehens und schaust zu, was mit dir geschieht. Das muss sich ändern. Das musst DU ändern!

Denn wie soll dein größter Wunsch, eine Familie zu gründen, je in Erfüllung gehen, wenn du es beim Wünschen belässt? Wünsche haben keine Energie. Wünsche sind matte Seufzer, denen der Glaube daran fehlt, dass sie sich jemals verwirklichen könnten. Du musst WOLLEN, was du dir wünschst. Du musst dir der Kraft deines Willens, der Kraft deiner wunderbaren schöpferischen Möglichkeiten, bewusst werden.

Dein Leben gleitet nicht einfach so dahin, ohne dass du darauf Einfluss nehmen könntest. Du lässt es dahin gleiten und schaust dabei zu, anstatt zu handeln. Überlege dir gut, ob du das wirklich so willst.

Der Mann, den du suchst, wird dich nicht finden können, wenn du nicht laut und deutlich „Hier!“ rufst. Verstehst du, was ich meine?

Nein, vermutlich nicht. Also sage ich es anders: Lass deinen Wunsch zu einer Vision reifen! Du musst vor dir sehen, was du willst und du musst WOLLEN, was du siehst. Wäre das jetzt schon der Fall, hättest du deine Frage nie gestellt. Du wärest viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, die nächsten Treffen mit dem Mann zu koordinieren, den du näher unter die Lupe zu nehmen beschlossen hast.

Nichts ist vorbestimmt, alles liegt in deinen Möglichkeiten. Alles liegt innerhalb deiner Reichweite und innerhalb dieser Reichweite musst du HANDELN. Nur so können die Dinge in Bewegung kommen.

Stell dir dein Leben wie eine Melodie vor, die DU komponierst. Nur du kannst entscheiden, zu welchem Klanggebäude du die Töne zusammensetzt, wie oft du die Melodie veränderst und sie neu komponierst. Dein Herz muss in dem Lied mitschwingen, dann wird die Botschaft rein und schön sein und von den Menschen verstanden werden, für die du sie geschrieben hast. Deshalb frag nicht „werde ich den Mann finden, den ich suche, oder ist es mir vorbestimmt, alleine zu bleiben“, sondern lausche viel öfter auf die Melodie in deinem Herzen und wie sie für dich klingt.

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