Dialog 372 – Umgang mit finanziellen Belastungen

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Das Lernziel besteht darin, sie (die Probleme) mit gelassenem Ernst zu betrachten und das eigentliche, das wirkliche Ziel dabei dennoch nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Umgang mit finanziellen Belastungen

 

Dialog 372 – Juni 1992

Jörg:
Sind die wachsenden finanziellen Belastungen ein Zeichen dafür, dass wir entscheidende Fehler machen?

An der heutigen Post war nichts Außergewöhnliches. Die Schwierigkeiten wachsen nicht, sie sind einfach da. Jede Rechnung und jede Mahnung ist eine Übung. Das Lernziel besteht darin, sie mit gelassenem Ernst zu betrachten und das eigentliche, das wirkliche Ziel dabei dennoch nicht aus den Augen zu verlieren.

Ihr macht beide den Fehler, dass ihr die Sache anstarrt wie ein Kaninchen die Schlange, dass ihr in Panik geratet bei jeder neuen Forderung. Als dir Monika heute die neue Hiobsbotschaft gebracht hat, bist du sofort in Schweiß ausgebrochen. Angst, Mitgefühl mit Monika, Hilflosigkeit gegenüber den vor euch „hereinbrechenden“ Problemen, das waren so ungefähr in dieser Reihenfolge deine Empfindungen. Falsch! Total verkehrt!

Nichts gegen Mitgefühl, im Prinzip, aber was nützt Monika dein Mitgefühl? Was nützt es ihr, wenn du anfängst zu schwitzen? Und umgekehrt: Was bringt es, wenn Monika dich mit Panik in der Stimme anruft?

Mit gelassenem Ernst muss man solche Nachrichten betrachten. Sie sind ernst, oh ja, das sind sie. Sie sind bedrohlich, gewiss. Aber doch nur, weil ihr es zulasst, dass sie das sind!

Wenn solche Dinge auf euch zukommen, müsst ihr eine Kampfhaltung einnehmen! Ihr müsst eure Energien mobilisieren, und zwar sofort. Nicht schwitzen. Jeder muss seine eigene Kampfhaltung finden. Es gibt nur eine, die zu jedem passt. Und ihr müsst sie finden.

Stellt euch vor, ein Feind bedroht euch. Welche Haltung würdet ihr einnehmen, um die Gefahr abzuwehren. Übt es. Findet es heraus! Es ist die Haltung, die Energien freisetzt, insbesondere in der Bauchmitte. Probiert es aus! Welche Haltung gibt dir und welche Haltung gibt dir und welche Monika das sichere Gefühl unverwundbar zu sein?

Es geht hier nicht um komplizierte Formen. Es geht einfach nur darum, seine ureigene innere Kampfhaltung zu finden. Die, bei der man sich am sichersten und unverwundbar fühlt. Es kann ein in einem bestimmten Winkel ausgestreckter Zeigefinger sein. Oder der Fuß, der in einer bestimmten Weise angehoben und auf den Boden gesetzt wird.

Die Übung lautet: Findet diese Kampfhaltung! Ihr werdet sie brauchen. Dann erst machen spirituelle Übungen einen Sinn. Das ist nämlich ein großer Fehler, der in diesem Bereich immer wieder gemacht wird. Der Mensch besteht nicht nur aus Geist. Er hat auch einen Körper und eine Seele. Alle drei müssen einbezogen werden. Und es ist nur natürlich, dass man auf eine Gefahr mit Abwehr reagiert.

Sich führen lassen: Ein Bericht

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Quelle: Pixabay

 

Der Umzug nach Berlin liegt hinter mir und bis auf wenige Kisten ist alles ausgepackt und schon recht wohnlich.

Heute möchte ich euch daran teilhaben lassen, wie ich zu dieser Wohnung geführt wurde. Vor gut zwei Jahren verschlechterte sich meine Muskelerkrankung, unter der ich seit 15 Jahren leide, in einem immer schnelleren Rhythmus. Die ersten 10 Jahre beeinträchtige sie meinen Alltag kaum, aber ab 2010 gab es Veränderungen und im Jahr 2013 war es abzusehen, dass ich bald eine barrierefreie Wohnung benötigen würde, da es immer schwieriger für mich wurde Treppen zu steigen.

Mir war klar, ich wollte nach Berlin, da mein Bruder dort lebt und auch mein Sohn. Außerdem war mir eine gute Infrastruktur wichtig. Ich weiß nicht, was alles auf mich zukommen wird, aber ich wollte auf alles vorbereitet sein. Nun ist es nicht einfach in Berlin eine bezahlbare Wohnung zu finden, und ich hatte gewisse Vorstellungen, was die Größe betrifft und die Anzahl der Zimmer, mal abgesehen davon, dass sie barrierefrei sein musste. Dazu wusste ich überhaupt nicht, wie ich es anstellen sollte vom Spessart aus eine Wohnung zu suchen. Alle Informationen die ich erhielt, machten mir nicht gerade Mut, im Gegenteil, ich wurde von Tag zu Tag ratloser und fühlte mich absolut hilflos und ausgeliefert. Ich mag es nicht, wenn ich die Kontrolle verliere. Und es fällt mir sehr schwer Hilfe anzunehmen. Ohne Hilfe würde ich es aber nicht schaffen, weder finanziell noch körperlich. Mein Bruder und mein Sohn boten mir zwar ihre Hilfe an, aber da ich nichts unternahm, hatten sie wohl das Gefühl, dass es mir mit Berlin nicht ernst war.

Ich erstarrte immer mehr und meine Verzweiflung wuchs. Ich wusste nicht weiter. Außerdem hatte ich typische Symptome einer Depression. Aus Erfahrung wusste ich, dass Psychopharmaka helfen konnte, aus der Erstarrung zu finden und handlungsfähig zu werden. Die Zeit drängte, denn ich schaffte die Treppe zu meiner Wohnung kaum noch. In Absprache mit meinem Neurologen, begann ich mit der Einnahme mit einem Antidepressivum. Und nach ein paar Wochen hellte sich meine Stimmung spürbar auf, ich war wieder hoffnungsvoll. Ich fing an, in meinen morgendlichen Einstimmungen Gott um Hilfe zu bitten und ließ dabei Schritt für Schritt von allen Vorstellungen los.

Dieses loslassen von Vorstellungen ist eine Voraussetzung dafür, dass Hilfe als solche überhaupt erkannt wird. Jedenfalls, kaum hatte ich losgelassen bot mir mein Bruder an, die Kosten eines Komplett- Umzugs zu übernehmen. Und ergab sich, dass ich ein Gespräch mit einer befreundeten Astrologin aus Berlin führte, um meine Handlungsunfähig und Mutlosigkeit astrologisch zu untersuchen und zu bearbeiten. Während des Gesprächs kamen wir auch auf meine Erkrankung und Wohnungssuche. Sie kannte eine Wohnanlage, die aus barrierefreien kleinen Wohnungen bestand, in der ältere und gehbehinderte Menschen lebten und wo öfter mal eine Wohnung frei wurde, die zudem durch Fördermittel noch bezahlbar war.

Sie hatte dort einen Verwandten untergebracht gehabt und stellte für mich einen Kontakt her. Außerdem schickte sie mir Bilder von der Wohnung. Noch vor wenigen Monaten hätte ich eine Ein-Zimmer-Wohnung weit von mir gewiesen. Doch ich hatte losgelassen und an Gott übergeben. Und so „wusste“ ich, dass ich jetzt eine Wohnung finden würde. Ich nahm Kontakt zu der Hausverwaltung auf und bekam sofort die nächste freie Wohnung angeboten. Und als diese dann frei wurde, bekam ich ohne Aufwand einen Mietvertrag. Ich hatte nur Bilder gesehen und sagte zu, da ich wusste, dass ich zu dieser Wohnung geführt worden war. Ich war voller Vertrauen. Und ich konnte die Hilfe annehmen, die von vielen Menschen kam. Mein Bruder besichtigte die Wohnung und erledigte die Wohnungsübergabe. Mein Sohn kam aus Berlin, um mit mir die Wohnung zu reinigen und zu übergeben und chauffierte mich dann nach Berlin. Am Umzugstag nahmen mein Bruder und eine liebe Freundin, das Umzugsgut in Empfang und versorgten die Helfer. Auch nach dem Umzug halfen mir mein Bruder und mein Sohn beim Auspacken, schufen Stauraum und machten Einbauten.

Als ich die Wohnung zum ersten Mal betrat, fühlte ich mich sofort wohl, trotz sich stapelnder Kisten und Chaos. Sie ist klein, aber kuschelig und hat doch Weite. Ich fühle mich reich beschenkt. Danke!

So ist es, wenn man losgelassen hat und sich führen lässt.

Den nächsten Dialog gibt es in ein paar Tagen.

Dialog 371 – Co-Creation

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IHR seid die Baumeister eures Lebens! Alles, was ihr vorfindet, habt ihr euch selbst geschaffen. Und alles, was ihr euch wünscht, könnt ihr euch selber schaffen. Ohne auch nur die geringste Einschränkung.

Co-Creation

Dialog 371 – Mai 1992

Dass die Welt so ist, wie ihr sie euch erschafft, wisst ihr. Aber ihr habt mit diesem Wissen bisher nichts anfangen können. Ihr konntet es nicht nutzen. Es war Kopfwissen, sinnlos, abgekapselt, ohne Leben.

Heute höre ich von euch erstmals Töne, wie ich sie bisher noch nie von euch gehört habe. Das Licht am Ende des Tunnels kann man nur sehen, wenn man es wirklich sieht. Solche Bilder und Gedanken kämen einem überhaupt nicht in den Sinn, wenn es nicht wirklich so wäre.

Und deshalb sage ich euch:
Alles, was bewegt werden muss, könnt nur ihr in Bewegung setzen. Aber ihr müsst nicht alles alleine bewegen! Von euch wird nur der Anstoß erwartet. Nicht mehr. Alles Weitere ergibt sich dann ganz von selbst. Aber diesen Anstoß, den könnt nur ihr leisten. Und das habt ihr bis heute eben nicht getan.

Ihr habt es immer für eine übermenschliche Aufgabe gehalten, euch selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Dabei ist es so einfach wie ein Fingerschnippen. Es ist so einfach! Ihr müsst nur eines tun: Es wirklich wollen. Auf der inneren Ebene, nicht auf der äußeren.

Alle Veränderung geht von innen aus!

Ihr erreicht das Ziel, indem ihr aus eurer Mitte heraus lebt.

Um aus eurer Mitte heraus leben zu können, müsst ihr sie aktivieren.

Um sie aktivieren zu können, müsst ihr um ihre Kraft wissen.

Wisst ihr um ihre Kraft? Nein, aber ihr ahnt es. Wichtig, ganz entscheidend, ist euer Vorsatz, den Tag mit einem Ritual zu beginnen. Ihr müsst den Tag beginnen. Der Tag darf nicht euch beginnen. Warum leben Mönche und andere spirituelle Menschen nach der Struktur ganz bestimmter Rituale? Nur aus diesem Grund. Sie sind nicht auf der Welt, um zwischen Aufstehen und Schlafengehen die Zeit totzuschlagen, sondern um zu lernen.

Ihr beginnt morgens einen Tag. Es ist Euer Tag! Und es ist eure Aufgabe ihn zu nutzen. Nicht eure Pflicht ihn auszuhalten. Alle Dinge werden euch leichter fallen, wenn ihr diese Minuten am frühen Morgen genutzt habt.

IHR seid die Baumeister eures Lebens! Alles, was ihr vorfindet, habt ihr euch selbst geschaffen. Und alles, was ihr euch wünscht, könnt ihr euch selber schaffen. Ohne auch nur die geringste Einschränkung.

Der erste Schritt: Gelassenheit!
Ihr sagt dem Tag: „Heute übernehmen wir das Kommando“, und ihr werdet feststellen: Es funktioniert vielleicht nicht sofort. Aber auf Dauer funktioniert es in jedem Fall.

Als erstes müsst ihr also lernen, den Tag von Anfang an zu bestimmen. Es geht nicht darum, Techniken zu entwickeln. Es geht darum, dass ihr morgens eure Mitte findet. Nur darum. Mehr braucht ihr nicht. Nur das!

Alles, was sich ändern soll, könnt ihr ändern. Nur ihr. Nicht ich. Ich bin die Kraft, die ihr nutzen sollt. Ich stehe euch zur Verfügung. Ruft ihr mich nicht ab, kann ich nichts für euch tun. Deshalb ruft mich ab.

Dialog 370 – Mangel und Fülle

 

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Mangel ist ein Zustand wie jeder andere. Er unterscheidet sich in seinen inneren Qualitäten nicht von der Fülle.

Mangel und Fülle

Dialog 370 – April 1992

Ich will, dass ihr euren Mangel als Fülle empfinden lernt.

Jörg:
Den Mangel als Reichtum empfinden? Das geht gut, wenn darüber etwas liest. Aber in der Praxis ist das schwer. Ja, da fallen die Leute in Findhorn ein, mit dem Wohnwagen vor der Müllkippe bis zur heutigen Findhorn Foundation. Erfolgsgeschichten. Aber uns fallen die Klamotten bald als Lumpen vom Leib. Und das sollen wir als Reichtum empfinden?

Ja.

Dann habe zumindest ich noch etwas zu lernen. Dann fühle ich mich dieser Aufgabe nicht gewachsen.

Dann hast du nichts begriffen, nichts gelernt.

Aber es geht doch nicht darum, Mangel nicht als Mangel zu empfinden, sondern, dass ein Mangelzustand objektiv gegeben ist. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Die Ausgaben übersteigen regelmäßig die Einnahmen. Was wir übrig haben, investieren wir in das Nötigste für die Kinder. Was ist daran so verkehrt?

Solange ihr nicht lernt, den Reichtum in euch zu erkennen und zu schätzen, solange habt ihr nicht begriffen.

Mangel ist ein Zustand wie jeder andere. Er unterscheidet sich in seinen inneren Qualitäten nicht von der Fülle. Er ist nur nicht so angenehm zu ertragen. Fülle aber ist für die, die begriffen und ihr Leben entsprechen eingerichtet haben. Mangel ist für die, die ihr Leben nicht einrichten wollen, obwohl sie begriffen haben, und für die, die noch nichts begriffen haben.

Nehmen wir mal das Lotto spielen. Die richtige innere Haltung dazu ist, auf einen Gewinn zu hoffen, der euch einfach soweit entlastet, dass ihr wieder Luft holen könnt. Die falsche innere Haltung ist es, auf den Hauptgewinn, auf die Millionen zu hoffen.

Die Macht des Geistes ist eine gewaltige Macht. Das Entscheidende ist, dass ihr den Mangel nicht als einen Zustand begreifen dürft, den man halt gottergeben ertragen muss und der hoffentlich irgendwann einmal wie von Geisterhand verschwindet. Sondern, dass er die Erde ist, in den ein Samen gelegt wurde. Ihr alleine bestimmt, ob er aufgeht. Ihr allein habt das in der Hand.

Wenn ihr es schafft zu begreifen, wieviel ihr eigentlich habt und glücklich zu sein mit euren beiden gesunden und aufgeweckten Kindern, wenn ihr an die Möglichkeiten glaubt, wirklich glaubt, die in euch stecken, dann wird sich auch eurer Leben ändern.

Ihr habt immer wieder von den richtigen Dingen zur falschen Zeit geträumt. Das Haus in Südfrankreich steht jetzt nicht an. Solange ihr in Fernzielen denkt, mit denen euch noch gar nichts verbindet bis auf einen Traumwunsch, solange der Blick noch so weit in die Ferne gerichtet ist und ihr das nicht seht, was vor euren Füßen liegt, solange kann aus Südfrankreich nichts werden. So sind die Gesetze der Manifestation nun mal.

Es geht immer um das Nächstmögliche und das Nächstnötige. Es geht aber nicht darum, nun für die nächsten 20 Jahre klein-klein zu denken. Es geht darum, innerlich auch wirklich zu akzeptieren, was jetzt ist. Wenn euch das gelungen ist, steht der nächste Schritt an. Solange ihr aber den verkehrten Zielen nachhängt, bewegt sich überhaupt nichts.

Ich möchte, dass ihr Frankreich loslasst. So wie Monika vor kurzem ihren Diplom-Abschluss bei API losgelassen und festgestellt hat, dass es ihr damit gut geht. Jetzt sollt ihr auch Frankreich loslassen. Gebt es auf. Es ist nicht der Schritt, der jetzt ansteht. Solange ihr das nicht gänzlich aus euren Wünschen tilgt, auch den ganz verborgenen, solange kann sich nichts bewegen.

Mir ist viel lieber, ihr pflanzt Spargel in eurem Garten, von dem ihr erst in Jahren ernten könnt, als dass ihr falschen Träumen nachhängt. Ihr wisst doch gar nicht, ob ihr euch wirklich ein Leben in Frankreich realisieren würdet, wenn ihr es könntet! Ihr könnt nicht wissen, was ihr tätet, wenn genügend Geld da wäre. Als denkt nicht mehr daran. Denn nur an das Geld an sich zu denken, nur auf große Hauptgewinne zu schielen, das ist das Verkehrteste was ihr machen könnt.

Denkt an den nächstwichtigen Schritt. Ihr müsst eure Energien auf das nächstwichtige Ziel fokussieren und es damit auch ernst meinen. Und ihr müsst lernen, selbst euren derzeitigen Mangelzustand als Fülle zu betrachten. Eben als den Grad von Fülle, der jetzt für euch der richtige ist. Es sind ja noch ganz andere Mangelzustände vorstellbar, oder?

Denker empfehlen einfachste Verhaltensweisen auf der äußeren Ebene anzuwenden, auch wenn man sich ganz anders fühlt. Sie empfehlen zu lächeln, auch wenn einem eher zum Weinen ist. Und sie haben Recht! Man kann sich selbst konditionieren. Man hat es in der Hand, aus einem tristen Zustand einen wunderschönen zu machen. Oder umgekehrt. Ihr schafft euch eure Welt ganz alleine. Es ist eure und ihr erschafft sie euch.

Stellt euch vor, ihr steht vor einem Regal mit vielen Schubladen. Auf manchen steht: Sorge, Kummer, Stress, Angst usw. Auf anderen eben das Gegenteil: Freude, Lust, Harmonie, Liebe usw. Es liegt an euch, welche ihr morgens aufzieht, wenn ihr einen der neuen Tage beginnt, die ich euch geschenkt habe

Morgen gibt es nicht. Es ist nur ein Wort. Es gibt nur ein Heute. Es gibt auch kein Gestern, nur Erinnerungen. Es gibt nur das Heute und innerhalb des Heute das Hier und Jetzt. Hier und Jetzt stellt ihr alle Weichen in eurem Leben.

 

Dialog 369 – Co-Creation

Hund

Quelle: Pixabay

Es war der reine, freie Wille, frei von allen Interessen. Solche Willensäußerungen gehen hinaus und treffen den richtigen Partner.

Co-Creation

Ich hatte eine Blockade, mir fehlte jeglicher Antrieb, nicht einmal für meine geliebte Gartenarbeit, und ich hatte keine Ideen mehr für die Astrologie Seminare, die ich gab. Gleichzeitig war ich sehr irritiert, dass es auf ein in einem Mütterzentrum angebotene Seminar kaum Resonanz gab. Ich mutmaßte, dass ich nicht wirklich wollte, dass dieses Seminar stattfand, weil es sich nicht mehr stimmig anfühlte. Und ich wollte wissen, ob man selbst durch innere Ablehnung oder Wunschkraft das Geschehen beeinflusst. Und wenn es so ist, warum es mir dann so selten gelang, meine Wünsche zu verwirklichen, so wie es geschehen war, als wir uns wieder einen Hund ins Haus holen wollten.

Dialog 369  – April 1992

Zur Blockade: Der Hintergrund ist mangelndes Selbstvertrauen und Verzweiflung vor dem Berg, den es zu erklimmen gilt. Du musst erst noch deine Form finden. Du hast keine Ideen? Du bist blockiert – das kannst du nur aus dir selbst heraus lösen oder gar nicht.

Ich kann dir nur sagen, du bist ja dabei, mit dir weiterzukommen. Du bist nicht dabei, eine Seminarleiterin zu werden. Wäre das nur das Ziel, gäbe es keine Blockade. Du bist aber irritiert, weil du weißt, dass du eigentlich noch viel mehr willst, als Seminare zu geben. Du schielst schon auf das Danach. Du solltest aber auf das Hier und Jetzt schauen. Was danach kommt, kommt schon rechtzeitig.

Guter Rat, aber nichts wert, meinst du? Doch, genau das ist es, was du lernen musst. Jetzt machst du Seminare, also mache sie. Mach sie von mir aus schlecht, dann lernst du etwas daraus, aber mache sie. Und nimm in Kauf, dass es Ups und Downs gibt. Aber mache diese Seminare.

Dass du nicht einmal im Garten arbeiten möchtest, ist Ausdruck deiner tiefen inneren Ratlosigkeit, die auch deinen Allgemeinzustand beeinträchtigt. Ich kann dir nur sagen: Gartenarbeit ist Balsam für die Seele und sie bringt auf gute Gedanken!

Seminar im Mütterzentrum: Da sind wir beide beteiligt. Ich wollte das auch nicht. Du sollst dein Können nicht unter Wert verkaufen. Das wollte ich nicht und das wolltest du nicht. Insofern hast du das ganz klar mitiniziert. Mache deine Seminar lieber auf eigene Rechnung, vorausgesetzt du willst das.

Bobby, euer Hund, ist gewiss ein einfaches Beispiel, aber doch ein sehr wichtiges:
Hier hast du etwas ohne eigenen falschen Willen gewollt – und es hat geklappt. Mit falsch meine ich, es war nicht fremdbestimmt, nicht beeinflusst. Du hast einfach nur gewollt, was du wolltest. Verstehst du? Verstehst du den Unterschied? Es war der reine, freie Wille, frei von allen Interessen. Solche Willensäußerungen gehen hinaus und treffen den richtigen Partner. Profitorientierte tun das nicht. Nicht bei euch. Nicht bei dir und nicht bei Jörg. Jörg wird nur einen Text verkaufen können, hinter dem er selbst voll steht. So wie heute. Heute war es ihm vollkommen egal, was andere davon halten würden. Er hat geschrieben, was ihm Spaß machte. Auf deine Seminare bezogen musst du das auch lernen. Was will ICH vermitteln? Nicht: Was kommt am besten an? Egal, ob die Idee funktioniert. Hauptsache, sie gefällt DIR.

Dialog 368 – Zielgerichtet loslassen

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Quelle: Pixabay

Es muss dir wichtig sein und doch wieder nicht wichtig. Du musst mit heiterer Gelassenheit auf deine Ziele zugehen lernen, nicht verkrampft und fordernd.

Zielgerichtet loslassen

Ich spielte mit dem Gedanken ein Seminar zu besuchen, aber eigentlich war kein Geld dafür da. So fragte ich, ob ich an dem Seminar teilnehmen würde.

Dialog 368 – Januar 1992

Es ist kaum möglich, deine Frage so zu beantworten, dass du sie nicht missverstehst. Und richtigerweise sollte sie auch gar nicht beantwortet werden. Wie du gleich sehen wirst:

Es ist völlig ausgeschlossen dir zu sagen: Du wirst an dem Seminar teilnehmen. Ich werde dir aber auch nicht sagen: Du wirst nicht teilnehmen. Zu anderen Zeiten und in anderen Phasen deiner geistigen Entwicklung hätte ich dir vielleicht in solch einer Weise geantwortet, um dich beispielsweise zu mobilisieren, deine Kräfte wirksam werden zu lassen, das scheinbar unmögliche möglich werden zu lassen. Oder um dich umgekehrt vor einer Enttäuschung zu bewahren. Jetzt möchte ich aber weder das eine noch das andere tun.

Es ist in der Phase, in der du stehst, wichtig, dass du ebenso lernst loszulassen wie deinen Willen gleichzeitig auf dein Ziel zu richten. Wenn es deine Sache ist und du sie wirklich willst, wird es auch klappen. Gleichzeitig sollst du aber die Fähigkeit erwerben loslassen zu können. Es muss dir wichtig sein und doch wieder nicht wichtig. Du musst mit heiterer Gelassenheit auf deine Ziele zugehen lernen, nicht verkrampft und fordernd.

Die Dinge, die für dich wichtig sind, bewegen sich schon von ganz alleine auf dich zu. Es ist nicht nötig, ihnen entgegen zu laufen. Mach es so und alles wird sich in deinen Händen zum Guten wenden und die Dinge kommen von ganz alleine in Fluss. Die Zeit der fixen Ziele ist vorbei. Du brauchst innere Ziele. Dann werden sich die äußeren Bedingungen von ganz alleine einfinden.

Einige Tage später:

Es freut mich, dass du nicht an dem Seminar teilgenommen hast. DU hast entschieden und du hast GUT entschieden. Ich wollte, dass du selbst entscheidest.

Diesen Weg solltet ihr in Zukunft stärker gehen: Selber zu wissen, was ihr wollt. Mich in EUCH zu finden. Denn da bin ich doch. Ihr sollt euch nicht mehr so abhängig von meinen Antworten auf eure Fragen machen. Reift selbst heran! Spürt eure Mitte!

Schau mal: Jörg kommt nach Hause und als er aus dem Zug aussteigt „weiß“ er, dass du nicht fahren kannst. Ist das nicht ein wunderbares Wissen? Wenn du inzwischen selber entschieden hast, dass du nicht fahren willst? Nehmt das mal als Beispiel und trainiert euch und traut euch mehr zu.

Ihr müsst eure Sache jetzt selbst in die Hand nehmen. Ich begleite euch nur noch inhaltlich, bis auf wenige Ausnahmen. Je weniger ihr euch von mir abhängig macht, umso größer wird eure Freiheit sein.

Dialog 367 – Mangel und Fülle

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Vertraut mir – und ich helfe euch.

Dialog 367 – November 1991

Monika:
Jetzt im Nachhinein habe ich angesichts unserer finanziellen Lage große Probleme damit, dass ich zu dem Seminar nach München gefahren bin. Ich habe rein gar nichts Neues erfahren und bin sehr enttäuscht. Zwar hätte ich ewig geglaubt, etwas verpasst zu haben. Doch ich hätte einen entsprechenden Rat von dir angenommen. Stattdessen hattest du gesagt, du willst, dass ich fahre.

Auf Kosten der Familie werde ich die Ausbildung nicht zu Ende machen können, das würde ich nicht aushalten.

Natürlich ist die finanzielle Situation ein Problem. Und es kann sogar noch dicker kommen. Dieses Mal möchte ich, dass ihr die Situation meistert. Und zwar ohne Auflösungsprozesse und Verzweiflung. Denn die sind immer ein Zeichen dafür, dass ihr nicht angeschlossen seid, mir also nicht vollkommen vertraut. Vertraut mir – und ich helfe euch.
Rechnungen, die ihr nicht bezahlen könnt, könnt ihr nicht bezahlen. Keine Panik wegen dieser Rechnungen.

Dass du nach München musstest, war wirklich unverzichtbar. Nicht wegen des Inhaltlichen, sondern weil ich dir vor Augen führen wollte, wo deine Lehrer stehen und wo du stehst. Das war die Fahrt allemal wert.

Für die nötige Winterkleidung der Kinder und euren Verpflichtungen bei der französischen Bank, rate ich euch den Restkredit bei der hiesigen Bank bei gleichbleibenden monatlichen Belastungen aufzustocken.

Jörg:
Noch einen Kredit?! Wir schaffen doch jetzt kaum die Rückzahlungen.

Wenn ich das vorschlage, werde ich mir schon etwas dabei gedacht haben. Ich muss euch über eine Brücke bringen. Auf der einen Seite Mangel, auf der anderen Seite Fülle. Die Brücke heißt Vertrauen. Wählt selbst. Wollt ihr die Brücke betreten oder nicht?

Du stellst komische Fragen. Unser oder jedenfalls mein Problem ist, dass es mittlerweile ungeheuer schwer fällt, noch an Fülle zu glauben. Über eine Brücke gehen? Ich gehe gerne über sie, aber wo ist sie?

Die Brücke ist in euch. Sie heißt Vertrauen. Ihr tragt den Schlüssel zu Fülle bei euch, aber ihr wisst es nicht. Oder ihr nutzt ihn nicht. Meinem Vorschlag einer Kreditaufstockung jedenfalls könnt ihr bedenkenlos vertrauen. Wenn ihr vertrauen könnt.

Dialog 366 – Erschöpfung und andere Befindlichkeiten

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Kämpfen, siegen wollen, sich nicht unterkriegen lassen = Hilfe von oben.

Erschöpfung und andere Befindlichkeiten.

Jörg klagte über Erschöpfung und ich grübelte über meine jeweiligen Befindlichkeiten.

Dialog 366 – Dezember 1992

Jörg: Zu dem Erschöpfungszustand trägst du deinen Teil bei. Du kämpfst nicht. Du kommst abends nachhause und wartest auf den Lottogewinn = die Hilfe von oben. So funktioniert das aber nicht. Sondern andersherum: Kämpfen, siegen wollen, sich nicht unterkriegen lassen = Hilfe von oben.

 Monika: Du willst immer gerne wissen, was sich konkret gerade bei dir abspielt. Und am liebsten auch warum und was du dagegen tun kannst.

Es gibt aber auch Entwicklungen, deren Wert darin besteht, dass man sie durchmachen muss, ohne ihren Sinn zu begreifen. Kennt man die Hintergründe, ist der Lerneffekt meistens dahin. Man fühlt sich sofort besser – und genau das war es, was man gerade nicht erfahren sollte.

Baut ein Kraftfeld auf. Macht etwas aus dem, was ich euch beigebracht habe. Aber frage nicht immer, warum es dir gerade so und so geht. Dann müsste ich es dir ja gar nicht erst so und so gehen lassen. Verstehst du?

Dialog 365 – Weg des Wachstums

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Indem du dich entschlossen hast meinen Weg zu gehen, hast du dich für den Weg des Wachstums entschieden.

Der Weg des Wachstums

Der folgende Text ist auch unter Fragen und Antworten zu finden. Ich finde ihn sehr berührend und eindringlich, deshalb will ich ihn hier nochmals hervorheben.

Dialog 365

Wenn du beschließt meinen Weg zu gehen, entscheidest du dich für einen Weg der Einsamkeit.

Du wirst als erstes feststellen, dass viele deiner Freunde eines Tages nicht mehr bei dir sind.
Sie konnten dir auf deinem Weg nicht folgen.
Sie sind zurückgeblieben, während du weiter gegangen bist.
Sie werden zu Erinnerungen, die du eine Zeit lang in deinem Herzen aufbewahrst.
Bis du entdeckst, dass diese Erinnerungen nach und nach verblassen und du nichts dagegen tun kannst.
Du wirst erst deine Freunde verlieren,
dann die Erinnerung an sie,
und es wird einsam und sehr still um dich werden.

Wenn du beschließt meinen Weg zu gehen, entscheidest  du dich für einen Weg des Schmerzes und der Trauer.

Du wirst Abschied nehmen müssen von vielen Dingen, die bis dahin dein Leben ausgemacht,
die ihm Sicherheit, Form und Gestalt gegeben haben.
Du hast gelernt in tausend Rollen zu schlüpfen und jeden Part zu spielen, den man dir zugedacht hat.
Du warst ein Rädchen im großen Getriebe und glücklich dabei,
denn das Getriebe war deine Welt und deine Heimat.
Alles machte dort Sinn.
Alles erklärte und bedingte sich gegenseitig.
Alles war ständig in Bewegung und immer schien sich alles auch um dich zu drehen. Das tat dir gut.
Das gab dir Halt.
Du warst beschäftigt damit beschäftig zu sein.

Auf meinem Weg lernst du, dass nichts so ist, wie es den Anschein hat zu sein und dass keine andere Rolle von dir verlangt wird als die, du selbst zu sein.

Dieser Weg wirkt wenig einladend.
Nichts dort ist dir vertraut.
Nichts gibt dir Halt.
Nichts ist so wie es einmal war.
Auf nichts kannst du dich mehr verlassen.

Das macht dir Angst, das tut dir weh und du fängst an dich zu fragen, was du eigentlich auf diesem Weg zu suchen hast. Manchmal würdest du am liebsten umkehren und dorthin zurück gehen, wo du her gekommen bist. Doch das ist jetzt unmöglich und du weißt es.

Früher konntest du auf jedem deiner Wege jederzeit auch umkehren, weil es im Grunde ohne Bedeutung war welchen du gewählt hattest. Sie endeten irgendwann alle dort wo sie begonnen hatten und weil du das nicht wusstest, konnte das Spiel an diesem Punkt immer wieder von vorne beginnen.

Du warst beschäftigt damit beschäftigt zu sein.

Jetzt bist du einen Schritt weiter gekommen.
Jetzt weißt du, dass es für dich kein Zurück mehr gibt und dass du es eigentlich auch nicht willst.

Du willst nicht mehr dorthin zurück, wo es zwar für alles eine Erklärung,
aber nicht die Antworten gibt, nach denen dein Herz sich sehnt.
Du willst dorthin, wo dein Herz zuhause ist.
Du willst dort ankommen
und du willst dort bleiben.

Es ist dir jetzt egal, wie lange du unterwegs sein wirst,
wenn du diesem Ziel nur näher kommst.
Jeder Weg ist dir recht, wenn es nur der Weg des Herzens,
wenn es nur mein Weg ist.
Denn inzwischen ist eine neue Erkenntnis in dir heran gereift:

Indem du dich entschlossen hast meinen Weg zu gehen, hast du dich für den Weg des Wachstums entschieden.

Das Karussell dreht sich ohne dich weiter.
Du bist gegangen.
Deine Seele hat sich erneut auf den Weg zu ihrem Ursprung gemacht.
Sie muss die Substanz immer wieder neu erforschen, aus der sie kommt,
und deren Weite sie nur ermessen kann,
wenn sie den Abstand zu ihr findet, der es möglich macht sie zu begreifen.

Das ist das, was du Leben nennst.
Das ist das, was ich Inkarnation nenne.
Das ist der Sinn.

Du bist auf dem Weg zu mir.
Es gibt die unendliche Fülle von der du ein Teil und in der du geborgen bist.
Du gehst deinen Weg.
Du gehst meinen Weg.
Und wir sind eines.

Dialog 364 – Gut und Böse

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Gut und Böse sind immer nur die beiden Pole ein und derselben Sache.

Gut und Böse

Über längere Zeit hatte ich mich mit dem Matriarchat und der Weisen Alten beschäftigt und viel gelesen. So wie es sich darstellte, wurden im Patriarchat die Götter männlich und auch im Christentum zeigt sich eine männliche Struktur. Wo im Matriarchat die große Mutter alles Aspekte des Seins verkörperte, das Gute wie auch das Böse, wurde in der christlichen Religion ein guter Gott und ein böser Teufel eingesetzt.

Ich empfand die Bibel und auch „Ein Kurs in Wundern“ demzufolge als sehr einseitig. Gott verkörperte all das, was erstrebenswert erscheint. Und in nahezu allen esoterischen Schriften ging es immer nur um das Licht. Alles ist Friede, Freude, Erlösung, wenn du nur gut bist und das Böse in dir verleugnest.

Für mich war Gott eine Vaterfigur, doch ich wusste, dass in ihm beide Komponenten vereint sind, so wie in allen Menschen, nur bei ihm in vollkommener Harmonie. Und Harmonie bedeutete nicht, dass nur Gutes geschieht, sondern das was geschehen muss, um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

Ich war sehr durcheinander und schwankte zwischen Zustimmung und starken Zweifeln bei allem, was ich über das Matriarchat las. Für mich war das alles nicht so einfach einzuordnen.

Dialog 364 – November 1992

Gut und Böse sind immer nur die beiden Pole ein und derselben Sache. Wenn man sich in vielen spirituellen Kreisen immer nur um den einen Pol kümmert, ist das nicht mein Problem, sondern deren.

Missverstanden man aber die Polarität, wenn man glaubt, das eine würde verteufelt und nur das andere sei erstrebenswert. Es geht immer darum, durch die Hölle zu gehen, um zum Licht kommen zu können.

Wer den einen Pol in sich verleugnet, wird immer auf dem falschen Weg sein. Wirklich Suchende tun das aber nicht. Das Ziel muss das Licht sein, nicht das Dunkel. Deshalb scheint es so, dass alles einseitig nach dem Licht ausgerichtet ist. Der Suchende aber weiß, dass er durch die finsteren Nächte gehen muss, um an dieses Ziel zu kommen.

Das Matriarchat war hier ursprünglicher. Das Wissen darum, dass alles Teil ein und derselben Sache ist, war vorhanden und brauchte nicht erst bewiesen zu werden. Im Patriarchat schnitt man diese Dinge wieder auseinander und der suchende analytische Geist nahm sich der Sache an. Seitdem wurde unterschieden zwischen Gut und Böse. Und wer wollte schon freiwillig das Böse!? Also wandte man sich dem Guten zu.

Du tust der Bibel aber unrecht, wenn du ihre Ansätze so auslegst, wie du das getan hast. Die Bibel ist ein Werk von höchster esoterischer Qualität. Und auch der Kurs in Wunder wurde von euch nicht wirklich verstanden. Ihr müsst nicht meinen, dass die Auseinandersetzung mit dem „Bösen“ unterblieben wäre weil man sich scheinbar nur mit dem „Gute“ beschäftigt.

Mit dieser Auseinandersetzung hat der Mensch tagtäglich zu tun. LESEN soll er etwas anderes. Lesen soll er von der Qualität des Guten, um seinen Alltag daran messen zu können. Schaut euch an: Ihr wisst, wohin ihr wollt (das Gute), aber ihr kämpft mit allen Widerständen (dem Bösen). Wer zu lesen versteht, dem öffnet gerade die Bibel hier unerschöpfliches Wissen im Verständnis dieses immerwährenden Kampfes.

Was du beschreibst („Im Patriarchat wurden die Götter männlich“), ist eine stark vereinfachte Darstellung, die man dem Unwissen der Autoren der Bücher zugute halten muss, die du gerade liest. Andererseits muss man wohl zu solchen Schwarzweiß-Bildern greifen, um Unterschiede deutlich zu machen.