Dialog 128

Bei jedem eurer Schritte war immer alles möglich gewesen und ich konnte euch nicht auffordern, Eure Vorstellungen zu reduzieren. Natürlich bestärke ich euch immer darin, das Beste zu sehen und zu wollen, sonst könnt ihr es ja niemals bekommen. Und bei jedem Schritt, den ihr anschließend „scheinbar“ zurückgegangen seid, habe ich euch begleitet und versucht, euch Mut zu machen.

 

Dialog 128, 03.05.1986

Was sollen wir nur tun? Monika ist so verzweifelt und ich bin (dadurch) auch ganz bedrückt. Derzeit bin es zwar ausnahmsweise nicht ich, der nach einem Sinn in alledem sucht, aber wenn es Monika schlecht geht, geht es mir eben auch schlecht. Kannst du nicht noch etwas zu ihren Fragen sagen?

Warum wohnen wir noch nicht in Pont Aven, obwohl wir doch jeden Vertrauensbeweis erbracht haben? Als wir die 10.000 F Aufgenommen haben, war es ein Kredit bei dem wir nicht an irgendein Haus, sondern an ein ganz bestimmtes Haus gedacht haben. Und die 6.000 F für den Umzug haben wir ausgegeben, weil wir die Möbel in dem Haus in Pont Aven haben wollten. Und die Schreibmaschine sollte doch eine Investition in die Zukunft sein! Monika hat sogar ihre Unabhängigkeit dafür wieder in den Hintergrund gestellt. Genügt denn das alles noch nicht? Was machen wir falsch?

Ihr habt gestern noch eine weitere Frage gestellt und die soll hier auch wiederholt werden, weil sie wichtig ist: Ihr habt gefragt, „Warum hat er uns ständig das Gefühl gegeben, dass wir vorwärts gehen, während wir in Wahrheit ständig rückwärts gegangen sind? Aus 3 Vereinsmitgliedern wurden 2, aus der Hausvision wurde ein immer kleineres Mietshaus und von den Fäden, die sich in der ganzen Welt angeblich spannen, um Kontakt mit uns und „Les temps nouveaux“ aufzunehmen ist kaum etwas zu spüren.“ War das nicht auch eine eurer Fragen?

Bei jedem eurer Schritte war immer alles möglich gewesen und ich konnte euch nicht auffordern, Eure Vorstellungen zu reduzieren. Natürlich bestärke ich euch immer darin, das Beste zu sehen und zu wollen, sonst könnt ihr es ja niemals bekommen. Und bei jedem Schritt, den ihr anschließend „scheinbar“ zurückgegangen seid, habe ich euch begleitet und versucht, euch Mut zu machen.

Der Punkt, an dem ihr euch jetzt befindet, ist nicht unrealistischer als jeder andere, an dem ihr euch in den letzten Monaten befunden habt. Es liegt ein Sinn in jedem dieser Schritte, aber ihr könnt ihn nur erfahren, wenn ihr in eurem Vertrauen nicht schwach werdet. Wenn ihr euch „verarscht“ fühlt, habt ihr mich losgelassen. IHR seid der Motor für jede Entwicklung, die ihr einleitet. Nicht die Schreibmaschine und keine sonstigen äußeren Bedingungen, die ihr schafft. Dass ihr den Umzug gemacht habt, ist zwar ein Vertrauensbeweis, aber ihr habt auch nichts weiteres unternommen. IN EUCH hat sich nicht viel geändert, nur um euch herum. Dabei muss alles aus euch heraus geschehen. Kraft liegt im Gebet. Wenn ihr betet, ohne Kraft zu empfinden, vertraut ihr mir nicht, und ich kann nicht bei euch sein. Mehr habe ich heute morgen dazu nicht zu sagen.

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