Dialog 11

Ein Gebet ist wie ein Samenkorn: Damit es aufblühen kann, muss auch der Boden bereitet sein. Auf Stein geworfen, kann es sich nicht entfalten.

Dialog 11, 19.12.1985

Monika fühlt sich in Not und ihre Gebete helfen ihr nicht. Sie weiß nicht mehr, wie sie mit dem Kind zurecht kommen soll und braucht dringend von dir einen Rat. Außerdem fühlt sie sich weit entfernt von dir, seit sie an dem Abend, an dem alles so schief lief für uns, in ihrer Verzweiflung zu dir gebetet hat und keine Hilfe erhielt.

Ich habe euch dieses Gebet (siehe Botschaft 07) an die Hand gegeben, damit ihr mich erreichen könnt, wenn ihr mich braucht, aber ich habe euch auch gesagt, dass ihr es üben müsst!

Ich habe mich euch offenbart, aber ihr seid es, die die Brücke zu mir bauen müsst, damit sie euch trägt. Ihr habt damit begonnen, aber die Arbeit ist noch nicht beendet. Wenn mein Geist euch erfüllen soll, so müsst ihr Raum schaffen dafür.

Wenn ihr ein Haus bezieht und euer Geist soll dieses Haus erfüllen, so wisst ihr, dass ihr es zunächst gründlich reinigen müsst. Genauso verhält es sich auch mit euch: Ihr habt euer Leben bisher ohne mich geführt und dementsprechend sieht es auch in euch aus. Jetzt will ich, dass ihr euch ändert und ich sage euch, was dazu zu tun ist. Solange ihr diese Arbeit nicht getan habt ist auch der Weg zu mir noch nicht frei. Solange ihr noch erfüllt seid von alten Sorgen und Zweifeln, könnt ihr meinen Geist noch nicht aufnehmen, nicht weil ich ihn nicht ausgesandt hätte, sondern weil ihr ihn nicht empfangen könnt – zumindest nicht in seinem ganzen Reichtum.

Deshalb habe ich euch gesagt, dass ihr das Gebet zu mir üben müsst! Wenn ihr es nur sprecht, wenn es euch schlecht geht, dann habt ihr  ausgerechnet eine Situation gewählt, in der eure alten Sorgen und Ängste euch erfüllen. Wie soll mein Geist euch dann erreichen können?

Übt den Umgang mit mir, werdet vertraut damit, lasst eure Gebete ein Teil eures Tages werden und sucht den Zugang zu mir immer und immer wieder. So werdet ihr mehr und mehr eins werden mit mir und könnt meinem Geist von Mal zu Mal besser empfangen.

Wenn Monika sich nach ihrem Erlebnis an jenem Abend von mir entfernt fühlt, so hat sie wahrhaftig die Entfernung empfunden, die zwischen uns besteht, wenn Sorgen und Ängste in ihr das Sagen haben. Ich sage euch zwar, ihr müsst euer Leben ändern, aber ich bestimme nicht das Tempo, in dem ihr diese Änderung vollbringt.

Je mehr ihr daran übt und je wichtiger euch dieses Ziel ist, um so seltener werden solche Situationen eintreten, wie sie für Monika eingetreten sind.   Es heißt bei euch: „Der Glaube kann Berge versetzen.“ Doch bis er das kann, muss er eine ungeheure dichte und Intensität entwickelt haben.

Nun prüft euch selber: Wie ist es bei euch mit der Dichte und Intensität eures Glaubens bisher bestellt?
Ihr habt von Menschen gelesen, die scheinbar Unglaubliches vollbringen können: Schamanen, Priester, Heilige. Sie alle haben an irgendeinem Tag ihres Lebens die Einsicht zur Umkehr gehabt. Die Einsicht, dass sie ihr altes Leben aufgeben und ein neues beginnen müssten. Sie alle haben daran arbeiten müssen, denn das ist euer Schicksal als Menschen. Der Weg zur Göttlichkeit muss gebaut werden, in diesem und in vielen Leben. Ihr habt eine solche Einsicht ebenfalls gehabt. Das ist nun einige Tage her. Ich habe euch seitdem ständig Einsichten und Anweisungen gegeben, um euch auf eurem Weg zu helfen, aber ihr dürft nicht erwarten, dass ihr schon am Ziel seid.

Zu eurem Sohn: Er hat, wie ihr wisst, einen ausgeprägten Willen, der sich jetzt in einem neuen Körper weiterentwickelt. Das führt unvermeidlich zu Konflikten mit eurem Willen. Es gibt keine Erziehungsregel, die einmal angewendet, deine Probleme löst, Monika.

Das Aufeinanderprallen eurer beiden Willenskräfte ist ein Thema eurer beider Situation miteinander. Von euch beiden hat dein Kind den stärkeren Willen, deshalb bist du es, die sich schützen muss, wenn es darauf ankommt. Sorge dich deshalb nicht um ihn. Er nimmt keinen Schaden, wenn du ihn hart anpacken musst, um dich selber zu schützen. Sorge dich eher um dich selbst.

Mein Rat:
Widme ihm soviel Zeit, wie irgend möglich, denn er hungert nach Anregungen und braucht täglich viel Neues. Aber setze dich auch gegen ihn durch, wenn er beginnt dich zu überrollen. Das ist zwar auch anstrengend, aber es nützt letzten Endes doch euch beiden: Ihm auf lange Sicht und dir sofort.

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