69 – Zugang zu Gott

Zugang zu Gott

Corinna will wissen, wie sie es schafft, selbst einen Zugang zu dir zu finden? Auch fragt sie sich, wie es kommt, dass gechannelte Botschaften bei verschiedenen Leuten sich oft so weit voneinander unterscheiden, obwohl sie sich auf dieselbe Frage beziehen.

 

Antwort:

Dass Antworten so unterschiedlich ausfallen können, hat sehr oft mit den Quellen zu tun, aus denen sie bezogen werden. Channeling ist als Verfahren nicht ohne Risiko, weil der Zugang auch von Geistwesen genutzt werden kann, zu denen gar keine Verbindung gesucht worden war. Die Authentizität der Quelle beurteilen zu können ist zwar eigentlich gar nicht so schwierig, trotzdem gelingt es nicht jedem, weil sehr oft einfach der Respekt zu groß ist, überhaupt eine Verbindung zustande gebracht zu haben. Geistwesen haben, je nachdem von welcher Ebene sie sprechen, die unterschiedlichsten „Interessen“, könnte man sagen. Aber das sind eben nicht immer die der Fragesteller.

Zwischenfrage von Jörg:
Wenn es nicht schwer ist, das zu unterscheiden, wie macht man es dann? Wie mache ICH das? Ich bin mir überhaupt nicht bewusst, ein bestimmtes Verfahren anzuwenden.

Ich habe auch nicht gesagt, dass es sich dabei um ein Verfahren handelt. Was dich angeht, so hast du erstens im Laufe der vielen Jahre, in denen diese Verbindung zwischen uns schon besteht, eine perfekte Sicherheit erworben. Du weißt einfach ganz genau, ob du in Verbindung mit mir oder mit einem anderen Geistwesen stehst. Wenn du es einmal nicht merkst, hat spätestens Monika es beim Lesen festgestellt. Und wenn eine Botschaft, die nicht von mir kam, beide „Kontrollen“ passieren konnte, mag das aus bestimmten Gründen trotzdem eine wichtige Nachricht für euch gewesen sein.

Worauf es ankommt ist, dass sich die Botschaft „gut“ für den anfühlt, der sie erhält oder für den sie gedacht war. Keinesfalls sollte man eine Botschaft blindlings nur deshalb befolgen, weil sie geschickt worden ist. Denn wie ich dir heute bereits sagte ist immer auch der Fall denkbar, dass eine Botschaft zwar deine Frage beantwortet, aber sich eigentlich an einen ganz anderen Menschen richtet. Jemanden, den du vielleicht gar nicht kennst und der niemals auf den Gedanken gekommen wäre, mir eine Frage zu stellen. Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass ihr jede Botschaft veröffentlicht und sie so viel Menschen wie möglich zugänglich macht. Die Antwort, die du heute für den Komponisten empfangen hast, galt nicht nur ihm!

Du weißt, wann eine Antwort für dich stimmt. Du weißt es, wenn du dein Herz befragst. Und damit sind wir auch schon beim ersten Teil von Corinnas Frage: Lass es einfach zu! Ich bin, um mit einem Bild zu sprechen, so nahe bei dir, dass ich dich berühren könnte. Gerade für dich könnte es so leicht sein, die Verbindung mit mir herzustellen. Du würdest dich wesentlich leichter damit tun, als Jörg es jemals konnte. Er hat lange gebraucht, bis er wirklich offen für diese Erfahrung war. Bei dir würde es schneller gehen. Versuche es einfach und versuche es immer und immer wieder. Mach es wie Jörg. Sein „Verfahren“ eignet sich auch für dich. Schreib deine Frage auf und lass sie auf dich wirken. Hör auf dein Herz und du wirst mich hören. Meine Stimme hat einen ganz besonderen Klang. Für dich einen anderen als für Jörg, aber darauf kommt es nicht an. Es ist eine Stimme, der du sofort vertrauen wirst, nachdem die sie einmal gehört hast.

Es gibt keinen Grund damit zu warten. Lass dich einfach darauf ein und lass dich nicht entmutigen, wenn du anfangs entweder gar nichts zu hören scheinst, oder wenn im Gegenteil gleich sehr viele Stimmen auf dich einreden. Auch das ist jederzeit möglich, denn Geistwesen nutzen jeden Kanal, der sich ihnen öffnet.

Stell ruhig Fragen an mich über Jörg, wenn du unsicher bist und meinen Rat brauchst. Jörg hat in den ersten Monaten unserer Verbindung manchmal den größten Unfug aufgeschrieben und es für meine Botschaften gehalten. Es ist eben für einen Anfänger nicht ganz einfach, die Herkunft klar zu erkennen, aber mit der Zeit entwickelst du ein immer feineres „Gehör“ für meine Stimme. Ich habe Jörg und Moni damals in solchen Fällen immer dann gewähren lassen, wenn ich wusste, dass die Antwort keinen großen Schaden anrichten konnte. Andernfalls habe ich sie gewarnt. Und so würde ich das bei dir am Anfang auch machen.

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68 – Ziel der Seele

Ziel der Seele

Es hat lange Zeit gedauert, bis ich wirklich zu dir gefunden habe. Und es hat fast so lange gedauert zu erkennen, dass es außerhalb von mir nichts gibt. Diese Erkenntnis stellte mein Leben komplett auf den Kopf. Es fällt mir auch heute noch nicht leicht, bei allem was ich tue, sage und denke zu bedenken, dass alles eine Auswirkung hat. Es fordert dich auf, sehr einfühlsam und sensibel mit alle deinen Worten und Gedanken umzugehen, wo ich ehrlich gesagt auch noch dran arbeiten muss. Gerade zwischen zwei Menschen, die sich eben erst begegnet sind und noch nicht viel voneinander wissen ist es besonders schwierig, die richtigen Worte zu finden.

In mir steckt immer noch dieses kleine verletzte Mädchen, das eine Heidenangst vor neuen Verletzungen hat. Ich habe schon sehr viele Beziehungen hinter mir. Jede einzelne hat mir zwar Erfahrungen gebracht und mich verändert, aber wie schon gesagt auch sehr viele Narben hinterlassen.

Nun habe ich einen Mann kennen gelernt, der so ganz anders ist und dieses Anderssein – ich kann es noch nicht einmal mit Worten beschreiben – macht mir Angst und dennoch fühle ich mich bei ihm sicher. Ich empfinde eine Vertrautheit, die ich mir nicht erklären kann.

Meine Frage an Dich: Sind sich unser Seelen schon in früheren Leben begegnet und wenn ja, haben wir eine Chance, den Rest unserer beiden Leben noch miteinander zu verbringen?

Antwort:

Vertrautheit und das unmittelbare Gefühl von Liebe und Geborgenheit einem Menschen gegenüber, dem du eben erst begegnet bist, ist nicht immer ein Zeichen dafür, dass sich zwei Seelen wiedergefunden haben. Und darauf kommt es im Grunde auch gar nicht an. Wenn das Gefühl von Liebe, Verbundenheit und Vertrauen da ist, dann sei dankbar für diese Gefühle und lebe die Situation. Lass dein Herz die neue Spur verfolgen und vertraue seiner Führung. Solche Gefühle und Erfahrungen sind selten und deshalb sind sie kostbar. Ob sich zwei Seelen dabei zum ersten oder zum wiederholten Male getroffen haben ist nebensächlich.

Seelen wird immer wieder unterstellt, sie seien auf der Suche nach einem Partner und erst zufrieden, wenn dieser gefunden ist. Das sieht aus Sicht der Seelen jedoch ganz anders aus. Das Ziel der Seele ist es zu reifen, zu wachsen und sich, Erfahrung um Erfahrung, Inkarnation um Inkarnation, dem einzigen Ziel zu nähern, das aus ihrer Sicht wirklich von Bedeutung ist: der Rückkehr zu ihrem Ursprung, das Einswerden mit dem Universum. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihr jede Erfahrung willkommen, an der sie wachsen kann. Das können, aber das müssen nicht notwendigerweise harmonische, freudvolle und erfüllende Erfahrungen sein.

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67 – Weihnachtsgefühle

Weihnachtsgefühle

Es ist Weihnachten und es ist bei mir einfach kein besonderes Gefühl da. Ich wurde nicht besonders christlich erzogen und trotzdem war da an Weihnachten immer ein Gefühl besonders viel Liebe zu fühlen. Viele Menschen, mit denen ich gesprochen habe, sagen alle, dass es ihnen genauso geht.

Dieses Jahr ist es nun anders…liegt das nur daran, dass ich (wir) dieses Verbundenheitsgefühl, die Liebe zu allen und allem, nun ganz oft sowieso spüre.

Antwort:

Weihnachten gehört zu den Tagen, an denen viele Menschen etwas tun, das ihnen sonst im Laufe eines Jahres nur sehr selten in den Sinn kommt: Sie halten inne. Sie leisten sich eine Pause vom Alltag und den dort üblichen Denkweisen, die das Handeln bestimmen und damit kommt weitgehend auch die Realität zur Ruhe. Es entsteht so eine Art geistiges Vakuum. Ein innerer Raum, der sonst mit Gedanken aller Art gefüllt ist, und das schafft Raum für die Seele. Raum, in dem sie sich äußern kann, spürbar wird, dem Menschen nahe ist wie sonst nur in sehr wenigen wichtigen Momenten des Lebens.

Die Weihnachtszeit hat Seelenformat. Und vielen Menschen gelingt in dieser Zeit etwas, was ihnen sonst sehr viel schwerer fällt: Sie nehmen dieses feine Stimmchen wahr, das sonst im Lärm des Alltags auf der Ebene der 1. Wirklichkeit sehr leicht untergeht: Die Stimme ihres Herzens und damit die Stimme ihres eigenen inneren göttlichen Selbst.

Das ist es, was diese Tage so besonders macht und ihnen eine Kraft verleiht, die „gewöhnlichen“ Tagen in der Regel fehlt: Die Kraft der Liebe. Zur Weihnachtszeit verdichtet sie sich und wer feinfühlig genug ist, nimmt diese ganz besonderen, diese reinen, klaren Schwingungen natürlich wahr.

Es verhält sich damit ähnlich wie mit der Kraft, die in Kirchen, Kapellen, Tempeln, Kathedralen, in allen Räumen anzutreffen ist, in denen Menschen zum Zweck des Gebets zusammenkommen. Die Mauern sind gesättigt mit diesen Schwingungen und wer dafür ein Gespür hat, nimmt das mühelos wahr.

Deshalb ist dir die Weihnachtszeit immer schon als etwas Besonderes vorgekommen. Du hast das Gespür, von dem ich rede. Du schaust mit dem Herzen auf die Dinge und damit erhältst du andere Antworten als Menschen, die sich allein auf die Führung ihres Verstandes verlassen.

Heute bist du über dieses Stadium längst hinausgewachsen. Dein Herz ist dein Ratgeber und die Kraft der Liebe erlaubt dir Menschen von einer Seite wahrzunehmen, die der weniger weit entwickelten Seele verborgen bleibt. Deshalb ist für dich, was die Liebe betrifft, praktisch jeden Tag Weihnachten. Eigentlich ein Grund sich zu freuen nicht wahr?

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66 – Weg des Wachstums

Weg des Wachstums

All die Texte in Gespräche mit Gott sind so schön. Und manche ganz besonders. Und irgendwie möchte ich auch so einen schönen Text haben. Einen ganz alleine für mich. Was meinst du, kannst du das übermitteln?

Eigentlich habe ich keine bestimmte Frage – oder tausend unwichtige Fragen. Ich möchte nur so einen wunderwunderschönen Text für mich haben.

Antwort:

Wenn du beschließt meinen Weg zu gehen, entscheidest du dich für einen Weg der Einsamkeit.

Du wirst als erstes feststellen, dass viele deiner Freunde eines Tages nicht mehr bei dir sind.
Sie konnten dir auf deinem Weg nicht folgen.
Sie sind zurückgeblieben, während du weiter gegangen bist.
Sie werden zu Erinnerungen, die du eine Zeit lang in deinem Herzen aufbewahrst.
Bis du entdeckst, dass diese Erinnerungen nach und nach verblassen und du nichts dagegen tun kannst.
Du wirst erst deine Freunde verlieren,
dann die Erinnerung an sie,
und es wird einsam und sehr still um dich werden.

Wenn du beschließt meinen Weg zu gehen, entscheidest  du dich für einen Weg des Schmerzes und der Trauer.

Du wirst Abschied nehmen müssen von vielen Dingen, die bis dahin dein Leben ausgemacht,
die ihm Sicherheit, Form und Gestalt gegeben haben.
Du hast gelernt in tausend Rollen zu schlüpfen und jeden Part zu spielen, den man dir zugedacht hat.
Du warst ein Rädchen im großen Getriebe und glücklich dabei,
denn das Getriebe war deine Welt und deine Heimat.
Alles machte dort Sinn.
Alles erklärte und bedingte sich gegenseitig.
Alles war ständig in Bewegung und immer schien sich alles auch um dich zu drehen. Das tat dir gut.
Das gab dir Halt.
Du warst beschäftigt damit beschäftig zu sein.

Auf meinem Weg lernst du, dass nichts so ist, wie es den Anschein hat zu sein und dass keine andere Rolle von dir verlangt wird als die, du selbst zu sein.

Dieser Weg wirkt wenig einladend.
Nichts dort ist dir vertraut.
Nichts gibt dir Halt.
Nichts ist so wie es einmal war.
Auf nichts kannst du dich mehr verlassen.

Das macht dir Angst, das tut dir weh und du fängst an dich zu fragen, was du eigentlich auf diesem Weg zu suchen hast. Manchmal würdest du am liebsten umkehren und dorthin zurück gehen, wo du her gekommen bist. Doch das ist jetzt unmöglich und du weißt es.

Früher konntest du auf jedem deiner Wege jederzeit auch umkehren, weil es im Grunde ohne Bedeutung war welchen du gewählt hattest. Sie endeten irgendwann alle dort wo sie begonnen hatten und weil du das nicht wusstest, konnte das Spiel an diesem Punkt immer wieder von vorne beginnen.

Du warst beschäftigt damit beschäftigt zu sein.

Jetzt bist du einen Schritt weiter gekommen.
Jetzt weißt du, dass es für dich kein Zurück mehr gibt und dass du es eigentlich auch nicht willst.

Du willst nicht mehr dorthin zurück, wo es zwar für alles eine Erklärung,
aber nicht die Antworten gibt, nach denen dein Herz sich sehnt.
Du willst dorthin, wo dein Herz zuhause ist.
Du willst dort ankommen
und du willst dort bleiben.

Es ist dir jetzt egal, wie lange du unterwegs sein wirst,
wenn du diesem Ziel nur näher kommst.
Jeder Weg ist dir recht, wenn es nur der Weg des Herzens,
wenn es nur mein Weg ist.
Denn inzwischen ist eine neue Erkenntnis in dir heran gereift:

Indem du dich entschlossen hast meinen Weg zu gehen, hast du dich für den Weg des Wachstums entschieden.

Das Karussell dreht sich ohne dich weiter.
Du bist gegangen.
Deine Seele hat sich erneut auf den Weg zu ihrem Ursprung gemacht.
Sie muss die Substanz immer wieder neu erforschen, aus der sie kommt,
und deren Weite sie nur ermessen kann,
wenn sie den Abstand zu ihr findet, der es möglich macht sie zu begreifen.

Das ist das, was du Leben nennst.
Das ist das, was ich Inkarnation nenne.
Das ist der Sinn.

Du bist auf dem Weg zu mir.
Es gibt die unendliche Fülle von der du ein Teil und in der du geborgen bist.
Du gehst deinen Weg.
Du gehst meinen Weg.
Und wir sind eines.

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65 – Wachstum der Seele

Wachstum der Seele

Ich glaube daran bzw. es ist eher eine Gewissheit, dass wir alle miteinander verbunden sind, da wir alle aus deiner Essenz SIND, oder auch anders ausgedrückt, dass du ALLES bist was IST.

Meinem Gefühl nach gibt es verschiedene Seelenanteile. Bei einem gewaltsamen Tod, oder auch Freitod, kann ein Seelenanteil am Ort des Todes zurückbleiben. Ich kann es in Worten schlecht beschreiben – ich bin jedoch sicher, dass du mein Bild zu „Felix“ empfängst. Oder nehme ich „andere“ Seelen wahr, die den Weg ins Licht nicht gefunden haben und interpretiere sie als Seelenanteil?

Möchtest du mir bei dieser Herzensfrage weiterhelfen?

Antwort:

Ich freue mich über diese Frage ganz besonders, denn sie gibt mir die Möglichkeit einmal mehr darzustellen, wie sinnvoll und einfach die Dinge im Grunde miteinander verknüpft sind. Wie schlicht und doch wie schön das niemals gleiche Muster ist, das für euch aus Liebe und Tod immer wieder neu gewirkt wird. Denn wenn auch nicht mit dem Verstand, mit dem Herzen sind diese Dinge sehr wohl wahrnehmbar.

Es lohnt sich also immer wieder neu zu versuchen sie euch zu beschreiben. Der Verstand mag sich sträuben, aber euer Herz liest die Bedeutung solcher Botschaften zwischen den Worten heraus und versteht.

Doch weil du nicht der einzige Mensch bist, der sich für diese Fragen interessiert, lass mich die Gelegenheit nutzen, auch ein klein wenig zu „dozieren“, während ich dir antworte. Manches wirst du schon wissen anderes mag dir aber auch neu sein.

Du weißt, das irdische Leben ist ein Ausflug eines Seelenanteils in die Welt der Erfahrungen. Ein Ausflug von vielen, die er unternimmt, um unter den Bedingungen von Zeit und Raum in der Körperlichkeit eines neuen Ich zu lernen und zu wachsen.

Aus Sicht deiner Seele ist das irdische Leben also eine Art von „Bildungsreise“, auf der sie lernt zu der Größe heran zu wachsen, die sie letztendlich befähigt mit allem in Verbindung zu treten, mit allem verbunden zu sein, somit eins mit mir zu werden und am Ende alles was ist zu SEIN.

Seelen sind Kinder in den Augen Gottes. Sie wachsen und reifen heran, sie lernen ihre Lektionen wie Kinder, und – sie dehnen sich aus.

Denn das Wachstum der Seele ist ihre Ausdehnung auf das göttliche Maß, und wenn sie es erreicht hat und keine „Bildungsreisen“ durch Zeit, Raum und Körperlichkeit mehr notwendig sind, umfasst sie alles was ist, genauso wie ich, wird eins mit mir und damit eins mit allem.

Der Anblick des Todes hat für die Seele stets eine ganz besondere Bedeutung. Denn der Abschluss des Lebens und wie er sich gestaltet ist Ausdruck davon, wie „erfolgreich“ das Leben aus Sicht der Seele verlaufen ist. Ob sie erreichen konnte, was sie wollte. Wie groß der Schritt war, den sie gehen musste und um wie vieles sie sich jenseits dieses Lebens ausdehnen wird.

Die Seele wird deshalb immer versuchen Einfluss darauf zu nehmen, auf welche Weise sie die Welt der irdischen Erfahrungen verlassen wird, aber es bist Du mit deinem Ich, der ihr diese Erfahrung am Ende schenkt.

Es gäbe für sie unendlich viele Übergangsmöglichkeiten. Sie könnte zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jedem Ort der irdischen Erfahrungswelt die „Wand“ durchschreiten, die die Welt des Lebens von der des Todes trennt, aber sie hat genaue Vorstellungen davon, welchen Weg sie nehmen will und wann.

Doch muss sie stets mit dir rechnen. Sie entscheidet über diese Dinge nicht alleine. Sie ist in deinem Körper zu Gast und du alleine triffst die Wahl, welche Wege du in deiner Raum-Zeit durchschreitest.

Wenn deine Entscheidungen einen gewaltsamen Tod nach sich ziehen, wird deine Seele ihm ihre Zustimmung deshalb nicht verweigern können. Wenn du dich für einen freiwilligen Tod entscheidest, gilt dasselbe. Aber deine Seele wird sich langsamer ausdehnen, wenn der Tod auf diese Weise eingetreten ist. Sie würde sich, wenn sie sich frei entscheiden könnte, nicht auf diese Weise aus der Welt der irdischen Erfahrungen verabschieden.

Das macht es möglich, sie am Ort des Todes ihres Körpers noch längere Zeit wahr-zunehmen. Die Seele verweilt zwar immer eine Zeit am Ort des Todes ihres Körpers, aber sie tut es um so länger, je zögernder sie ihr Einverständnis zu dem von dir ge-wählten Tod geben musste. Sie braucht mehr Zeit sich auszudehnen, so musst du dir das vorstellen.

Das ist kein schlimmer und kein trauriger Zustand, es ist einfach wie es ist. Jede Seele braucht ihre Zeit sich auszudehnen, um die Ebene der ersten Wirklichkeit verlassen zu können, und manchmal braucht sie dazu eben einfach länger. „Gehen“ wird sie aber in jedem Fall, doch wer die Gabe hat, die Verbindungen zu „sehen“, durch die alles miteinander in Beziehung steht, der sieht Seelen(anteile) selbst dann noch, wenn sie längst die Ebene der ersten Wirklichkeit verlassen haben.

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64 – Vorbestimmung

Vorbestimmung

Ich bin nach einer fünfjährigen Beziehung jetzt bereits seit neun Jahren allein und finde es nicht schön. Ich sehne mich nach jemandem, der mich so nimmt, wie ich bin, was mir selbst manchmal schwer genug fällt. Ich möchte gerne wissen, ob es für mich einen Mann gibt, der mit mir und mit dem ich glücklich sein kann.

Es gab bisher zwar einige Begegnungen mit Männern, es war aber nie so intensiv, dass sich darauf eine gute Beziehung und eine Familie hätte aufbauen lassen können. Mein größter Wunsch aber war es schon immer, eine Familie zu haben.

Ich will nicht länger alleine durchs Leben gehen müssen. Meine Frage lautet deshalb: Werde ich einen Mann finden, den ich heiraten und mit dem ich Kinder haben werde? Ein Mensch, mit dem ich eine ehrliche, glückliche Beziehung führen kann, oder ist es mir vorbestimmt, alleine bleiben zu müssen? Liegt es vielleicht an mir, dass es nie funktioniert?

Antwort:

Nichts ist vorbestimmt, deshalb ist auch nicht voraussagbar. In jedem Augenblick deines Lebens – und ich meine wirklich in JEDEM Augenblick – legst du den Plan neu fest, nach dem dein Leben verlaufen soll, und es kommt nicht darauf an, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht. Es geschieht einfach.

Die Fülle der Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, um dein Leben zu gestalten, ist unbegrenzt. Was du davon auswählst, ist stets deine Entscheidung, aber du solltest immer bedenken: Nichts was du tust bleibt ohne Folgen. Jede deiner Handlungen und erst recht jeder deiner Gedanken hat die Kraft, deinem Leben eine neue Richtung zu geben. Und weil das so ist, geschieht auch das unablässig.

Deine Frage zeigt mir, dass du dir deiner Kraft nicht bewusst bist. Du stehst am Rande deines eigenen Geschehens und schaust zu, was mit dir geschieht. Das muss sich ändern. Das musst DU ändern!

Denn wie soll dein größter Wunsch, eine Familie zu gründen, je in Erfüllung gehen, wenn du es beim Wünschen belässt? Wünsche haben keine Energie. Wünsche sind matte Seufzer, denen der Glaube daran fehlt, dass sie sich jemals verwirklichen könnten. Du musst WOLLEN, was du dir wünschst. Du musst dir der Kraft deines Willens, der Kraft deiner wunderbaren schöpferischen Möglichkeiten, bewusst werden.

Dein Leben gleitet nicht einfach so dahin, ohne dass du darauf Einfluss nehmen könntest. Du lässt es dahin gleiten und schaust dabei zu, anstatt zu handeln. Überlege dir gut, ob du das wirklich so willst.

Der Mann, den du suchst, wird dich nicht finden können, wenn du nicht laut und deutlich „Hier!“ rufst. Verstehst du, was ich meine?

Nein, vermutlich nicht. Also sage ich es anders: Lass deinen Wunsch zu einer Vision reifen! Du musst vor dir sehen, was du willst und du musst WOLLEN, was du siehst. Wäre das jetzt schon der Fall, hättest du deine Frage nie gestellt. Du wärest viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, die nächsten Treffen mit dem Mann zu koordinieren, den du näher unter die Lupe zu nehmen beschlossen hast.

Nichts ist vorbestimmt, alles liegt in deinen Möglichkeiten. Alles liegt innerhalb deiner Reichweite und innerhalb dieser Reichweite musst du HANDELN. Nur so können die Dinge in Bewegung kommen.

Stell dir dein Leben wie eine Melodie vor, die DU komponierst. Nur du kannst entscheiden, zu welchem Klanggebäude du die Töne zusammensetzt, wie oft du die Melodie veränderst und sie neu komponierst. Dein Herz muss in dem Lied mitschwingen, dann wird die Botschaft rein und schön sein und von den Menschen verstanden werden, für die du sie geschrieben hast. Deshalb frag nicht „werde ich den Mann finden, den ich suche, oder ist es mir vorbestimmt, alleine zu bleiben“, sondern lausche viel öfter auf die Melodie in deinem Herzen und wie sie für dich klingt.

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63 – Verzeihen

Verzeihen

Ich habe vor kurzen für mich alleine jemandem verziehen, obwohl ich lange Jahre nicht verstehen konnte was das alles sollte. So nun da ich ihm verziehen habe werde ich wieder mit diesem Menschen konfrontiert. Klar könnte ich mich zurückziehen und alles so belassen. Für mich war das Thema abgehakt. Ich weiß nicht was ich tun soll jetzt habe ich die Gelegenheit alles zu hinterfragen und vielleicht so richtig abzuschließen. Aber ich habe Angst, sehr große Angst…Was sagt unser Vater dazu ? Ich will keine Angst haben und ich will es endlich vergessen!

Ein anderes Anliegen hab ich auch noch… Hat man sich bei Euch schon einmal die Frage gestellt was eigentlich die sog. Erbsünde sein soll? Mit 14 habe ich „mir“ die Frage einmal gestellt, die Antwort war, daß es das Machtbestreben des Menschen ist. Nun, solche Art Antworten sind mir häufiger gegeben worden. Da ich selbst immer versuche, logisch zu denken fällt es mir schwer, so manches mal meine eigene Antwort von geistigen zu unterscheiden. Wie richtig festgestellt: Der Verstand eines Menschen ist immer rückwärts gerichtet.

Antwort:

Du hast nicht wirklich verziehen. Du hast seit langer Zeit eine offene Wunde, und die schmerzt und quält dich. Jetzt wolltest du sie schließen und nun merkst du, dass die Schmerzen eher heftiger geworden sind. Du hast die Wunde verbunden, aber so kannst du sie nicht heilen. So kannst du sie nur versorgen

Verzeihen heißt, einen Menschen innerlich in die Arme zu nehmen, ihn von Herzen an sich zu drücken, seine Nähe zu spüren und ihm für alles zu danken , was er für einen getan hat. Denn das musst du dir immer klar machen: Wenn ein Mensch dich verletzt, gibt er dir eine wichtige Chance dein Leben zu verändern und spirituell zu wachsen. Er leistet dir also einen Dienst und er nimmt in Kauf, dafür selbst einen hohen Preis zahlen zu müssen!

Denn auf der energetischen Ebene geht nichts verloren. Ein freundlicher, ein positiver Gedanke zieht, wenn er von Herzen kommt, auch auf der materiellen Ebene positive Folgen nach sich. Er kann gar nicht anders. Das ist seine Natur, sein Wesen, sein Auftrag. Auf der spirituellen Ebene zieht positive Energie weitere positive Energie an, verdichtet sich, wird Kraft, die nach Ausdruck verlangt. Ein positiver Gedanke tut immer Gutes. Er dient dem Absender wie dem Empfänger und auf ihm liegt Segen.

Das ist bei negativen Gedanken ganz anders. Auch sie ziehen gleichgerichtete Energie an, verdichten sich und werden zu Kraft, die nach Ausdruck sucht, aber diese Kraft ist zerstörerisch und ihr Einfluss richtet sich vor allen Dingen gegen ihren Urheber! Das ist ihr Wesen, ihre Natur. Der Empfänger mag Verletzungen davon tragen, aber von denen kann er sich heilen, indem er vergibt. Seine Verletzungen können wichtige Hilfen für ihn sein. Wertvolle Wegweiser auf dem Weg des persönlichen Wachstums. Der Absender dagegen wird niemals eine direkte positive Folge seiner Tat erfahren. Der zerstörerische Einfluss seiner negativen Gedanken richtet sich zunächst gegen ihn und wird in seinem Leben nach Ausdruck suchen. Krankheit kann eine solche Folge sein. Unfälle und Not können hier ihre Erklärung finden. Er wird daraus lernen und hat so seinerseits die Chance zu wachsen, aber du siehst den Umweg, der hier gegangen werden musste.

Wenn dir also Leid zugefügt wurde, ist dies immer auch ein Ausdruck von großer Liebe, denn der Mensch, der dir dies antut, zahlt dir zuliebe einen hohen Preis dafür. Dass er sich dessen nicht BEWUSST ist, weil solche Entscheidungen nicht auf der Ebene des Verstandes getroffen werden, ändert daran gar nichts.

Wenn du wirklich verzeihen willst, dann sei dem Menschen dankbar für das Leid, dass er dir zugefügt hat. Nur dann kann deine Vergebung wirklich von Herzen kommen.

Vergebung, zu der man sich entschließt, weil der Schritt, aus welchen Gründen auch immer, sinnvoll erscheint, ist eine großmütige Geste, nicht mehr. Sie bewirkt im besten Falle gar nichts. Im schlimmsten Falle aber reißt sie alte Wunden noch weiter auf und das Drama beginnt von vorne.

Wenn du vergeben willst, dann schließe diesen Menschen in dein Herz ein und sei ihm dankbar für das, was er für dich getan hat. Wenn du das kannst, bist du frei und kannst auch ihn in die Freiheit entlassen. Dann ist auch nichts mehr zu hinterfragen und nichts mehr zu klären. Das Problem hat sich einfach erledigt.

Wenn du das nicht kannst, dann bete dafür, dass du es kannst. Bitte darum. Es ist ganz wichtig für dich!

Zu deiner zweiten Frage: Die „Erbsünde“ ist ein Begriff, der vor allen Dingen für Missverständnisse zu sorgen scheint. Du bist auf der Welt und durchläufst dieses Leben, um dein Wissen von der Welt und deine Erfahrungen von diesem Leben zu transzendieren.

Du betrittst erneut diese Welt und durchläufst weitere Leben, um mit jedem deiner Schritte dorthin zurückzukehren, von wo du aufgebrochen bist. Du nimmst alle diese Mühen auf dich, um zu lernen, was du eigentlich schon wusstest, aber es führt für einen Menschen daran kein Weg vorbei.

Erst wenn der Verstand keine Fragen mehr hat, wenn alle Schubladen geöffnet und ausgeleert worden sind und es auf der Ebene der sichtbaren Realität nichts mehr zu entdecken gibt, was den Verstand noch beschäftigen könnte, wird diese Reise zuende sein.

„Erbsünde“ bezeichnet die Entscheidung des Menschen, aufzubrechen, um zu seinem göttlichen Ursprung zurückzukehren. Die „Sünde“ lag darin, dass er diesen göttlichen Ursprung überhaupt aufgegeben hat und irdisch, also sündig geworden ist. Betrachte das Wort „Sünde“, ohne den moralischen Beigeschmack, und das Ganze wird viel leichter verständlich sein.

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62 – Vertraute Seelen

Vertraute Seelen

Liebt er mich wirklich nicht oder kann ich der Stimme aus meinem Herzen trauen, die mir etwas anderes sagt und wo ich etwas anderes fühle?

Findet er den Weg zu mir oder was kann ich tun, damit er erkennt, wer ich für ihn bin?

Ich fühle diese Sicherheit in mir, egal was auch immer bis jetzt passiert ist und die geht auch nicht weg. Mein Herz und mein Gefühl sagen mir, wir gehören zusammen.

Antwort:

Das Herz ist ein wunderbarer Führer. Es ist der beste den du finden und es ist der einzige, auf den du dich in jeder Lebenssituation bedenkenlos verlassen kannst. Denn was du fühlst, wenn du die Stimme deines Herzens hörst, bin ICH. Du fühlst meine Nähe. So einfach ist das.

Die Stimme des Herzens ist meine Sprache und was sie rät ist so einfach und naheliegend wie alles im Leben im Grunde so einfach und naheliegend ist. Kompliziert werden die Dinge erst, wenn du zuviel über die Dinge nachdenkst, die du eigentlich mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand erfassen solltest.

Tust du das nicht, wie in diesem Fall, machst du eine ganz besondere Entdeckung: Du kannst fühlen, wie deine Seele „denkt“. Du spürst sie. Sie teilt sich dir mit. Sie wendet sich an dich. Sie braucht dich und du weißt es. Das ist ganz und gar keine Selbstverständlichkeit, kein alltäglicher Vorgang, selbst wenn das eigentlich so sein sollte.

Seelen, die gemeinsam wachsen und dazu ein Stück Weg in ihrer Inkarnation mit-einander teilen wollen, suchen sich, und sie finden sich in der Regel auch. Als Gast in irdischen Körpern können sie allerdings nicht alleine entscheiden, wie es nach die-ser Begegnung für sie weitergehen wird. Sie sind abhängig von der Bereitschaft der Menschen, „ihrer“ Menschen, nun auch auf die Stimmen ihrer Herzen zu hören und sich füreinander zu öffnen. Wo das nicht geschieht, kann es passieren, das am Ende nichts passiert.

Du wirst es in deinem Leben immer leichter haben als die meisten deiner Mitmen-schen zu WISSEN, wann du einer vertrauten Seele gegenüber stehst. Du weißt es, weil dein Herz es dir sagt und du seine Sprache verstehst. Das mag dem anderen, der diese sichere intuititive Gewissheit nicht hat, jedoch in tiefe Verwirrung stürzen, denn alles worauf er hören kann, ist die Stimme seines Verstandes. Alles was er empfinden kann ist die Verwirrung seiner Gefühle. Das sind in Seelenfragen keine guten Ratgeber.

Du brauchst in solchen Fällen vor allen Dingen Geduld. Geduld und Liebe, die bereit ist zu geben ohne zu fordern. Auch das ist dir nicht gerade wesensfremd. Sehr viel mehr wirst du nicht tun können, doch sehr viel mehr brauchst du in solchen Fällen auch nicht zu tun.

Warte bis sich bei dem anderen Menschen die Verwirrung gelegt hat und der Verstand zur Ruhe gekommen ist. Warte bis sich auch sein Herz öffnen kann. Ein kleines Stückchen genügt schon, und eine Botschaft von dir kann hineingleiten.

Es ist – fast immer – nur eine Frage der Zeit für den der versteht auf sein Herz zu hören.

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61 – Veränderungen

Veränderungen

Lange schon bewege ich mich im spirituellen Sinne, hatte als Kind einen intensiven Kontakt zu unserem lieben Gott. Bin Einzelkind und meine Erfahrung zeigte mir, dass ich immer einen besten Freund habe: Wenn mir keiner mehr zuhörte, so sprach ich mit Gott. Er hatte stets Zeit für mich und in der Zwiesprache sah ich mich geborgen, ja ein Einsamkeitsgefühl kam fast gar nicht auf, es sei denn ich hatte den Kontakt vorübergehend abgebrochen.

Viele Jahre dazwischen war ich eher getrennt von meinem lieben Freund, da ich dummerweise ja dem Trend folgen wollte, und dazu gehörte nun einmal nicht der „feste Glaube“. Ich wurde also abtrünnig.

Heute bin ich wieder in Kontakt, ja ich bekomme Antworten und fühle mich überaus glücklich darüber. Trotzdem plagen mich zeitweilig immer mal wieder Ängste, und ich gehe mit schwerem Herzen durch dieses Leben. Habe zeitweilig dieserhalb ein sehr unsicheres Gefühl, ja dann sehe ich mich förmlich in der Schwebe, hin- und hergerissen.

Ich habe dazu für mich natürlich auch eine Antwort: Insgeheim spüre ich, dass mein Leben sich von Grund auf umkrempeln wird. Alles scheint derzeit aus den Fugen zu geraten, egal wohin ich auch schaue und mich hineinfühle. Sehr genau kommt mir, dass ich vor einer sehr großen Veränderung stehe, doch mein Verstand scheint irgendwie in den alten Fesseln zu kleben.

Ich will mich auf den Weg machen und das mit aller Kraft, denn meine Aufgabe scheint es zu sein, meinen Mitmenschen mit sehr viel Liebe zu begegnen und ihnen stets hilfreich zur Seite zu stehen. Warum aber stehe ich mir dabei selbst so sehr im Wege? Es kann doch nicht sein, dass ich nicht in der Lage bin, diese Hürde zu nehmen, zumal ich mich selten in meinem Leben in gefestigten Refugien fühlte. Schien irgendwie nie mein tiefes Bedürfnis zu sein. Im Grunde genommen wollte ich immer nur helfen. Was hindert mich also?

Antwort:

Geh behutsam mit dir um und nimm es deinem Verstand nicht übel, wenn er an Vertrautem festhalten will und sich dagegen sträubt, mit dir Neuland zu betreten. Es ist sein gutes Recht so zu empfinden und dir gibt es die Möglichkeit, die Ernsthaftigkeit deiner Motive sorgfältig zu prüfen, bevor du zu Entscheidungen kommst.

Das ist kein versteckter Hinweis darauf, dass es an der Aufrichtigkeit deiner Absichten irgendeinen Zweifel gäbe, versteh das nicht falsch, aber es soll dich daran erinnern, auf welche Weise wichtige Veränderungen in einem Leben stets eingeleitet werden: Veränderungen von Bedeutung gehören niemals zu den einfachen Geburten. Leichten Herzens wird kein vertrauter Pfad verlassen, denn selbst die ausgetretensten Wege haben gegenüber unbekanntem Gelände einen Vorteil: Sie sind berechenbar und das ist auch für abenteuerlustige Menschen, die das Risiko der Umwege und Irrwege nicht scheuen, von Bedeutung.

Oft ist ein Weg noch nicht wirklich abgeschlossen, auch wenn alles in einem nach neuen Zielen zu drängen scheint. Wenn das der Fall ist, stellt der Verstand sich besonders widerborstig an, schafft Widerstände und Probleme wo er nur kann, und tut alles in seinen Möglichkeiten stehende um zu verhindern, dass neue Pfade zu früh beschritten werden.

Sei deshalb nicht zu ungeduldig mit dir. Die Führung des Herzens ist zwar eine der wichtigsten Orientierungshilfen, wenn es um spirituelle Entwicklungsprozesse geht. Aber auch der Verstand sollte letztendlich ja sagen können zu allen bedeutenden Veränderungen in deinem Leben. Auch ihn brauchst du, um auf deinem Weg voranschreiten und in neuen Lebenszusammenhängen bestehen zu können.

Wenn du den Eindruck hast, dass in deinem Leben Vertrautes aus den Fugen gerät, so kannst du in der Tat davon ausgehen, dass wichtige Veränderungen für dich anstehen. Du brauchst den Dingen aber nicht entgegen zu laufen. Sie kommen auch so rasch genug auf dich zu. Wichtig ist, dass du für die anstehenden Veränderungen auch wirklich bereit bist.

Wenn ich dir rate, mit deinen inneren Entscheidungen behutsam vorzugehen, so hat das nichts mit Vorsicht zu tun. Es geht mir darum, dass du zu jedem Schritt, den du in nächster Zeit gehst, wirklich und mit vollem Herzen JA sagen kannst. Je kraftvoller deine Entscheidungen sind, um so segensreicher können sie sich auswirken, und kraftvoll sind sie erst dann, wenn du ihre Bedeutung mit allen Sinnen erfassen kannst.

Der Verstand wird oft gescholten als der ewig gestrige, übervorsichtige Taktierer, der alles mindestens dreimal abgesichert wissen will, bevor er einer Veränderung in seiner gewohnten Welt zustimmen kann. Aber auch er hat seine Bedeutung. „Mit allen Sinnen“ bedeutet also in deinem Fall: Du musst wirklich in innerer Harmonie sein, wenn du an die Neugestaltung deiner Welt gehst. Es stehen wichtige Veränderungen für dich an und du solltest jeden der vor dir liegenden Schritte im Einklang mit deinen BEIDEN großen inneren Ratgebern tun. Herz und Verstand sollen dich begleiten.

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60 – Veränderung

Veränderung

Ich habe keine Ahnung wer ich bin – wo es hingehen soll – ich hasse mich selbst – mein Leben – und damit meine Mitmenschen. Ich habe Angst vor negativen Energien/Mächten. Inzwischen verachte ich mich selbst und sehe mich als Spielball irgendwelcher Mächte – nach dem Motto: Du musst dich entscheiden…!

Ich glaube, ich weiß nicht was Liebe ist – bin anscheinend nur ein verstandesgesteuerter Pessimist – absolut verunsichert. Alles was ich anfange geht schief. Es gibt keine erstrebenswerten Ziele für mich und wenn sich doch eines auftut (eine Frau, in die man sich vermeintlich verliebt) dann ist es wie immer – reingefallen….und dafür bin ich jetzt fast sieben Jahre solo – mit meinen 28 Jahren.

Warum passiert mir das? Kann ich nicht auch lieben und geliebt werden?

Ich fühle mich eigentlich nur verarscht vom Leben, bin dadurch super-misstrauisch – vor allem mir selbst gegenüber.

Es gab einmal eine Zeit, da war es um 180° gedreht. Auch wenn es eine kurze Zeit war, so weiß ich immerhin, dass es auch bei mir geht optimistisch zu sein und sich selbst zu lieben. Es hat sich allerdings wieder ins schlimmste Gegenteil gewandelt und ich habe das Gefühl, aus diesem Loch nicht mehr herauszukommen.

Fällt mir eigentlich nur eine Frage zu ein: Was soll das ganze? Nützt es meiner Seele? OK, aber ich hab keine Lust mehr in dieser negativen Existenz dahinzuvegetieren.

Ich würde so gerne wieder mein Leben in die Hand nehmen und meine alte Stärke zurückgewinnen. Jaja, ich weiß, ich muss auf mein Herz hören….hmmm….früher ging das mal – aber es klappt nicht mehr. Selbst meditieren oder autogenes Training hat nicht mehr die Wirkung.

Ich würde gerne wissen, was ich aus meinem Leben machen soll (beruflich wie auch menschlich)

Antwort:

Das Bild vom Spielball und den negativen Mächten ist völlig richtig gesehen. Genauso spielt es sich ab, wenn du der Realität die Führung überlässt. Sie entwickelt jede Kraft, die du dir vorstellen kannst und diese Kräfte werden genau so real und bedrohlich sein, wie du es willst. Die Ebene der Realität, ich nenne sie auch die Ebene der ersten Wirklichkeit, kann zu einem Albtraum werden, wenn es ein Albtraum ist, den du träumen willst. Dann sind die Mauern, die dich umschließen, meterdick und dein Bewegungsspielraum wird enger und enger, je heftiger du versuchst dich aus diesem Gefängnis zu befreien.

Das ist die eine Möglichkeit die Dinge zu betrachten.

Die andere besteht darin die Ebenen zu wechseln, um die Türen öffnen und die Dinge mit anderen Augen sehen zu können. Nicht jeder kann das so ohne weiteres, aber dir sollte es möglich sein. Du bist so weit genau zu wissen, dass deine Realität nichts anderes widerspiegelt als das, was du auch erleben willst.

Du kannst vom Leben nur dann enttäuscht werden, wenn dir diese Erfahrung wichtig ist. Und niemand, keine Macht des Universums, wird dich daran hindern können auch weiterhin enttäuscht zu sein, wenn du das so und nicht anders für dich entschieden hast.

Denn das muss ebenfalls bedacht werden: Du machst diese Erfahrungen selbstverständlich aus gutem Grund. Du brauchst sie, weil du dich verändern willst und deshalb solltest du ihnen zunächst einmal dankbar sein. Nur weil du die Welt so sehen kannst, wie du das heute tust, hast du auch die Möglichkeit dich von dieser Ebene zu befreien. Du brauchst diese Sicht der Dinge. Du brauchst genau die Erfahrungen, die du zur Zeit machst, um eine neue Entscheidung treffen zu können.

Es geht nicht darum, welche Absichten deine Seele hat, sondern zu welchen neuen Schritten du dich als Nächstes entschließt. Deine Seele weiß ganz genau was sie will und wie sie ihre Ziele erreicht – sonst wäre sie nicht bei dir. Wichtig ist allein, was DU als nächstes tun wirst.

Du hast eine Frage an mich gestellt. Das ist ein erster Schritt und ein Ausdruck davon, dass eine Veränderung bei dir bevorsteht, weil du sie willst. Du hast beschrieben, wie sich das Leben für dich ganz unten auf der Talsohle anfühlt, wie schal es dir schmeckt, wie leid du es bist dort zu sein und wie sehr du dich danach sehnst, es wieder in seiner ganzen wunderbaren Fülle, im Reichtum seiner unendlichen, schöpferischen Möglichkeiten zu erleben.

Du weißt natürlich, dass beides zwei Seiten ein und derselben Münze sind und dass du sie im Grunde nur herumdrehen müsstest, um die Wende in deinem Leben herbei zu führen. Du weißt aber auch, dass die Dinge so nicht funktionieren. Deshalb gebe ich dir einen anderen Rat:

Betrachte deine Frage an mich wie eine Pflanze, deren Keim aufgegangen ist. Sie wächst jetzt jeden Tag ein Stückchen weiter und sie wächst auch, ohne dass du wissentlich etwas dafür tust. Sie wächst einfach, weil ihre Zeit gekommen ist.

Alles worum ich dich bitte ist darauf zu achten, wie sich von nun an dein Leben verändert. Mit dem ist es nämlich wie mit der Pflanze: Jeden Tag wirst du etwas neues entdecken, das sich gut anfühlt und anders ist als die Erfahrungen, die du bis dahin gemacht hast.

Mit der Zeit wirst du solche Beobachtungen immer häufiger machen und jede von ihnen wird dein Leben verändern. Es sind keine großartigen, umwälzenden Ereignisse, von denen ich hier rede. Es geht um die Qualität der Dinge, nicht um ihre Dimensionen.

Diese Qualität ist bereits da. Du brauchst sie also nicht einmal zu erfinden. Du brauchst im Grunde nichts anderes zu tun, als bereit zu sein. Empfangsbereit. Du hast eine Bitte ausgesprochen und um Hilfe gebeten.

Diese Bitte kam von Herzen und deshalb ist die Hilfe schon zu dir unterwegs.

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