Dialog 13

Deshalb haltet ihr so gerne an euren alten Gewohnheiten fest, wie ein Schwimmer an einem Rettungsring. Denn wenn ihr mich nicht habt, sind eure Gewohnheiten oft wirklich das Einzige, was eurem Leben eine Art Halt gibt.

Dialog 13, 21.12.1985

Seit gestern habe ich Kopfschmerzen, als hätte ich einen gewaltigen Kater.

Zum Teil ist es auch einer. Du reagierst zur Zeit empfindlicher auf Alkohol. Dein Körper wehrt sich jetzt gegen solche Vergiftungen, auch wenn sie nur in kleinen Dosen erfolgen. Das ist ein Zeichen dafür,dass du sensibler geworden bist, und darüber solltest du dich freuen. Versuche deshalb den Alkohol nach und nach aus deinen Gewohnheiten herauszunehmen. Richte dich dabei einfach nach dem, was dein Körper dir sagt und stelle keine zwanghaften Programme auf. Das würde dich erstens viel zu sehr ablenken und zweitens unbewusst auch gegen mich aufbringen – und das will ich nicht. Wenn dein Körper beginnt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, dann steht die Entwicklung ohnehin schon fest und weder ich noch du müssen uns noch darum kümmern. So werden sich auch andere Reinigungsprozesse vollziehen: Ganz von selber und ganz natürlich.

Eure Körper werden die ersten sein, die sich bei euch melden und gegen die grobe Behandlung protestieren, die ihr ihnen zukommen lasst. Und nach und nach werdet ihr euer Leben umstellen und eure Körper reinigen. Zugleich wird sich aber auch in aller Stille ein anderer, fast noch wichtigerer Reinigungsprozess abspielen. Denn auch eure Seelen werden sich verwandeln, eure Herzen und was euer Innerstes ausmacht.

Lasst all dies mit euch geschehen. Versucht nichts vorweg zu nehmen und nichts zu verhindern. Lasst es einfach mit euch geschehen. Je bereitwilliger ihr seid, diese dinge geschehen zu lassen, um so rascher werden wir damit vorankommen, aber lasst euch nicht bekümmern, wenn ihr diese Bereitwilligkeit nicht so leicht aufbringen könnt. Das ist ganz normal, denn niemand von euch Menschen will sich gerne ändern, auch wenn er es immer wieder vor aller Welt beteuert.

Das liegt in eurer Natur, denn sich ändern heißt ja auch, sich auf die Zukunft einzulassen, die ihr aber als Menschen nicht kennen könnt und vor der ihr folglich Angst habt. Deshalb haltet ihr so gerne an euren alten Gewohnheiten fest, wie ein Schwimmer an einem Rettungsring. Denn wenn ihr mich nicht habt, sind eure Gewohnheiten oft wirklich das Einzige, was eurem Leben eine Art Halt gibt.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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