Dialog 102

Ihr sollt euch gegenwärtig sein, dass das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt da sein muss, und das muss euch ganz klar sein. Aber WENN es euch klar ist und wenn ihr das Vertrauen habt, das dazu nötig ist, dann WIRD es auch da sein.

Dialog 102, 28.03.1986

Wir haben ein Haus in Pont Aven angesehen. Es entspricht eigentlich nicht gerade meinem Traumbild, ist aber sicherlich ein sehr zweckmäßiges Haus. Es hat Platz für alle unsere Vorhaben. Die Kosten liegen mir noch etwas im Magen, was daran liegt, dass wir zur Zeit etwas knapp bei Kasse sind. Sonst würde mir das weniger ausmachen. Und dazu hätte ich gerne deine Meinung gehört.

Ansonsten würde ich ja sagen. Es spricht eigentlich alles dafür und kaum etwas dagegen. Und was dagegen spricht ist relativ unwesentlich (die Nachbarschaft zur Fabrik).

Zu Monikas Information: Das ist Jörgs zweiter Entwurf. Der erste las sich etwas zögernder. Nun hat er sich zu einem zweiten, mutigeren entschlossen, und das ist gut so.
Ich sagte ja schon mehrfach: Wenn es euer Haus ist, dann unterschreibt. Ihr sucht jetzt nichts für die lange Zukunft, sondern braucht ein Haus um arbeitsfähig zu sein. Und was die Kosten betrifft, so sind euch auch diese Verfahren inzwischen bekannt: Wenn die Entscheidung stimmt, wird sich alles weitere finden. Nicht von selbst natürlich. Aber eure Bemühungen werden ERFOLGREICH sein, das ist der Punkt. Das gilt auch für die Ausstattung: Ihr bekommt, was ihr braucht, aber ihr müsst die richtigen Dinge zur richtigen Zeit tun! Alles in allem ist so ein leeres Haus eine Fundgrube für die schönsten Lektionen, die man sich nur denken kann. Wenngleich euch ein möbliertes Haus jetzt sicher besser gepasst hätte.

Noch haben wir ja nichts unterschrieben. Die Dinge sind also noch in der Schwebe. Sollen wir uns nun auf dieses Haus konzentrieren oder nebenbei auch noch weiter suchen?

Nein, konzentriert euch jetzt einmal ganz und gar auf dieses Haus, sonst schwächt ihr die Energien, die ihr darauf richtet. Konzentriert euch aber dann auch wirklich darauf, besitzt es und bewohnt es schon im Geiste, lasst das Auto in der Auffahrt parken und stell den Wohnwagen in die Wiese oder wohin ihr wollt. Und kümmert euch zugleich darum, wo das Geld herkommen soll. Auch das gehört dazu. Nehmt das Haus gedanklich schon in Besitz, das ist mein Rat.

Später am Tag:
Monika:
Als ich das Haus besichtigte, hatte ich das Gefühl, dass es gut geeignet sei für unsere Arbeit. Und ich dachte nur daran. Über die kleinen luxuriösen Extras habe ich mich gefreut, doch spielten sie keine Rolle. Für mich war der ausreichende Platz ausschlaggebend. Deshalb habe ich mich für dieses Haus entschieden im Vertrauen darauf, dass wir das Geld für die Kosten von dir bzw. über dich bekommen würden.

So, wie ich mir auch keine Gedanken über die Portokosten gemacht habe, um die Flyer für LTN zu verschicken, und nur an die Energie dachte, die jetzt in die Welt geht. Hätte ich mir vorher überlegen müssen, woher das Geld dafür kommt, dann wäre ich in der Anzahl der Zettel weniger großzügig gewesen und eben auch der Ausstoß an Energie. Und ich war bis jetzt der Meinung gewesen, dass mein Vertrauen das Geld manifestieren würde und nicht meine Überlegungen vorher.

Jetzt nach deinen Worten fühle ich mich irgendwie von dir verraten und bin sehr betroffen. Ich habe keine Ahnung, wo das Geld herkommen soll, außer durch Impulse, die ICH nicht beeinflussen kann. Keine Bank gibt uns Kredit ohne Sicherheiten. Unsere Freunde warten auf Rückzahlungen und ich brächte es nicht fertig, sie nochmals anzupumpen. Was sollte ich auch sagen: für ein teures Haus? Für die Arbeit für dich? Nein, das kommt mir nicht richtig vor. Ich weiß nicht, wie sich alles weitere finden wird und schon gar nicht, wie ich das Geld beschaffen soll. Also muss ich davon ausgehen, dass es nicht unser Haus ist, denn wir können es nicht bezahlen.

Wir haben Schulden, wir haben ausstehende Rechnungen und wir brauchen Ware für den Markt. Allein diese Kosten übersteigen mein Vorstellungsvermögen, was die Bezahlung betrifft. Ich frage dich, habe ich mich getäuscht bei der Beurteilung des Hauses? Waren es doch Bedürfnisse nach Komfort, die mich beeinflusst haben? Ich bin sehr durcheinander und deine Antwort hat mich sehr geschmerzt.

Du hast dich nicht getäuscht in der Beurteilung des Hauses. Nur meine Antwort hast du falsch verstanden.

Ich habe nicht gesagt, dass IHR das nötige Geld beschaffen müsst und dass ich damit nichts zu tun habe.  Ich habe gesagt, dass ihr euch auch mit dieser Frage beschäftigen müsst. Und das müsst ihr auch. Aber nicht in dem Sinne, dass ihr jetzt fieberhaft nach Adressen sucht, wo ihr Geld leihen könnt.!

Ihr sollt euch gegenwärtig sein, dass das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt da sein muss, und das muss euch ganz klar sein. Aber WENN es euch klar ist und wenn ihr das Vertrauen habt, das dazu nötig ist, dann WIRD es auch da sein. Dein Beispiel mit den Portokosten ist völlig richtig.

Ich habe nicht gesagt, dass ihr vorher (also vor Vertragsabschluss) die Finanzierungsfrage vollständig geregelt haben müsst. Das hast du so aus den Zeilen heraus gelesen. Aber was wäre das für eine überkommene Vorgehensweise?! Ich habe gesagt: Kümmert euch darum. Und mein Pech ist es, dass ich einen Sekretär habe, der manchmal im entscheidenden Moment etwas einsilbig wird und das Wichtigste weglässt.

Deshalb sage ich es jetzt noch einmal neu (und wenn wir Glück haben, schreibt mein Herr Sekretär auch alles so auf, wie ich es ihm diktiere!):
Seid euch über die Kosten im Klaren, auf die ihr euch einlasst. Versucht das Mögliche, um von euch aus zu tun, was getan werden kann, aber vertraut immer darauf, dass ihr euer Geld bekommen werdet, auch wenn ihr NICHT wisst, wie es gehen soll.

So, das war der wichtigste Satz, der in meiner anderen Durchsage „gefehlt“ hat. Sei ihm nicht böse darum, er merkt es nicht, aber wenn ihm etwas gegen den Strich geht, dann stellt er seine Borsten derart auf, dass nicht einmal ich richtig durchkomme, wie du siehst.

Wenn dir das Haus gefällt und wenn du es haben willst, dann ist es das richtige Haus! Und – ich kann es nicht anders ausdrücken – alles weitere wird sich finden. Unterschreibt den Vertrag in vollem Vertrauen, ihr habt wahrhaftig Energie in die Welt geschickt, und sie wird zurückkommen. Im rechten Augenblick. Das sage ICH dir und du kannst dich ruhig auf mich verlassen.

Jörg:
Da habe ich ja jetzt etwas Schönes angerichtet und hab es doch nicht absichtlich getan! Sicher, jetzt sind mir die Dinge auch wieder klar, aber um welchen Preis?
Monika fragt noch einmal und bittet um eine klar Auskunft: Ist dieses Haus für uns das richtige? Nicht im Hinblick auf unsere persönlichen Wohnbedürfnisse, sondern im Hinblick auf unsere Arbeit?

Nur weil ich nicht will, dass Monika für Nichts leidet, äußere ich mich zu diesem Punkt noch einmal ganz deutlich:
Das Haus ist gut geeignet und ich rate euch es zu nehmen. Ich hoffe, dass du etwas aus diesem Abend gelernt hast. Denn du wolltest doch Monika als Führerin der Gemeinschaft anerkennen und hast doch schon beizeiten gewusst, dass SIE an diesem Haus interessiert war. Alleine das hätte Grund genug sein müssen, alle Zweifel zu zerstreuen. Jetzt hast du ihr diesen Kummer bereiten müssen, weil du Narr aus deiner alten Haut nicht heraus willst.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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