Wie gut tut es doch

Spinnennetzwenn man sich bestätigt findet. Vor 10 Jahren hatte ich vor, den Heilpraktiker für Psychotherapie zu machen und eine intensive Vorbereitung für die Prüfung durchlaufen. Diese beinhaltete eine gründliche Schulung und Auseinandersetzung mit den psychiatrischen „Krankheitsbildern“. Ich fühlte mich damals zutiefst unwohl damit und hatte eine heftige innere Abwehr, die sich bis heute gehalten hat. Ein Praktikum in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses vertiefte diese Abwehr noch und hinterließ ein tiefes Misstrauen gegen Festlegung durch Ärzte jeglicher Art. Was zur Folge hatte, dass ich mein Ziel nicht erreichte und gar nicht traurig darüber war.

Und so kann ich diesem nur zustimmen und allen raten, sich nicht in irgendwelche Schubladen stecken zu lassen:

… Kurz vor seinem Tod gestand Eisenberg dem Medizinjournalisten Jörg Blech, daß AHDS ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung sei, wie die FAZ berichtet. Ferner stellt die FAZ fest, daß psychische Krankheiten keine Krankheiten, sondern ein Deutungsmuster seien: Als psychisch krank würde definiert, was gegen bestimmte Regeln verstoße und von Normen abweiche. Diese Normen wären nicht ein für alle Mal fest-gelegt, sie könnten sich verändern.

Damit ist nun die konservative FAZ zu einer Meinung gelangt, die der libertäre Psychiater und Psychiatriekritiker Thomas Szasz schon lange war. Szasz meint, es gäbe psychische Krankheiten gar nicht im eigentlichen Sinne, sondern nur als Metapher für unerwünschtes Verhalten. …

Quelle: http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/05/09/beichte-auf-dem-sterbebett-adhs-gibt-es-gar-nicht/

In Harmonie sein mit Gott

FrühlingsblumenImmer wieder mal fällt mir auf, dass ich bei meinen Bitten um Hilfe in meinen Gebeten und Einstimmungen an meiner Vorstellung davon festhalte, wie sich die Dinge entwickeln sollen oder wie die Hilfe konkret aussehen soll. Wenn ich es bemerke, dann bemühe ich mich von meinen Vorstellungen loszulassen und in Harmonie mit dem größeren Willen zu sein. In einem Buch von Karen Hamaker-Zondak über das 12. Haus gibt es eine sehr schöne Geschichte dazu. Die Geschichte stammt von C.G. Jung, der mit dem Sinologen und Übersetzer des I Ging, Richard Wilhelm, befreundet war:

In dem Teil Chinas, in dem Richard Wilhelm wohnte, herrschte einmal eine schreckliche Dürreperiode. Die Menschen hatten alles Mögliche unternommen, um Regen herbeizurufen, doch nichts wollte helfen. Schließlich wendeten sie sich an einen Regenmacher. Wilhelm war sehr interessiert und sorgte dafür, dass er anwesend war, als dieser, ein kleiner Greis mit faltigem Gesicht, in seinem verdreckten Wagen eintraf. Der Regenmacher stieg aus dem Wagen und schnupperte sogleich mit deutlichen Anzeichen des Widerwillens in der Luft herum. Dann bat er, ihn für ein paar Tage in einer Hütte außerhalb des Dorfes allein zu lassen. Die Mahlzeiten sollten ihm vor die Tür gestellt werden.

Drei Tage lang sah und hörte man ihn nicht. Dann fing es nicht nur an zu regnen, sondern es fiel auch eine Menge Schnee, was für diese Jahreszeit äußerst ungewöhnlich war. Tief beeindruckt suchte Wilhelm den Regenmacher auf und fragte in welcher Weise er Regen und sogar Schnee gemacht hatte. Der Alte antwortete: „Ich habe den Schnee nicht gemacht. Ich trage keine Verantwortung dafür.“ Wilhelm drang weiter auf ihn ein und wies darauf hin, dass vor seinem Eintreffen eine große Dürre geherrscht hätte. Diesmal antwortete der alte Mann: „Das kann ich erklären. Wo ich wohne, sind die Menschen in Gleichgewicht, sie befinden sich im Tao. Also ich auch das Wetter in Ordnung. Als ich hier ankam, sah ich, dass die Menschen aus dem Gleichgewicht waren und merkte, dass sie mich damit ansteckten. Also blieb ich allein, bis ich wieder im Tao war. Dan musste es natürlich anfangen zu schneien.“

Eine Lücke schaffen

GedankenkaleidoskopEs kommt nicht darauf an, direkten Kontakt zu Gott zu haben, wie Jörg ihn hatte. Das Göttliche ist in uns, denn wir sind Teil von ihm.Es kommt darauf an, die innere Stimme dieses Göttlichen in uns wahrnehmen zu lernen.

Das ist mir nicht neu. Dir wahrscheinlich auch nicht. Doch es ist schwierig, diese innere Stimme wahrzunehmen. Man braucht dazu sozusagen eine Lücke im ständigen inneren Kreisen der Gedanken.

Heute, während meiner morgendlichen Einstimmung, da hörte ich ganz plötzlich diese Stimme. Und sie sagte:

Im Alltag ist es schwer mich zu hören. Versuche folgendes: Frage dich vor jeder Entscheidung, vor jeder Handlung „Was würde Gott mir raten?“.  

Daran wirst du dich anfangs nur selten erinnern. Das ist in Ordnung. Es kommt darauf an, es einfach immer wieder zu üben. Immer wieder diese Lücke durch das Dickicht deiner Gedanken zu schaffen.

Begegnung mit einem Engel

9. Juli 2013

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Gestern hatte ich eine Begegnung mit einem „Engel“. Ich bin zur Zeit sehr durchlässig und dadurch ständig in Gefahr, alles mögliche aus der Umgebung und dem Kollektiv aufzunehmen. Zuhause bin ich relativ geschützt, aber gestern musste ich zum Augenarzt und dort ging es zu wie auf dem Hauptbahnhof. Ich hatte vorher nicht daran gedacht, mich zu schützen. Und beschäftigt mit meinem Augenproblem und einer vielleicht drohenden OP, war ich extrem unaufmerksam.

Da setzte sich plötzliche eine wie aus dem Nichts auftauchende Frau neben mich und verwickelte mich in ein Gespräch, was sonst eher nicht vorkommt, da ich meist signalisiere, dass ich meine Ruhe haben möchte. Selbst als ich meinen Warteplatz wechseln musste, folgte sie mir dorthin, was höchst ungewöhnlich war, denn bei dem Arzt ist streng geregelt, wann man wo zu sitzen hat.

Es war ein alltäglicher Plausch, aber verwoben darin war etwas höchst heilendes. Es nahm mir meine Angst und brachte mich zurück ins positive Denken. Und es/sie schützte mich, indem sie mich abschirmte.

Ich verließ die Arztpraxis voller Freude und Glück. Ich hätte die ganze Welt umarmen können. Und das lag nur zu einem ganz geringen Teil daran, dass sich meine Symptome aus ärztlicher Sicht als harmlos entpuppten. Ich bin bei ärztlichen Einschätzung immer skeptisch, da mir die ganzheitliche Betrachtung fehlt.

Das alles wurde mir erst bewusst, als ich schon auf dem Nachhauseweg war. Und ich denke noch immer voller Dankbarkeit an diese Begegnung.