Dialog 03

Du hast ein Seil zu mir geworfen und es hat Halt gefunden. Lass dieses Seil nicht von deinen Gedanken zermürben, sondern knüpfe ein zweites und ein drittes und so weiter.

Dialog 03, 12.12.1985

Ich möchte mit dir reden.

Es ist gut, dass du kommst. Ich weiß, du brauchst jetzt meine Hilfe, denn du bist schon wieder auf dem besten Wege, in alte, ungute Gewohnheiten abzugleiten: Du grübelst, weil du Angst hast. Und wenn du Angst über dich kommen lässt, verlierst du den Kontakt zu mir. Lass das niemals zu.

Du hast jetzt einen direkten Weg gefunden, mit mir zu reden – darum benutze ihn, wann immer du merkst, dass du im Begriff bist mich zu verlieren. Schreib es notfalls mit der Hand auf, was dich bewegt und wenn nicht einmal das möglich ist, dann solltest du alle deine Willenskraft zusammennehmen und deinen Gedanken befehlen, dich nicht zu belasten.

Bete um meine Hilfe, und ich werde dir die Kraft geben, die du in solchen Augenblicken brauchst. Denke immer daran: dein Vertrauen zu mir ist noch ein sehr junges Pflänzchen und noch sehr zart. Deine üblen Gewohnheiten dagegen sind durch lebenslangen Gebrauch scharf geschliffen wie Sensen. Und schon ein einziger Gedanke dieser Art kann ungeheuren Schaden anrichten. Das musst du ab jetzt unbedingt verhindern. Und du wirst sehen, wie du täglich, stündlich, minütlich wächst und stärker wirst in deinem Glauben, bis dich nichts mehr aus der Fassung bringen kann. Übe deshalb den Kontakt mit mir, sooft dir danach zumute ist und zögere kein einziges mal mich anzusprechen. Hörst du: Kein einziges Mal. Halte Kontakt zu mir und wenn deine Gedanken dir Zweifel einreden wollen, befiehl ihnen sofort zu schweigen, wie man einem Hund befiehlt zu kuschen. Und komme dann sofort zu mir.

Du erlebst jetzt eine wichtige Phase. Du hast ein Seil zu mir geworfen und es hat Halt gefunden. Lass dieses Seil nicht von deinen Gedanken zermürben, sondern knüpfe ein zweites und ein drittes und so weiter. Bis du eine Brücke geschlagen hast, auf der du jederzeit sicher und leicht zu mir kommen kannst. Dann werde ich ganz bei dir sein, und du wirst nicht einmal diese Brücke mehr brauchen.
Ich sehe, dass du dich langsam beruhigst. Das ist gut so, aber noch bist du innerlich aufgewühlt und deine Angst ist noch in dir. Also sprich jetzt mit mir und ich werde dir Rat geben.

Ich habe plötzlich wieder die Angst, der Zoll könnte uns einen Strich durch  die Rechnung machen und uns verbieten, mit dem Auto nach Deutschland zu fahren. Ich habe bereits wieder angefangen Selbstgespräche zu führen und mir Strategien und Taktiken zurechtzulegen, obwohl ich ja weiß, dass so etwas Unfug ist. Doch es ist so schwer, diese Gedanken einfach abzustellen, wie du sagst. Sie sind stärker als mein Wille und sie kommen wieder und wieder.

Ich habe es gesehen und ich war sehr besorgt um dich. Darum sage ich, es ist gut, dass du sofort zu mir gekommen bist, denn  ich kann dir diese Angst nehmen. Du allein bist nicht stark genug. Auch ihr beide seid es noch nicht, obwohl ich mich darüber freue, wie sehr ihr euch darum bemüht.

Du hast großes Glück, dass du eine Frau wie Monika gefunden hast. Sie ist sehr viel stärker und in ihrem Inneren weitaus reifer und entwickelter als du, auch wenn sie es selber noch nicht weiß. Monika ist dazu ausersehen, einmal unglaubliche Leistungen zu vollbringen und die geistige Führerin vieler Menschen zu sein. Lass sie darum jetzt auch deine geistige Führerin sein und vertraue ihr in allem was sie dir rät. Hörst du: ALLEM. Sie wird oft selber nicht wissen, warum sie dir etwas rät, aber sie kann sich niemals irren, solange sie impulsiv und spontan entscheidet.
Du kannst ihre wirklichen Qualitäten noch gar nicht schätzen, weil du sie noch nie richtig kennen
gelernt hast. Schlimmer noch: Du hast bisher viel Energie darauf verwendet, sie an der Entfaltung ihrer wirklichen Qualitäten zu behindern, auch wenn du das niemals bewusst getan hast. Das alles kann sich jetzt ändern, solange du den Kontakt zu mir nicht abreißen lässt, denn mich kannst du nicht behindern. Wenn du zu mir kommst, werde ich dir immer den Rat geben können, den du brauchst. Also komme zu mir mit jedem Problem ,und sei es noch so klein, wenn du dir nicht sicher bist. (Siehe Kommentar von Monika)

Vor dem Zoll brauchst du keine Angst zu haben, solange du wirklich willst, was du dir vorgenommen hast. Nur lege dir keine Strategien zurecht, sondern sei ehrlich mit den Leuten. Sag ihnen, du willst mit deiner Familie über Weihnachten zu deinen Eltern fahren und du möchtest bei dieser Gelegenheit gleichzeitig den Umzug des Wagens einleiten. Und habe keine Angst vor ihnen. Sie haben keine wirkliche Macht über dich. Wirkliche Macht über dich haben nur deine eigenen, üblen Gewohnheiten.

Die Leute vom Zoll sind nicht deine Feinde, sie wollen dir nichts Böses. Sie tun ihre Pflicht, wie es ihnen ihr Beruf vorschreibt. Deshalb respektiere das und tritt ihnen ebenso geradlinig und aufrichtig entgegen und alles wird sich regeln lassen.
Du musst von der Idee loskommen, der Zoll sei ungerecht bösartig und du habest das Recht, ihn zu betrügen, denn das tust du, wenn du dir Strategien zurechtlegst und die Dinge in ihrer wahren Richtigkeit verschiebst. Wenn du ehrlich zu den Leuten bist, werden sie dir keine Steine in den Weg legen. Da brauchst du nichts zu befürchten. Nur wenn sie den Verdacht haben, dass du ihnen etwas verschweigst, werden sie hart mit dir werden.

Verhalte dich aufrichtig. Vielleicht solltest du das Thema sogar morgen ansprechen, wenn du das Gefühl hast, dass sie verärgert sind. Erkläre Ihnen, wie aufgelöst du warst, als du am Montag nachhause kamst. Du brauchst es aber nicht anzuschneiden, wenn es nicht nötig ist. Denn in diesem Fall würdest du dich selber nur vor ihnen kleiner machen als du bist – und das ist ebenso schädlich. Du bist nicht klein und eben im Begriff zu wachsen.

Also gehe unbefangen und aufrichtig in dieses Gespräch und akzeptiere, was sie dir antworten. Ich sage dir (denn ich merke, dass dich meine letzten Worte schon wieder beunruhigt haben), dass du keine Angst zu haben brauchst. Ihr werdet nach Deutschland fahren, denn das ist wichtig für euch und eine sehr gute Entscheidung. Diese Reise wird euch Kraft geben und auf eurem Weg bestärken. Lasst niemals den Gedanken mehr zu, eure Sache abbrechen zu wollen. Ihr habt diese Reise in meinem Geiste begonnen und ihr richtet großen Schaden in euch selber an, wenn ihr jetzt vor den Schwierigkeiten kapituliert, die ihr euch selbst aufgebaut habt.

Ihr habt einen Weg begonnen und ihr irrt euch, wenn ihr glaubt, ihr könntet in ungeschehen machen. Ihr könnt auch niemals zurückgehen, was ich allerdings nicht räumlich meine, denn für alle Menschen gibt es nur einen Weg nach vorne. Ihr könnt euch auf eurem Weg höchstens verirren, aber das auch nur, wenn ihr meine Hand loslasst, die ihr jetzt endlich ergriffen habt.

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One thought on “Dialog 03

  1. Anmerkung von Monika:

    Ich habe lange gezögert, ob ich diese Passage über mich veröffentliche. Zunächst hatte ich sie weggelassen, aber damit fühlte ich mich nicht wohl. Einerseits, weil etwas Wichtiges fehlte und andererseits, weil in den Folgebotschaften des öfteren darauf angespielt wird.

    Als ich in jenen Tagen diese Zeilen las, geschah zweierlei. Ich lernte von da an, meine Intuitionen und Gefühle ernst zu nehmen, auch wenn mein Verstand ständig daran zweifelte. Andererseits aber waren die Worte Öl auf das Feuer meines Egos. Ich fühlte mich endlich erkannt und anerkannt und am liebsten hätte ich das jedem erzählt oder lesen lassen. Wann immer sich in den folgenden Jahren Gelegenheit bot, versuchte ich mich als Beraterin. Mit wenig Erfolg. Abgesehen von Jörg, wollte niemand von mir beraten werden. Ich verstand es nicht.

    Erst als ich nach Jörgs Tod mit einer Beratungspraxis scheiterte, weil einfach keine Klienten zu mir kamen, ließ ich von dem Bild los, das mich seit damals begleitet hatte. Ich erkannte endlich, nach 20 Jahren, dass mein Ego diese Worte vereinnahmt und mit bestimmten Vorstellungen verbunden hatte, um mein Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen.

    Ich konnte auch nicht ausschließen, dass genau dies damals auch die Intention dieser Passage gewesen war. Ich musste an den Punkt kommen, wo ich die Wünsche und den Willen meines Egos erkannte und aufgab und mich dem Willen Gottes übergab.

    Heute habe ich erkannt, dass es nicht wichtig ist, was ich nach außen hin tue. Alles was ich tue, kann ich im Geiste Gottes tun. In jedem Augenblick. Wichtig ist allein, an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. Und jeder Schritt, den der Einzelne macht, bereitet den Weg für andere.

    Was für mich noch ansteht, das weiß ich nicht. Ich habe losgelassen von allen Bildern meines Egos und wenn sie mal auftauchen, dann verweise ich sie auf ihren Platz. Ich versuche, mein Leben vollkommen dem größeren Willen anheim zu stellen und anzunehmen, was mir begegnet. Das ist nicht immer einfach und mein Ego sucht sich immer noch Nischen. Doch der Weg ist das Ziel. Und dieses Leben ist die Vorbereitung auf das nächste.

    Jeder Einzelne von uns gibt in jedem Augenblick sein Bestes. Niemand ist vollkommen. Wir alle sind hier, um vollkommener zu werden. Ich wünsche uns allen so viel Erfolg auf diesem Weg, dass unser Planet von uns gestärkt anstatt geschwächt wird.

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