65 – Wachstum der Seele

Wachstum der Seele

Ich glaube daran bzw. es ist eher eine Gewissheit, dass wir alle miteinander verbunden sind, da wir alle aus deiner Essenz SIND, oder auch anders ausgedrückt, dass du ALLES bist was IST.

Meinem Gefühl nach gibt es verschiedene Seelenanteile. Bei einem gewaltsamen Tod, oder auch Freitod, kann ein Seelenanteil am Ort des Todes zurückbleiben. Ich kann es in Worten schlecht beschreiben – ich bin jedoch sicher, dass du mein Bild zu „Felix“ empfängst. Oder nehme ich „andere“ Seelen wahr, die den Weg ins Licht nicht gefunden haben und interpretiere sie als Seelenanteil?

Möchtest du mir bei dieser Herzensfrage weiterhelfen?

Antwort:

Ich freue mich über diese Frage ganz besonders, denn sie gibt mir die Möglichkeit einmal mehr darzustellen, wie sinnvoll und einfach die Dinge im Grunde miteinander verknüpft sind. Wie schlicht und doch wie schön das niemals gleiche Muster ist, das für euch aus Liebe und Tod immer wieder neu gewirkt wird. Denn wenn auch nicht mit dem Verstand, mit dem Herzen sind diese Dinge sehr wohl wahrnehmbar.

Es lohnt sich also immer wieder neu zu versuchen sie euch zu beschreiben. Der Verstand mag sich sträuben, aber euer Herz liest die Bedeutung solcher Botschaften zwischen den Worten heraus und versteht.

Doch weil du nicht der einzige Mensch bist, der sich für diese Fragen interessiert, lass mich die Gelegenheit nutzen, auch ein klein wenig zu „dozieren“, während ich dir antworte. Manches wirst du schon wissen anderes mag dir aber auch neu sein.

Du weißt, das irdische Leben ist ein Ausflug eines Seelenanteils in die Welt der Erfahrungen. Ein Ausflug von vielen, die er unternimmt, um unter den Bedingungen von Zeit und Raum in der Körperlichkeit eines neuen Ich zu lernen und zu wachsen.

Aus Sicht deiner Seele ist das irdische Leben also eine Art von „Bildungsreise“, auf der sie lernt zu der Größe heran zu wachsen, die sie letztendlich befähigt mit allem in Verbindung zu treten, mit allem verbunden zu sein, somit eins mit mir zu werden und am Ende alles was ist zu SEIN.

Seelen sind Kinder in den Augen Gottes. Sie wachsen und reifen heran, sie lernen ihre Lektionen wie Kinder, und – sie dehnen sich aus.

Denn das Wachstum der Seele ist ihre Ausdehnung auf das göttliche Maß, und wenn sie es erreicht hat und keine „Bildungsreisen“ durch Zeit, Raum und Körperlichkeit mehr notwendig sind, umfasst sie alles was ist, genauso wie ich, wird eins mit mir und damit eins mit allem.

Der Anblick des Todes hat für die Seele stets eine ganz besondere Bedeutung. Denn der Abschluss des Lebens und wie er sich gestaltet ist Ausdruck davon, wie „erfolgreich“ das Leben aus Sicht der Seele verlaufen ist. Ob sie erreichen konnte, was sie wollte. Wie groß der Schritt war, den sie gehen musste und um wie vieles sie sich jenseits dieses Lebens ausdehnen wird.

Die Seele wird deshalb immer versuchen Einfluss darauf zu nehmen, auf welche Weise sie die Welt der irdischen Erfahrungen verlassen wird, aber es bist Du mit deinem Ich, der ihr diese Erfahrung am Ende schenkt.

Es gäbe für sie unendlich viele Übergangsmöglichkeiten. Sie könnte zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jedem Ort der irdischen Erfahrungswelt die „Wand“ durchschreiten, die die Welt des Lebens von der des Todes trennt, aber sie hat genaue Vorstellungen davon, welchen Weg sie nehmen will und wann.

Doch muss sie stets mit dir rechnen. Sie entscheidet über diese Dinge nicht alleine. Sie ist in deinem Körper zu Gast und du alleine triffst die Wahl, welche Wege du in deiner Raum-Zeit durchschreitest.

Wenn deine Entscheidungen einen gewaltsamen Tod nach sich ziehen, wird deine Seele ihm ihre Zustimmung deshalb nicht verweigern können. Wenn du dich für einen freiwilligen Tod entscheidest, gilt dasselbe. Aber deine Seele wird sich langsamer ausdehnen, wenn der Tod auf diese Weise eingetreten ist. Sie würde sich, wenn sie sich frei entscheiden könnte, nicht auf diese Weise aus der Welt der irdischen Erfahrungen verabschieden.

Das macht es möglich, sie am Ort des Todes ihres Körpers noch längere Zeit wahr-zunehmen. Die Seele verweilt zwar immer eine Zeit am Ort des Todes ihres Körpers, aber sie tut es um so länger, je zögernder sie ihr Einverständnis zu dem von dir ge-wählten Tod geben musste. Sie braucht mehr Zeit sich auszudehnen, so musst du dir das vorstellen.

Das ist kein schlimmer und kein trauriger Zustand, es ist einfach wie es ist. Jede Seele braucht ihre Zeit sich auszudehnen, um die Ebene der ersten Wirklichkeit verlassen zu können, und manchmal braucht sie dazu eben einfach länger. „Gehen“ wird sie aber in jedem Fall, doch wer die Gabe hat, die Verbindungen zu „sehen“, durch die alles miteinander in Beziehung steht, der sieht Seelen(anteile) selbst dann noch, wenn sie längst die Ebene der ersten Wirklichkeit verlassen haben.

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