Dialog 07

Betet um die Kraft, die ihr dazu braucht. Betet tief und innig darum! Laut und leise, an jedem Ort und zu jeder Zeit.

Dialog 07, 16.12.1985

Ich finde es nicht einfach darauf zu vertrauen, dass immer für mich gesorgt sein wird, wenn unsere Mittel so knapp sind, dass sie oft nur bis zum nächsten Tag reichen, und dann auch oft nur für das Allernötigste.

Genauso ist aber eure Situation und so will ich es. Der Zeitpunkt, wo ich euch größere Mittel anvertrauen kann, ist noch nicht gekommen. Ihr müsst lernen, daran zu glauben, dass auch morgen für euch gesorgt sein wird, wie ich heute für euch sorgen werde. Das könnt ihr aber nur, wenn ihr das täglich immer wieder aufs Neue erfahrt. Ihr steht noch ganz am Anfang, das dürft ihr nicht vergessen, und euer Glaube ist noch klein und muss wachsen können.

Noch habt ihr nicht die Reife, die nötig ist, um größere Mittel weise einzusetzen. Das werdet ihr erst können, wenn ihr gelernt habt eure Bedürfnisse zu beherrschen, anstatt euch von ihnen beherrschen zu lassen. Noch ist euer Leben leer und der Glaube an mich füllt eure Seele noch nicht aus. Es gibt viele Löcher, die ihr zu stopfen gewohnt seid, ohne dass ihr euch die Zeit genommen hättet, euch ihrer bewusst zu werden.

Erst, wenn ich euch ganz erfüllt habe und ihr nicht mehr Sklaven eurer Begierden seid, die nur ein Ausdruck eurer Sorgen und eures mangelnden Vertrauens in mich sind, erst dann werdet ihr reif sein, auch größere Mittel weise benutzen zu können: In meinem Geiste und zum Wohle aller. Sorgt euch nicht, dass dieser Tag nicht kommen wird. Er wird kommen, wenn es dafür an der Zeit ist.

Monika quält sich mit der Frage, wie sie die Belastung ertragen soll, die durch Florian (unser zu diesem Zeitpunkt 18 Monate alter Sohn, Anm. Monika) täglich entsteht. Sie fühlt sich überfordert und innerlich ausgeleert, weil es ihr erscheint, als ziehe ihr Florian alle Kraft von ihr ab.

Eurer Kind verlangt viel von euch. Es ist eine starke Persönlichkeit, der ihr in vieler Hinsicht nicht gewachsen seid. Deshalb muss vor allem Monika lernen, sich von ihm führen zu lassen und von ihm zu lernen, wie sie sich auch einem erwachsenen Menschen, in dessen Nähe sie leben würde und der ihr überlegen wäre, anpassen und von ihm lernen müsste.

Florian verlangt viel und Monikas Konflikt (es ist aber auch der deine!) entsteht dadurch, dass ihr ihm nicht geben wollt, was er verlangt. Sie soll sich nicht gegen das Kind wehren, sondern sich auf es einlassen, ganz für es da sein, solange Florian das braucht, denn er braucht es wirklich. Seine Seele ist hungrig und er muss schneller als andere Kinder lernen, wachsen und reifen. In seinem jungen Körper steckt ein ganz außergewöhnlich entwickelter Mensch. Praktisch bedeutet das: In ihrem Tagesablauf muss Monika ihn stets an erste Stelle setzen und seinen Hunger stillen.

Das bedeutet nur scheinbar, dass sie alle Kraft für ihn ausleeren würde. In Wahrheit kann sie gerade dadurch Kräfte sammeln. Ihre Erschöpfung rührt nicht daher, dass Florian alles nimmt, was sie ihm geben kann, sondern umgekehrt: dass sie ihm nicht alles gibt, was er verlangt. Das spürt auch das Kind und wird fordernd und schwierig, denn es ist stärker als sie und stärker als ihr beide.

Monika, wenn du dich gegen das Kind wehrst, wirst du immer dabei verlieren. Wenn du dich aber dem stellst, was das Kind braucht und von dir verlangt, wenn du das Kind in deinem Tagesablauf wirklich an erste Stelle setzt und erst sein und dann deine Bedürfnisse befriedigst, wirst du viel Schönes erfahren und in innerer Harmonie leben. Dann sind die kurzen Zeiten, die dir für dich bleiben, wirklich die deinen und du kannst sie vollkommen nutzen. Jetzt stiehlst du sie sozusagen an deinem Kind vorbei, deshalb bist du innerlich gehetzt und verkrampft und kannst nicht einmal die Zeiten nutzen, die du dem Kind gestohlen hast.

Dein Kind gehorcht dir nicht? Auch das liegt daran, dass du dir zuwenig Zeit für Florian nimmst, auch wenn dir das nicht so vorkommen scheint. So bist du immer mit deinen Gedanken an anderen Orten, während das Kind sich selbst überlassen bleibt und deshalb – zwangsläufig – alles durcheinanderbringt. Dann musst du es mit ständigen Verboten überschütten, aber erreichst damit eher das Gegenteil. Florian ist mit Verboten nicht zu lenken, sondern nur mit Zuwendung.

Ich weiß, es mag dir hart oder gar unmöglich erscheinen, was ich da von dir verlange, denn du meinst, dass du schon mehr als genug gibst und dich selber dabei aufgegeben hättest. Das ist aber nicht so. Denn du gibst in den meisten Fällen nur widerwillig und deshalb erscheint dir deine Gabe so groß, während sie in Wahrheit klein ist und das Kind nicht wirklich befriedigt.

Stelle das Kind vor deine andere Arbeiten. Stelle den Haushalt hinten an, stelle die Zeiten, die für dich sein sollen, hinten an. Stelle deinen Mann hinten an. Rücke alles beiseite, damit Platz für dich und dein Kind entsteht. Dann widme dich ihm mit vollem Herzen und du wirst sehen, wie du dabei aufblühen wirst. Sorge dich nicht darum, dass das Kind immer mehr von dir fordern wird. Das Gegenteil wird eintreten: Wenn sein Hunger nach Neuem immer gestillt wird, wird es zufriedener und ausgeglichener sein und dir mehr und mehr Raum geben.

Jörg, schreibe nicht an deinem Tagebuch weiter! Du wirst ein Buch schreiben, aber nicht so, wie du es geplant hattest. Warte ab, welche Entwicklungen sich jetzt für euch ergeben, da ich mich offenbart habe. Schreibe deine Fragen an mich auf und notiere alle Antworten. Das ist es, was ich will.

Und auch das will ich: Werdet euch bewusst, dass an eurem Weihnachtsfest mein Sohn geboren wurde. Beschäftigt euch damit. Lest die Bibel. Fragt mich dazu. Ihr seid meine Kinder, und ihr solltet davon abkommen das Fest, das unter allen Festen das wichtigste und schönste ist, mit Routinen zu vertun. Singt zu meinem Lob, singt laut und innig an diesem Weihnachtsfest, und
seid euch bewusst, dass an diesem Tage mein Sohn geboren wurde.

Liebt euren Sohn, der ebenfalls eine Aufgabe zu erfüllen haben wird. Helft ihm in seiner Entwicklung und vergesst nie, was ihr bei seiner Geburt empfunden habt: er ist perfekt und benötigt nicht eure Fehler. Du, Monika, hast ihn einen Augenblick lang als das sehen dürfen, was er ist: Eine weise Seele, die in diesem Leben einem weiteren Stück Vollendung entgegen geht.

Betet um die Kraft, die ihr dazu braucht. Betet tief und innig darum! Laut und leise, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Bittet mich direkt, wenn ihr Hilfe dabei braucht, und sprecht diese Worte:

Vater, ich bitte um deine Kraft und um deine Hilfe!
Jetzt, in diesem Augenblick.
Hilf mir und erfülle mich mit deinem Geist!

Sprecht diese Worte wieder und wieder – und mein Geist wird euch erfüllen.  Das verspreche ich euch. Wenn ihr in Not seid, werde ich immer zu euch  kommen, denn ihr habt den Weg zu mir gefunden und könnt ihn von nun an nutzen. Sprecht diese Worte und lasst euch von ihnen durchdringen. Benutzt sie nicht als Leerformel, sondern seid euch dabei bewusst, dass ich euch diese Worte gegeben habe und ihr mich so direkt erreichen könnt. Ihr müsst das üben. Und ich bitte euch dringend,es zu tun, denn ich kann euch nur helfen, wenn ihr um diese Hilfe bittet.

Der Rosenkranz, über den man sich oft so lustig macht, ist nichts anderes, als die ständige Bitte um Hilfe, und dieser Hilfe bedürft ihr.

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