Dialog 06

Wenn ich dir rate, was zu tun ist, dann habe ich dir die Entscheidung nicht abgenommen. Du hast stets die Freiheit, anders zu wählen. Und ich werde mich nicht von dir entfernen, wenn du es tust.

Dialog 06, 15.12.1985

Ich bin wieder sehr ratlos und verängstigt. Vor uns steht die Deutschlandfahrt und wir wissen gar nicht,  wie wir das und alles andere, was noch auf uns zukommen wird, eigentlich finanzieren können.

Und überhaupt, ich fühle mich überlasteter als je zuvor. Mir schein im Augenblick, die Dinge waren leichter zu regeln, als ich noch für mich alleine entscheiden konnte.

Ich sehe und bedauere es, doch es ist ganz natürlich. Du wirst noch weitere, tiefere Krisen durchmachen müssen, wenn du dich erst einmal entschlossen hast, dich noch mehr auf mich einzulassen. Denn du musst bedenken: Du bist im Begriff dein ganzes Leben von Grund auf zu verändern! Das ist nicht nur einfach und schön, sondern reißt tiefe Wunden, weil du viele alte Gewohnheiten von dir werfen musst, die dich in gewisser Hinsicht ja auch geschützt haben.

Du glaubst, es sei alles einfacher gewesen, als du noch alleine gewesen warst. Hast du vergessen, dass ihr diese Reise, diesen wichtigen Schritt in eurem Leben, in meinem Geiste und mit meiner Hilfe begonnen habt. Jetzt will ich, dass ihr einen neuen Schritt geht, nachdem ihr den ersten bereits getan habt. Jetzt sollt ich euch dessen ständig bewusst sein, dass ihr in meinem Geiste und mit meiner Hilfe handelt.

Ich verstehe deine Angst. Du glaubst, du hast die Dinge jetzt nicht mehr in der Hand, seit ich verlange, dass du mir vertrauen sollst. Dagegen sträubt sich alles in dir. Und was eine Hilfe für euch sein sollte, wird für dich scheinbar zu einer zusätzlichen Belastung. Dabei wäre alles soviel einfacher, wenn du mir nur vertrauen würdest.

Quäle dich nicht mit der Sorge, du könntest meine Botschaften eventuell nicht richtig wiedergeben und dann für Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen werden. Es gibt keine Fehlentscheidungen, wenn du mich gewähren lässt. Und das Einzige, was du lernen musst, ist genau zuzuhören, was ich dir zu sagen habe!

Ich weiß, dass dir gerade das schwer fällt. Du bist noch nie ein guter Zuhörer gewesen und hast immer geglaubt, selber deinen Teil dazugeben zu müssen. Das ist jetzt unmöglich, und nun machst du dir Sorgen, ob du dieser Aufgabe gewachsen bist. Dabei habe ich dir noch gar keine Aufgabe gestellt. Ich verlange von dir, dass du mir zuhörst und mir vertraust. Betrachte deshalb jede einzelne tägliche Entscheidung als Übung auf diesem Weg! Manche von diesen Übungen werden harmloser in ihren Folgen sein, andere sind für euch schon bedeutsamer. Für euch, nicht für mich. Für mich ist alles gleich.

Darum nutze jede Gelegenheit, um zu mir zu kommen. Nimm dir dafür soviel Zeit, wie du nur aufbringen vermagst, damit du dich schulen kannst. Ihr habt nicht unendlich viel Zeit und ich brauche euch vielleicht schon bald. Vergiss auch nie, dass du nicht alleine auf der Welt stehst. Du lebst mit einer großartigen Frau zusammen, die stets die Verbindung zwischen dir und mir beobachten und stützen wird, wenn du alleine nicht weiter weißt. Gerade weil ihr Zwei zusammen lebt und so sehr in meinem Geiste durchs Leben geht, habe ich mich dir offenbaren können. Nur mit Monikas Hilfe kann ich dich erreichen, das sollst du nie vergessen. Ich offenbare mich dir, aber ich wende mich immer an euch beide! 

Wenn ich dir rate, was zu tun ist, dann habe ich dir die Entscheidung nicht abgenommen. Du hast stets die Freiheit, anders zu wählen. Und ich werde mich nicht von dir entfernen, wenn du es tust.

Nur wirst du bald feststellen, dass deine eigenen Entscheidungen hilflose Schritte im Dunkeln sind, während ich dir das Licht weise, auch wenn du es noch nicht siehst. Es ist deshalb wichtig, dass du jede Entscheidung, dir für euch auch nur einigermaßen bedeutsam ist, mit mir besprichst. Und indem du sie befolgen lernst, wirst du erfahren, wie gut ich dich führen kann.

Meine erste Frage betrifft die 5000 Francs, die wir derzeit haben, die aber längst nicht für all die Dinge reichen, die demnächst bezahlt werden müssen. Die Frage lautet also, wie sollen wir das Geld richtig verwenden?

Ihr dürft nie versuchen, eure Zukunft absichern zu wollen. Am wenigsten mit Geld und am allerwenigsten mit geliehenem Geld. Das bedeutet in diesem Fall: Ihr dürft nicht zu weit vorausplanen mit diesem Geld. Natürlich könnt ihr mit 5000 Francs nicht alles bezahlen. Darum bezahlt das, was wichtig für euch ist und sorgt euch nicht um die Zukunft. Ihr könnt nicht wissen, was morgen sein wird, aber ihr wisst, was heute von euch verlangt wird.

Ihr braucht Heizöl. Kauft es. Ihr braucht Pflanzen. Kauft sie, und zwar sehr verantwortungsbewusst: Kauft alles, was ihr braucht und auch das, von dem ihr sicher seid, dass ihr es brauchen werdet. Kauft die Mengen, die für die nächsten ein bis zwei Monate nötig sind, und nicht mehr! Bestellt keine neuen Gewürze, sondern reduziert euer Gewürzangebot auf die Produkte, die wirklich gut gehen. Erweitert euer Gewürzangebot aber um neue Ware für den Sommer.

Ihr wollt nach Deutschland fahren? Das sollt ihr auch, das ist wichtig. Bezahlt die Reisekosten von diesem Geld und sorgt euch nicht, wenn eure 5.000 Francs damit aufgebraucht sind. Wichtig ist, dass ihr sie gut und zum Wohle anderer Menschen investiert habt. Sie müssen leben, diese Francs.

Grübelt nicht schon jetzt, was in drei Wochen sein wird, sondern vertraut mir. Ich rate euch zu dieser Reise, weil ich meine Gründe dafür habe. Überlasst euch mir, ganz und gar, und sorgt euch nicht um eure Zukunft, auch nicht um die allernächste. Ich schütze euch, darauf könnt ihr euch ganz fest verlassen.


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