Dialog 122

Jetzt seid ihr auch einen Schritt weiter und müsst mehr lernen, eure eigene Verantwortung einzubauen. Verantwortung für die Kraft eurer Gedanken. Das ist wichtig! Wenn ich euch jede Entscheidung abnehme, lernt ihr das nicht. Also: Nur Mut!

Dialog 122, 17.04.1986

Bravo was den Kredit betrifft! Dass ihr ihn so einfach bekommen habt, war keine Selbstverständlichkeit, und ihr dürft es ohne weiteres als eine Manifestation betrachten, denn ihr habt Geld jetzt dorthin gelenkt, wo es aktuell gebraucht wird (nämlich bei euch). Jetzt kommt es natürlich darauf an, damit richtig umzugehen und die künftigen Schritte so zu lenken, dass „Les temps nouveaux“ seinen Weg findet, denn der Kredit muss bzw. sollte (Herr Sekretär, wo sind Sie denn mit Ihren Gedanken?) ohne Probleme zurückgezahlt werden können.

Das Haus hat zunächst eine sehr wichtige Aufgabe erfüllt. Es hat dazu gedient, eure Energien zu bündeln, Ihr habt etwas Konkretes gehabt, auf dass ihr sie richten konntet. Das hat zum Beispiel den Kredit möglich gemacht. Jetzt ist der Kredit da, nun muss alle verfügbare Energie auf das Haus selber gerichtet werden. Doch geht ruhig jetzt auch anderen Spuren nach, wenn ihr auf welche stoßt. Warum seht ihr euch das Haus in St. Thamec nicht wenigstens einmal an? Oder das andere in Merrien.

Ist das nicht ein Widerspruch? Wenn ich meine Aufmerksamkeit auf das Haus in Pont Aven richten soll, kann ich doch nicht gleichzeitig mit anderen Häusern liebäugeln.

Doch. Das Haus in Pont Aven ist nicht „das Haus“, es ist ein gutes und brauchbares Haus, und von denen gibt es etliche. Immer noch. Es gibt ja auch nicht nur „das Auto“ für euch, sondern etliche, die in Frage kämen.

Sollen wir am Ende jetzt noch einmal auf Häusersuche gehen?

Nein, aber ihr sollt nicht passiv bleiben und einfach nur warten! Tut etwas, das bringt eventuell auch die Sache in Pont Aven in Bewegung. Also los!

17.04.1986 (abends)

Monika findet das Haus in Merrien nicht ansprechend. Das Haus in St. Thamec ist auch nicht zu haben. Was sollen tun? Doch wieder nach anderen Häusern suchen? Ich habe das intensive Gefühl, dass wir bei dem Haus in Pont Aven bleiben sollten.

Ich will es mal so ausdrücken: Wenn euch etwas „über den Weg läuft“, während ihr wartet, solltet ihr euch unbedingt darum kümmern. Ansonsten richtet eure „Hauptaufmerksamkeit“ ruhig auf das Haus in Pont Aven.

Und was ist mit meinem Gefühl? Werden wir dieses Haus bekommen?

Solche Fragen beantworte ich nicht. Ich frage wegen des Umzugs. Ich halte es für „sinnvoll“ bis zur endgültigen Entscheidung abzuwarten. Monika meint, man könne die Möbel ebenso gut jetzt schon holen. Da ihr die Möbel in kürzester Zeit doch brauchen werdet, solltet ihr sie ruhig schon beischaffen. Es ist natürlich alles dennoch ein Spiel mit vielen Unbekannten für euch, denn IHR seid es ja, die ihr euer Haus verwirklichen werdet.

Je nachdem wie gut ihr diese Aufgabe löst, könntet ihr natürlich am Ende auch auf einem Berg Möbel sitzen. Das müsst ihr euch überlegen. Es ist – wie alles bei dieser Geschichte – eine Vertrauensübung. Wenn du ein so zuverlässiges Gefühl hast, dann solltest du auch darauf hören. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.

Ich finde, früher waren Deine Anweisungen und Hinweise konkreter.

Jetzt seid ihr auch einen Schritt weiter und müsst mehr lernen, eure eigene Verantwortung einzubauen. Verantwortung für die Kraft eurer Gedanken. Das ist wichtig! Wenn ich euch jede Entscheidung abnehme, lernt ihr das nicht. Also: Nur Mut!

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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