Dialog 110

Euren Mut erkenne ich sehr an und eure Bereitschaft auch. Lasst ihm jetzt noch die Tat folgen und akzeptiert alles, was geschieht. Ich werde euch nicht zwingen einen Weg zu gehen, an dem ihr zerbrecht. Darin läge kein Sinn. Doch kann ich euch auffordern einen Weg zugehen, der euch eventuell prüft.

04.04.1986

Heute naht wohl die entscheidende Stunde, wo wir unseren ersten Fallschirmsprung machen sollen. Bis heute hat sich kein Hinweis ergeben, wie wir die finanziellen Verpflichtungen einlösen sollen, die wir uns heute wahrscheinlich aufladen werden. Ich habe versprochen den Sprung trotzdem zu wagen und Monika ist ebenfalls bereit dazu. Ich will jetzt gar nicht weiter fragen, sondern bitte dich nur: Lass uns nicht fallen! Darunter verstehe ich nicht, dass du uns Schwierigkeiten ersparen sollst. Ich bin bereit, auch das als deinen Plan und darin dein Wirken zu sehen. Aber ich bitte dich, uns nicht abstürzen zu lassen, damit wir an diesem Sprung nicht zerbrechen.

Wie kannst du denn glauben, dass ich euch abstürzen lassen würde? Und auch Schwierigkeiten kommen immer nur in dem Maße, wie ihr sie „verdient“. Ihr habt euch in der Tat auf eine große Sache eingelassen und um sie zu bewältigen braucht ihr eure ganze Kraft und euer ganzes Vertrauen. Das aber ist eben zugleich auch der Sinn der Übung. Ich möchte euch jetzt dazu nichts weiteres sagen, denn zunächst sei ihr jetzt am Zuge und müsst den Schritt gehen, da sich sonst ja keine Folgen daraus ergeben können.

Euren Mut erkenne ich sehr an und eure Bereitschaft auch. Lasst ihm jetzt noch die Tat folgen und akzeptiert alles, was geschieht. Ich werde euch nicht zwingen einen Weg zu gehen, an dem ihr zerbrecht. Darin läge kein Sinn. Doch kann ich euch auffordern einen Weg zugehen, der euch eventuell prüft. Ich sage eventuell, denn es muss keine Prüfung sein. Das liegt ganz bei euch.

Es belastet mich sehr, dass Monika sozusagen schicksalhaft an mich gekettet ist und ein Versagen von mir mit ausbaden muss. Ihr Glaube an dich ist viele stärker als meiner und ich denke, wenn sie in direktem Kontakt zu dir stünde und nicht ich, würden die Dinge (auch für sie) viel einfacher und glatter laufen. So kann jetzt alles, was eventuell an Schwierigkeiten auftreten könnte, als mein Versagen interpretiert werden, besser gesagt, als meine Schuld.

Ich empfinde den Kontakt zu dir oft als eine schwere Bürde, die ich manchmal am liebsten los sein möchte. Wenn ich deine Botschaften sozusagen medial – also in Trance – auffangen würde, könnte niemand auf den Gedanken kommen, ihre Richtigkeit zu bezweifeln. Nicht einmal ich selbst. So aber liegt immer die Gefahr eines riesigen Irrtums darin. Ich kann das einfach nicht ausschließen und wenn du mir zehn mal eine Garantieerklärung gibst. Sogar die kann ja ein riesengroßer Irrtum sein. Ich habe mich bis heute sehr weit vorgewagt, habe hunderte von Seiten an Botschaften aufgeschrieben. Das ist nicht ohne Einfluss auf mich geblieben. Ich habe Angst verrückt zu werden, wenn ich einmal zu dem Ergebnis kommen sollte, alles sei nur ein „Traum“ gewesen.

Verrückt würdest du nicht werden, aber in eine Krise könnte dich das schon stürzen, das stimmt. Aber das ist das Schicksal aller Menschen, die Kontakte zu anderen Dimensionen aufgenommen haben, seien es nun Engel oder nicht inkarnierte Seelen oder ich selbst. Sicher kann man sich als Mensch da nie sein. Und glaube nicht, dass es eine Erleichterung wäre, medial zu empfangen. Das kann einen nicht gefestigten Menschen noch in ganz andere Krisen stürzen. Oder wenn du meine Stimme laut und deutlich hören würdest, wie du dir das immer wünschst! Du könntest daran wahrhaftig irre werden, denn du bist der Typ dazu. So aber spreche ich zu dir ganz leise und doch sehr deutlich, lasse dir sogar etwas Spielraum und lasse dir vor allen Dingen deine eigene Sprache. Warum? Damit du dich sicher fühlen kannst, noch bei Sinnen zu sein. Wenn ich wirklich Besitz von dir ergreifen würde, könnte sich dein Bewusstsein daran spalten, und das will ich nicht.

Monika ist in der Tat schicksalhaft an dich gekettet, aber das ist sowohl ihre Entscheidung wie auch ihr Weg. Du bist dafür nicht verantwortlich! Das musst du dir sehr deutlich klar machen. Sie ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass die Schritte, die ihr geht, Schwierigkeiten mit sich bringen können. Aber sie wird es dir doch nicht anlasten – es sei denn du bist ganz offensichtlich schuld daran. Würdest du heute also zum Beispiel betrunken und lallend zum Notar gehen und ihr das Haus deshalb nicht bekommen … na, ich muss wohl nicht weiter sprechen. Schwierigkeiten aber, die sich aus den Schritten ergeben, die ich euch geraten habe, wird sie mir dir gemeinsam tragen, darauf kannst du dich sicher verlassen.

04.04.1986 (abends)

Nachdem ich mich heute mutig in die Häuser-Chose werfen wollte, war ich ziemlich überrascht, dass wir nun noch mindestens eine Woche warten sollen / müssen. Was sollen wir tun? Wir müssen unserer Vermieterin wenigstens einen Monat vorher kündigen. Also sehr bald. Jedenfalls vor dem nächsten Termin beim Notar.

Macht es so, wie ihr es schon besprochen habt: Stellt eure Situation dar und versucht, eine flexible Lösung zu vereinbaren. Das heißt: Ruft sie in den nächsten Tagen an und schildert den Fall.

Irgendetwas zieht mich dahin, zugleich auch noch dieser anderen Spur nachzugehen, die mir unser Nachbar gezeigt hat: Dieses Haus in der Nachbarschaft. Ist das in Ordnung oder schwäche ich damit unsere Position in Bezug auf das Haus in Pont Aven? Hat dieses Haus in der Nähe ebenfalls eine Bedeutung?

Im jetzigen Stadium der Dinge schwächst du eure Position dadurch nicht mehr. Wenn es dir also wichtig ist und dich beruhigt, gehe dieser Sache nach.

 

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