Dialog 129

Beschließt euren Tag abends so, dass ihr immer mit gutem Gewissen sagen könnt, ihr habt alles getan, was getan werden konnte. Wenn ihr das wirklich mit gutem Gewissen sagen könnt, dann ist es überhaupt nicht mehr schlimm, wenn einmal etwas liegen bleiben musste, denn ihr habt bei allem das gute Gefühl euer Bestes gegeben zu haben. 

03.05.1986 (abends)

Ich fühle mich innerlich wund und krank und von dir verlassen. Früher waren deine Hilfen sehr konkret und sehr praktisch. Inzwischen hältst du dich vollständig zurück. Wenn wir alles alleine entscheiden müssen und alles aus uns selbst heraus kommen muss, wo liegt dann noch die Führung in alledem? Wenn ich ein Haus aussuchen soll und deine einzige Anweisung besteht darin mir zu sagen, dass ich mich mit dem Haus wohl fühlen können muss, dann muss ich dir sagen: Das hätte ich auch allein herausgefunden.

Als wir miteinander begonnen haben, waren meine Hilfen und Anweisungen deshalb so praktisch und konkret, weil ihr ganz am Anfang gestanden habt. Inzwischen seid ihr aus diesem Stadium heraus und solltet jetzt weiter sein, als ihr tatsächlich seid! Das muss ich euch einmal ganz deutlich sagen. Ihr erwartet immer öfter meine Anweisungen oder gar meine Hilfen, ohne selber etwas dazu beitragen zu wollen, dass die Situation euch gelingt. Es ist wie Monika schon sehr richtig sagte: Ihr tut nichts, aber wirklich auch gar nichts, um ein Leben in meinem Geiste zu führen. Ihr seid nicht wirklich erfüllt von mir. Wärt ihr es, würden euch die Dinge ganz anders gelingen, die euch jetzt solche Schwierigkeiten machen. Ich verschenke meine Gaben aber nicht! Man muss sie sich verdienen. Dass ihr Vertrauen bewiesen habt ist zwar wichtig, aber das genügt noch lange nicht! Es ist eine sehr wichtige Grundvoraussetzung Vertrauen zu haben und entsprechend zu handeln, aber wenn das alles ist, wenn es mit der inneren Haltung geschieht: „So, nun haben wir unseren Teil getan, nun ist er wieder am Zug“, wenn sich also ansonsten in eurem Leben nichts ändert, dann ist nichts getan. Dann ist alles beim Alten geblieben. Und weil bei euch eigentlich alles beim Alten geblieben ist, kommt ihr nicht voran.

Die Briefe von „Les temps nouveaux“ in alle Welt, was sollen sie bewirken, wenn euer Geist und eure Kraft, eure Überzeugung und eure Begeisterung nicht mit hinaus geschickt werden? Dann sind es Briefe wie viele andere und sie können beim Empfänger auch nichts besonderes auslösen. Was habt ihr getan, seid ihr diesen Handzettel verschickt habt? Kommt mir nicht damit, es sei euch eben nicht gelungen, eine Selbstdarstellung zu schreiben oder sonst etwas für „Les temps nouveaux“ zu leisten. Warum ist es euch nicht gelungen? Weil ihr keine Kraft dahinter gesetzt habt. Weil ihr nur darauf wartet, dass andere etwas tun. Weil ihr der Meinung seid, nun seien die Empfänger der Briefe erst einmal an der Reihe.

Euer Leben hat sich in nichts geändert. Ihr handhabt meine Führung, als handele es sich dabei um das Alltäglichste der Welt. Wenn ihr von mir erzählt, wo bleibt da die Begeisterung? Du, Jörg, du gehst mit alledem um, als hättest du in Wahrheit ein schwere Bürde zu tragen, anstatt dass du dich befreit und beschenkt fühlst. Ich weiß, ich weiß, deine Verantwortung bei alledem …, aber meinst du nicht, Monika ist in der Lage, die Verantwortung für sich selber zu übernehmen? Wenn Sie sich entschieden hat, mich in diesen Botschaften zu sehen, brauchst du dich für sie gewiss nicht verantwortlich zu fühlen.

Monika:
Ich habe große Angst, dich völlig zu verlieren. Ich möchte mich ja nicht von dir entfernen, im Gegenteil. In mir ist völliges Chaos, mein Ego scheint die Überhand zu gewinnen, und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich bin nicht in der Lage, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Da ist eine vage Ahnung, was du damit meinst, dass wir uns reduzieren. Doch ich schaffe es nicht, das konkret zu erfassen. 

Ich habe begriffen, dass wir unseren Lebenswandel ändern müssen, unseren Tagesablauf nach dir ausrichten müssen. Damit will ich jetzt anfangen und erst einmal das Haus säubern. Die ungeschriebenen Briefe werden aber dadurch liegen bleiben, das belastet mich. Und mir ist völlig unklar, wie die Arbeit für „Les temps nouveaux“ jetzt weitergehen soll. Die Briefe, die ich in alle Welt geschickt habe, waren die verfrüht? Bitte hilf uns, unser Leben zu entrümpeln!

Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Umkehr. Es liegt derzeit einzig und alleine daran, dass ihr euer Leben mit der größten Gleichgültigkeit weiterführt wie bisher. Dabei ist es nun aber nicht so, dass ich euch sagen kann, „tut dieses oder macht jenes anders“, sondern IHR müsst euch fragen, was IHR zu tun bereit seid, was ihr geben wollt für ein Leben an meiner Seite. Auf eure innere Einstellung kommt es an. Und mit der sieht es nicht gut aus. Denn wäre es innerlich mit euch besser bestellt, würde euer Leben ganz anders aussehen – und damit auch euer Verhältnis zu mir. Und alles würde euch besser gelingen, als ihr euch jetzt träumen lasst. Ich kann euch zur Entrümpelung eures Lebens nur einen Satz sagen, aber er umfasst alles, und ihr könnt ihn ohne weiteres zum Leitsatz für jeden eurer Tage machen:

Beschließt euren Tag abends so, dass ihr immer mit gutem Gewissen sagen könnt, ihr habt alles getan, was getan werden konnte. Wenn ihr das wirklich mit gutem Gewissen sagen könnt, dann ist es überhaupt nicht mehr schlimm, wenn einmal etwas liegen bleiben musste, denn ihr habt bei allem das gute Gefühl euer Bestes gegeben zu haben. Und wenn ihr euer Bestes gebt, gebt ihr das, was ich erwarte. Ich bin mit weniger nicht zufrieden, glaubt das bloß nicht.

Zu eurem Haus: Ihr habt inzwischen offensichtlich begriffen, wo ihr anfangen müsst. Bei euch, und zwar viel, viel weiter vorne, als ihr vielleicht angenommen habt. Wenn ihr das richtig macht, wenn ihr eure Tage wirklich in meinem Geist lebt und euren Alltag nach mir ausrichtet, wenn ihr die Freude in euch einkehren lasst, die ein Leben an meiner Seite bedeutet – wenn ihr das wirklich tut, dann werdet ihr für „Les temps nouveaux“ mehr zu schreiben und zu tun haben, als ihr glaubt. Aber dort müsst ihr erst einmal anfangen. Ihr glaubt doch wohl selber nicht, dass ihr in eurer derzeitigen Verfassung in der Lage seid, den Gastgeber für spirituell weit entwickelte Menschen zu spielen, die bei euch Kurse geben sollen? Für wen denn? Für euer Ego vielleicht?

Also braucht ihr jetzt auch kein großes Haus mehr, sondern eines, in dem ihr ordentlich leben könnt und in dem ihr Gelegenheit habt zu lernen, wie man ein Leben in meinem Geiste führt. Um überzeugend für andere zu sein, müsst ihr erst einmal euch selber überzeugen. Und mich.

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