Dialog 112

Die beste Entscheidung, die du treffen kannst. Aber es ist noch nicht die wirkliche, noch nicht die endgültige innere Entscheidung, wirklich alles in meine Hände zu legen. Die muss erst noch kommen, und dann wirst du dich selber nicht mehr wiedererkennen.

Dalog 112, 06.04.1986

Monika:

Meine Einstimmungen/Gebete verlaufen jetzt wieder besser. Ich spüre dich, das dritte Auge und seit gestern auch ein Kribbeln im Bauch. Mit dem dritten Augen sehe ich immer Farben, vorwiegend blau und violett, manchmal rot und heute gelb. Haben diese Farben eine Bedeutung? Ich meine, enthalten sie eine Information für mich?

Du stehst jetzt wieder enger in Kontakt zu mir und das ist schön. Das Kribbeln im Bauch besagt, dass du nun auch diesen Energiepunkt wahrzunehmen beginnst. Das ist wichtig, denn es ist ein starker Punkt. Versuche dich darauf besonders zu konzentrieren, mache es aber nicht bewusst, als nicht „gewaltsam“. Richte einfach deine innere Aufmerksamkeit auf diesen Punkt und wenn deine Aufmerksamkeit abschweifen will, lass es geschehen. Die Farben haben keine spezielle Bedeutung, sagen aber viel über die Vitalität deiner Wahrnehmungen aus. Es sind starke, kraftvolle, energische Farben. Eine Information enthalten sie aber nicht.

Monika:
Die Situation zur Zeit belastet mich sehr. Ich habe Angst, alleine springen zu müssen, ohne Jörg, ohne Rebecca. Was wird dann aus Jörg, was aus Rebecca und was aus „Les temps nouveaux“? Hilfst du mir, diese schwierige Phase zu meistern? Ich fürchte, dass meine Kraft nicht ausreicht. Der Engel ist zwar bei mir, doch spüre ich ihn nur bei der Einstimmung. Danach habe ich keinen Zugang zu der Kraft.

Du wirst nicht alleine springen! Jörg wird diesen Weg mit dir gehen. Das sage ich dir, obwohl ich Jörg damit eine Information gebe, die er eigentlich noch gar nicht haben sollte. Aber es ist mir wichtig, dass du dich nicht sinnlos aufreibst. Bei Jörg ist der Wunsch frei zu sein im Grunde stärker als die Fesseln, die ihn halten wollen. Von daher stehen die Dinge gar nicht so schlecht. Mach dir keine Gedanken, ihr werdet es schaffen.

Der Grund, warum Jörg nicht den Sprung in die „große Freiheit“ schafft, sind die vielen kleinen Grenzen, mit denen er sich herum quält. Doch in dieser Hinsicht hat er in dir eine gute Lehrerin gefunden. Und so wie die Dinge stehen, ist er wieder in der Lage, die Verantwortung für sich selber zu übernehmen. Das wird dich entlasten und deine Kräfte schonen.

Was den Engel betrifft, so sei zunächst zufrieden damit, wenn du einen Kontakt – wenn auch nur für kurz – herstellen kannst. Übe es weiter und rufe deinen Engel immer wieder an, wenn du dich einstimmst und euer Verhältnis wird sich vertiefen.

Jörg:

Der Text heute morgen war haarig, aber er ist mir deshalb auch unter die Haut gegangen. Mit dem Resultat, dass ich mich jetzt sicherer mit meiner Sache fühle und besser weiß oder zu wissen glaube, was ich will und was nicht. Diese „kleinen Grenzen“, von denen du sprichst, sind für mich eigentlich weniger Grenzen als eine Reihe von Stolpersteinen, an denen ich immer wieder hängen bleibe, wenn eine andere Seite in mir einen wichtigen und großen Schritt machen möchte.

Was unsere Sache betrifft, so weiß ich: Ich will es so, ich bin bereit mit Monika zusammen zu springen. Und es ist nicht der Mut der Verzweiflung, sondern es ist wohl tatsächlich Vertrauen, denn mir ist nicht einmal mehr richtig bekommen zumute. Die Aussicht, die du mir heute morgen eröffnet hast, nämlich entweder frei zu sein oder kaputt zu gehen, die hat mich sehr stark angesprochen.

Sehr gut! Die beste Entscheidung, die du treffen kannst. Aber es ist noch nicht die wirkliche, noch nicht die endgültige innere Entscheidung, wirklich alles in meine Hände zu legen. Die muss erst noch kommen, und dann wirst du dich selber nicht mehr wiedererkennen. Aber ich bin auch mit dem zufrieden, was du mir heute anbietest. Es ist für deine Situation ein großer Schritt!

 

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