Erste Wirklichkeit

Erste Wirklichkeit

Die Ebene der Realität bzw. die Welt der sichtbaren Erscheinungsformen, nennt unsere spirituelle Führung ERSTE WIRKLICHKEIT. Hier ist der Verstand zuhause, hier kennt er sich aus, hier hat er für alles eine vernünftige Erklärung und wenn es die ist, dass es für etwas keine Erklärung gibt.

Realität ist die persönliche Interpretation der Wirklichkeit. Mithin gibt es so viele Interpretationen der Wirklichkeit, wie es Menschen auf der Welt gibt, und jede ist ebenso richtig wie sie falsch ist: Sie wird für den Einzelnen immer in sich stimmig sein, aber sie beschreibt die Wirklichkeit nicht wie sie ist.

Das bedeutet, dass jeder von uns der Schöpfer seiner Realität ist, und das nicht nur im landläufig bekannten Sinne à la „jeder ist seines Glückes Schmied“. Nehmen wir das Bild eines Bühnenstückes oder eines Filmes zum Vergleich, so sind wir Autoren, Regisseure und Hauptdarsteller in einer Person. Es steht uns frei, ob wir unser Script immer wieder umschreiben, wenn uns seine Intention nicht mehr gefällt, oder ob wir die Handlung einfach laufen lassen. Doch wofür immer wir uns auch entscheiden, es geschieht in unserer Verantwortung. Auf Zufälle dürfen wir uns nicht berufen, wenn uns die Entwicklung der Dinge nicht gefällt, wir aber unfähig sind, das zu ändern. Es gibt keine Zufälle.

Gott

Gott

Ich weiß  auch heute noch nicht genau, wo GOTT eigentlich seinen „Hauptwohnsitz“ hat, aber ich weiß, wo wir ihn jederzeit finden können: in uns. Das mag sich vielleicht für manche zu einfach anhören, uns hat es immerhin Jahre gekostet, zu dieser einfachen Erkenntnis zu gelangen.

Wir sind beide mit dem typischen Gottvater-Bild aufgewachsen, das uns die Kirchen vermittelt haben:Gott, der Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, ist „irgendwo da draußen“, sein Ratschluss ist unerforschlich, und wir sind seine Kinder. Er bestraft und belohnt, und oft lässt er Dinge zu, die kein Mensch begreift: Leid, Not, Katastrophen usw.

Dieses Gottesverständnis ist zwar naiv, aber weitverbreitet und auch wir hatten lange Zeit kein besseres bzw. wir hatten überhaupt keines, weil wir uns mit dem nicht anfreunden konnten.

Heute spüre ich die Nähe GOTTES sehr viel unmittelbarer.

Ich erlebe ihn, wenn ich vollkommenes Vertrauen darin habe, dass die Dinge, so wie sie sind, gut sind (Das gilt auch dann, wenn sie mir Bauchschmerzen bereiten.). Und ich erlebe ihn, wenn es mir gelingt, andere Menschen so lassen zu können wie sie sind, anstatt zu glauben, sie „verbessern“ zu müssen.

Das Gefühl, das sich einstellt, wenn beides zusammenkommt, ist für mich Liebe. Auch das ein Begriff, den wir viele Jahre lang nicht wirklich mit Inhalt füllen konnten.

Inzwischen ist GOTT und Liebe für mich ein und dasselbe. (Was noch nicht heißt, dass dieses Wissen auch mein gesamtes Handeln schon durchdringen würde. Da habe ich noch einiges zu lernen.)

Wir erlebten GOTT in uns, das ist wohl das Entscheidende. Wir horchten nach innen, wenn wir seinen Rat brauchten, und dort fanden wir  auch alle Antworten. Wir nannten diese spirituelle Führung GOTT, weil ihre Ratschläge für uns der Inbegriff von Weisheit überhaupt sind. Manchmal wurden wir gefragt, woher wir denn wüssten, dass es sich wirklich um GOTT handele. Die Antwort lautet: Wir wissen es nicht, wir fühlen es. Aber wir wissen, dass es ein gutes Gefühl ist :-))

Dass sich über ein Thema wie GOTT natürlich noch einiges mehr sagen ließe, als wir in diesen knappen Zeilen zusammengetragen haben, wieß ich selbstverständlich . Ich belasse es dennoch dabei, weil diese Definition alles enthält, was man wissen muss, um unseren spirituellen Weg (und damit auch diese Site) zu verstehen.

Ego

Ego

Die Summe unserer Interpretationen von der Wirklichkeit und der Vorstellungen von unseren Rollen innerhalb dieser Wirklichkeit. Das Ego ist in der Ersten Wirklichkeit (Realität) beheimatet und nur innerhalb ihrer Grenzen vorstellbar und existent. Es ist zugleich auch ein Abbild der Seele, sozusagen ihre von uns geschaffene „irdische Ausgabe“, so wie die Realität ein Abbild der Wirklichkeit und nicht die Wirklichkeit selber ist.

Herz / Die Stimme des Herzens

Herz / Die Stimme des Herzens

Die Stimme des Herzens ist „ganz einfach“ die Stimme Gottes.

Hätten wir nicht mit dem Betreten dieser Welt verlernt sie zu verstehen, würde uns viel Leid erspart bleiben, denn die Stimme des Herzens ist zugleich die Stimme der Liebe. Jeder Weg, zu dem das Herz uns rät, ist ein Weg des Lichtes. Jeder Rat, den das Herz uns gibt, wird von Gedanken der Liebe getragen.

Leid mag ein mächtiger Führer sein, doch können die Einsichten, die wir aus leidvollen Erfahrungen gewinnen, auch auf anderem Wege – ohne Schmerz – erworben werden. WENN wir lernen, diese Stimme wieder wahrzunehmen.

Die Stimme des Herzens wird häufig mit der Stimme der Seele gleichgesetzt. Das mag seinen Grund darin haben, dass wir die Seele in irgendeiner Form immer auch als Sitz unserer Gefühle betrachten („das tut mir in der Seele weh“). Dem ist jedoch nicht so. Die Seele trachtet danach, mit unserer Hilfe und durch unsere irdische Existenz ganz bestimmte, für sie wichtige Lernerfahrungen zu machen, und es ist aus Sicht der Seele dabei unerheblich, ob wir an diesen Erfahrungen Freude haben oder ob sie uns Schmerzen bereiten. Ihr kommt es einzig auf die Qualität der Erfahrung an.

Gott sieht das anders. Wenn wir ihn als unseren Führer wählen, werden wir immer die lichtvolle Form einer Erfahrung machen, anstatt ihre dunkle Seite kennen lernen zu müssen. Die Stimme des Herzens wird also immer darum bemüht sein, uns auf Wegen des Lichts zu führen.

Höheres Selbst / Göttliches Selbst

Höheres Selbst / Göttliches Selbst

Unser kosmisches Bewusstsein davon, dass es einen göttlichen Anteil in uns gibt. In mystischen Schriften auch „göttlicher Funke“ genannt.

Das Höhere oder auch Göttliche Selbst ist gleichzeitig unsere Verbindung zur Seele, quasi der Dolmetscher den wir brauchen, um sie zu verstehen und um von ihr verstanden zu werden. Wenn wir mit unserem Höheren Selbst Kontakt aufnehmen, sprechen wir unsere Seele an.

Magie und Zauberer

Magie und Zauberer

Zwei Begriffe, die auf den ersten Blick in einem spirituellen Kontext nichts verloren haben, die wir aber dennoch aus gutem Grund verwenden: Die „Gestaltung der Realität“ ist als schöpferischer Vorgang für uns zugleich auch ein magischer: Wir arbeiten mit Kraftfeldern und Energien, um unsere Ziele zu erreichen, und wir haben es gleichzeitig mit Kräften und energetischen Widerständen zu tun, die uns daran zu hindern versuchen. Sich in diesem Spannungsfeld bewusst zu bewegen, sich also auch der gegen uns gerichteten Kräfte gegenwärtig zu sein, und dieses Wissen in unser schöpferisches Handeln einzubeziehen, bezeichnen wir als magischen Vorgang.

Täten wir das nicht, müssten wir einen erheblichen Teil dessen, was uns in Form von unerklärlichen Ereignissen und Fügungen begegnet, dem „Zufall“ zuschreiben. Indem wir es in einen magischen Zusammenhang stellen, bleiben wir handlungsfähig: Mit Kräften, die sich uns und unseren Interessen in den Weg stellen, können wir uns auseinandersetzen. Gegen den Zufall wären wir machtlos.

Seele

Seele

Sie ist unsere metaphysische Verbindung zum lebenden Universum.

Die Seele hat göttliche Qualität, sie ist jedoch nicht im göttlichen Sinne perfekt, sondern auf dem Wege zu dieser Perfektion. Sie ist kosmischen Ursprungs und ein Fragment des göttlichen Ganzen. Sie verlässt die Quelle ihrer Herkunft unmittelbar nach ihrer „Geburt“ (Trennung vom göttlichen Ganzen), um über Körper und Erfahrung ihren Lernweg und Wachstumsprozess zu durchlaufen. Sie strebt zurück zu ihrem kosmischen Ursprung, um am Ende ihrer Reise in das sich ausdehnende göttliche Ganze des Universums einzugehen.

Solange wir auf der Erde sind, befindet sich auch unsere Seele auf der Reise. Dabei sind ihre Vorstellungen davon, welche Lernprozesse für sie wichtig, ja unverzichtbar sind, nicht notwendigerweise identisch mit unseren Vorstellungen von einem angenehmen und sinnvollen Leben. Wir müssen also jederzeit damit rechnen, dass unsere Seele an Erfahrungen interessiert ist, die den Interessen unseres Egos zuwider laufen. Richtigerweise müsste man sogar sagen, dass dies eher die Regel als die Ausnahme ist.

Dieses Spannungsfeld ist die Ursache von Leid, das wir erfahren. Unsere Seele strebt nach Erfahrungen, die unser Ego, sobald es die Absichten der Seele erkennt, in aller Regel und unter allen Umständen zu verhindern sucht. Das zwingt die Seele dazu, andere Wege zu beschreiten, um zu ihrem Ziel zu kommen und sie wird das so oft und so lange tun, bis sie sich durchgesetzt hat.

Für uns wird das immer ein leidvoller Prozess sein, der uns schlimmstenfalls sogar das Leben kosten kann. Dann nämlich, wenn die Seele sich entschließt, ihren Weg in einem anderen Körper mit einem anderen, weniger widerspenstigen Ego fortzusetzen.

Unser Ego kann eine Seele auf ihrer Reise zwar aufhalten, aber es wird sie niemals von ihren Zielen abbringen können.

Glücklich verläuft unser Leben, wenn es uns gelingt, im Einklang mit unserer Seele zu sein, denn sie wird immer die lichtvolle Form einer Erfahrung ihrer dunklen Variante vorziehen. Behindern wir sie nicht dabei, teilen wir diese lichtvolle Erfahrung soweit, wie sie auch in unserem irdischen Leben manifest werden kann.

Die Quelle in uns, die in der Lage ist die Chancen zu erkennen, die das Streben der Seele nach göttlicher Vollkommenheit und Größe für unser Leben darstellt, ist das Herz. Die Stimme des Herzens ist – im Gegensatz zu der Stimme unseres Egos – die innere Führung, der wir uns bedenkenlos anvertrauen können.

Verstand

Verstand

Sehr nützlich und brauchbar, wenn es darum geht, sich auf der Ebene der Ersten Wirklichkeit zurecht zu finden. Als Führer aber völlig unbrauchbar auf der Ebene der Zweiten Wirklichkeit . Auch um Gott begreifen zu können, ist der Verstand keine Hilfe. Das zeigen nicht zuletzt die in Fällen von Leid und Katastrophen immer wieder gestellten „Wie-konnte-Gott-das-zulassen-Fragen“, auf die noch niemand eine Antwort gefunden hat, die unseren Verstand jemals zufriedengestellt hätte.

Verstand ist rückwärts gerichtet. Er ist der Rechner, auf dessen Festplatte unsere Erfahrungen und Beobachtungen gespeichert sind. Aus ihnen zieht er seine Schlüsse, und was er uns vorschlägt klingt meistens „sehr vernünftig“, mehr ist von ihm allerdings nicht zu erwarten. Der Verstand bewegt sich in engen Grenzen.

Intuition ist ihm ebenso ein Gräuel, wie alles Ungreif- und Unbeweisbare. Für Visionen kann er sich nur erwärmen, wenn genügend gute Gründe für ihre Realisierbarkeit sprechen. Auf Experimente mit offenem Ausgang würde er sich freiwillig niemals einlassen, und es muss schon eine gehörige Portion Willen mit ins Spiel kommen, um ihn hier zum Handeln zu zwingen. Insofern ist der Verstandauch ein ziemlich vorsichtiger, ja ängstlicher Berater. Er mag keine Veränderungen, bei denen er befürchten muss, die Kontrolle zu verlieren

Das Problem ist, dass er über das wichtige Kommunikationsmittel der Sprache verfügt. Dadurch müssen wir ihn auch dann einsetzen, wenn es um Fragen geht, von denen er eigentlich überhaupt nichts versteht. Was dabei herauskommen kann, ist gelegentlich in Diskussionen über spirituelle Themen sehr anschaulich zu beobachten ;-))

Wille

Wille

Der Wille (nicht zu verwechseln mit dem Wollen) ist gestaltende, göttliche Kraft und nimmt unmittelbaren Einfluss auf die Abläufe innerhalb unserer Realität. Der Wille ist der Hausherr der Zweiten Wirklichkeit, während das Wollen auf der Ebene der Ersten Wirklichkeit angesiedelt ist. Wenn wir etwas wollen, wünschen wir es uns herbei, bringen aber damit gleichzeitig zum Ausdruck, dass wir uns wenig oder gar keinen Einfluss darauf zutrauen, das Herbeigewünschte auch zu erhalten. Der Wille dagegen ist zielgerichtete Energie, die kein anderes Ergebnis als das anvisierte zulässt.

Wenn wir beide ein Ziel beschlossen haben, zerbrechen wir uns nicht mehr lange den Kopf darüber, wie es erreicht werden könnte, wir geben den Auftrag an unseren Willen weiter und widmen uns neuen Aufgaben. Wenn der Beschluss im Einklang mit unserem „Plan“ steht, also mehr als nur ein Wunsch war, sondern auch spirituell Sinn macht, dann wird der Wille das Weitere veranlassen. Das bedeutet in der Praxis: Wir haben gute Aussichten, in dieser Sache zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um dort das Richtige tun zu können.

Zweite Wirklichkeit

Zweite Wirklichkeit

Sie ist die Welt jenseits der sichtbaren Erscheinungsformen. Sie ist die Ebene des Willens und dieser ist Teil der schöpferischen Kraft, die Gott uns verliehen hat. Von hier aus wird die Ebene der Ersten Wirklichkeit, die Realität, gestaltet.

Wie die Zweite Wirklichkeit gesehen oder erlebt wird, ist individuell ganz verschieden. Manche Menschen haben auf dieser Ebene Wahrnehmungen von feinstofflichen Wesen, vielleicht von Engeln oder Naturgeistern. Andere (dazu gehören wir) erfahren von hier aus die Natur als eine „Gesamtpersönlichkeit“, die in ihrer Erscheinung weit über das hinaus geht, was unsere Augen sehen. Wir erleben sie als lebendiges, ganzheitliches Wesen mit eigenem Körper, eigenem Geist und eigener Seele.

Die Wahrnehmung von Kraftfeldern gehört dazu. Eine sehr nützliche Fähigkeit, wenn es darum geht, Orte mit guter energetischer Ausstrahlung von solchen zu unterscheiden, an denen sich aufzuhalten uns schwächen würde (das gilt natürlich nicht nur innerhalb der Natur, sondern kann an jedem Ort nützlich sein). Dazu gehört weiterhin die Fähigkeit, „Kontakt“ zu Bäumen und Pflanzen aufnehmen zu können, indem wir ihre Energiefelder erspüren und sie mit den unseren in Einklang bringen. Eine wohltuende, kraftvolle und vor allen Dingen kraftspendende Übung, durch die wir uns mehr als einmal die Energie geholt haben, um innerhalb unserer Realität in existentiell bedrohlichen Situationen Lösungen herbeizuführen, die wir vom Verstand her niemals für möglich gehalten hätten.