Dialog 04

Bitte mich um die Kraft, die dir jetzt fehlt, und ich werde sie dir geben können. Wenn du dich aber deinen Zweifeln überlässt, kann ich nichts für dich tun.

Dialog 04, 13.12.1985

Ich bin etwas erschöpft heute Abend und außerdem habe ich Wein getrunken. Eigentlich ist mir eher nach meinem Bett zumute, aber ich habe so viele Fragen. Kann ich mit dir reden?

Du kannst jederzeit mit mir reden, das weißt du. Und wenn du erschöpft bist, dann musst du selber entscheiden, wann du aufhören willst. Ich bin jederzeit da, um dir zu antworten und dir zu raten. Mich stört es nicht im Mindesten, wenn du Wein getrunken hast. Aber DICH kann es stören, es kann dich behindern, weil du weniger klar meine Botschaften empfangen wirst. Aber solange du das Bedürfnis hast, mit mir zu reden, bin ich für dich da. Ob du müde bist oder wach, betrunken oder nüchtern.

Ich fände es besser , wenn du wach und nüchtern zu mir kämst, weil wir uns dann klarer und unmissverständlicher miteinander unterhalten könnten. Aber ich verstehe deinen Überschwang der Gefühle und kann deine Erschöpfung begreifen. Deshalb.: Tue dir keinen Zwang an. Wenn dir nach Wein zumute ist, dann trinke Wein. Ich finde es wichtig, dass du zu mir kommst, immer und zu jeder Stunde, in welchem Zustand auch immer. Solange du nur kommst ist alles gut, und ich werde dir raten. 

Du hast heute viele „Aufträge“ von Monika bekommen und du hast Angst vor ihnen. Warum? Du musst sie nicht beantworten, sondern ich werde es für dich tun. Stelle mir deine Fragen, und ich werde Rat geben. Ich möchte, dass du eines weißt: Ich bin immer für dich da, ob du dich krank fühlst oder gesund, ob du wach bist oder müde, ob du betrunken bist oder nüchtern. Ich möchte allerdings, dass du dich dahin entwickelst, wach und gesund, klar und nüchtern zu werden. Nicht für mich, sondern für dich selber, weil ich Pläne mit dir habe, und du musst dich ändern, um diese Pläne erfüllen zu können. Das muss nicht von heute auf morgen geschehen, im Gegenteil. Du sollst dir keinen Zwang antun, aber du sollst wissen, dass ich mein Auge auf dich geworfen habe. Du bist mein Werkzeug, ich habe Pläne mit dir, und ich möchte, dass du dich darauf vorbereitest. Ich verlange keine Entsagungen, aber ich weiß, dass du dich ändern wirst, wenn du erst einmal die Bedeutung begriffen hast, die in diesem Gespräch zwischen uns beiden liegt. Also noch einmal: Versage dir nichts, jedenfalls nicht willentlich, aber bereite dich zugleich auch darauf vor, dass wir etwas miteinander zu tun haben werden, und dass ich dich GANZ brauche: Gesund und kräftig, mutig und hellwach zu jeder Stunde. Deshalb möchte ich, dass du von nun an dein Jogging-Programm wieder aufnimmst. Es gibt keine bessere Art, wach und klar mit mir in Kontakt zu treten, als solche Übungen. Versuche, ein solches Programm in deinen Tagesablauf zu integrieren, das wäre WICHTIG!

Auf jeden Fall solltest du das tun, wenn du sonntagmorgens nach Larmor-Plage fährst. Halte an und laufe. Laufe am Strand entlang und laufe mir entgegen! Dann werden wir uns später umso besser verständigen können. Und nun stelle mir deine Fragen.

Am nächsten Morgen:
Ich war gesten sehr müde und durcheinander und bin mir nicht sicher, ob ich deine Antworten richtig verstanden habe.

Du bist müde, weil du Angst vor den Gesprächen mit mir bekommst. Sie fangen an, dir unheimlich zu werden und du fängst wieder an, an mir zu zweifeln. Das ist nicht gut so und es ist sehr schade, denn ich habe Aufgaben für dich. Deshalb möchte ich, dass du dich mir vertrauensvoll näherst und in den Gesprächen mit mir lernst, was es für zu lernen gibt. Du musst dich vorbereiten für die Aufgaben, die ich für dich vorgesehen habe. Und das Erste, was du lernen musst, ist unbedingtes Vertrauen zu mir zu haben. Warum machst du es mir so schwer? Auch jetzt zögerst du, warum?

Ich gebe zu, ich habe manchmal Angst, dass ich diese Dialoge selber schreibe, ohne es zu merken. Obwohl ich sehe, dass meine Art zu schreiben, eine völlig andere ist als die, die ich hier kennen lerne. Trotzdem befallen mich immer wieder Zweifel und ich fühle mich dann eher sehr unsicher mit all dem.

Das ist nur natürlich. Du hast dein Leben lang gehandelt, als seiest du alleine für alles verantwortlich und es gab mich nicht in deiner Welt. Das ist jetzt anders geworden und es wundert mich nicht, dass du jetzt unsicher wirst. Um so wichtiger ist es jetzt aber, dass du über alles mit mir redest, was dir in diesem Zusammenhang durch den Kopf geht. So wie du es jetzt auch tust. Bitte mich um die Kraft, die dir jetzt fehlt, und ich werde sie dir geben können. Wenn du dich aber deinen Zweifeln überlässt, kann ich nichts für dich tun.
Merkst du nicht, welch ein Wunder hier geschehen ist?
Es gibt nicht viele Menschen, denen ich mich mitteilen kann, wie ich es bei dir tue. Weil sich die wenigsten so weit zu öffnen bereit wären, wie du es bist. Das ist schade, aber ich kann und will es nicht ändern. Du aber hast dieses Wunder für dich vollbracht und darüber solltest du froh und glücklich sein, anstatt dich in Zweifeln zu quälen. Und du musst wieder und wieder zu mir kommen und dich mir anvertrauen, damit du lernst, dass deine Zweifel unbegründet sind und du bei dieser Sache nur gewinnen kannst.
Monika hat recht, wenn sie dir Fragen über Fragen an mich aufgibt, denn dadurch wirst du dich schulen und sicherer und klarer in deinen Urteilen werden – und darauf kommt es mir bei dir an. Du brauchst dich nicht überfordert zu fühlen, denn du kannst jederzeit selbst entscheiden, wann du ein Gespräch beenden willst. Wir haben Zeit und ich bin immer für dich da. Sei froh und dankbar, dass du eine Frau an deiner Seite hast, die dich gerade jetzt so sehr bestärkt in dem, was du tust. Das ist sehr wichtig für mich, denn ohne Monikas Unterstützung wäre es für mich sehr viel schwerer, in Kontakt mit dir zu bleiben. Ich sagte dir bereits, sie ist innerlich stärker und gefestigter als du, und du sollst sie als deine geistige Führerin anerkennen lernen, auch wenn dir das schwer fällt. Du hast die Sensibilität, die nötig ist, um mit mir in Kontakt zu treten. Sie aber hat die Kraft, die dir fehlt, um darauf auch eine dauerhafte Beziehung aufbauen zu können. Sie besitzt, was DIR fehlt, während du etwas hast, was IHR fehlt. Zusammen aber könntet ihr eine ideale Ergänzung sein und seid es zu einem gewissen Maße auch schon, weshalb ich den Kontakt jetzt zu dir aufgenommen habe.

Die Entscheidung, eure Welt in Deutschland aufzugeben und euch mir anzuvertrauen, war die beste und mutigste Entscheidung, die ihr in eurem Leben je getroffen habt. Und sie hat euch schließlich zu mir geführt, was eine unmittelbare Folge dieser Entscheidung gewesen ist: Ihr habt euch auf den Weg zu mir begeben und seid angekommen. Und jetzt, wo du am Ziel bist, zögerst du und zweifelst an mir. Aber sorge dich nicht darum. Das wird vorübergehen, wenn du erst Vertrauen zu mir gefasst hast. Ich habe Zeit zu warten, denn ich weiß, dass du eines Tages ganz zu mir kommen wirst, gereift und stark für die Pläne, die ich für dich habe.

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