Dialog 130

Wer mich an die erste Stelle setzt, wird seine Bestimmung erfüllen. Wer den Genuss an erste Stelle setzt, ist an seinem Leben (an seiner Bestimmung) vorbei gegangen. Wer die Bequemlichkeit an erste Stelle setzt, für den wird es bald sehr ungemütlich. Und wer die Sicherheit an erste Stelle setzt, für den wird es bald sehr unsicher werden. Nichts im Leben hat Bestand und kann festgehalten werden, es sei denn durch mich.

Dialog 13, 04.05.1986

Obwohl ich verschlafen habe und noch nicht gefrühstückt habe, bin ich doch als allererstes zu dir gekommen. Das möchte ich doch einmal bemerken.

Es gefällt mir, dass du tatsächlich dein Frühstück hinten an gestellt hast, obwohl dein erster Gedanke ja ein etwas anderer war.

Ich habe eine Frage zum Thema Wein. Trinken wir zu viel? Ist es das, was du meinst mit Umstellung unseres Lebens, wenn wir den Weinkonsum einschränken? Hast du nicht auch einmal gesagt, dass solche Verzichtleistungen Opfer sind, die nicht allzu viel bringen würden?

Das ist nicht so einfach zu beantworten. An sich liegt nichts gegen Wein vor. Auch eine Flasche für zwei Personen ist eigentlich am Tag nicht viel, aber es ist die Gewohnheit, die das Problem ausmacht. Dass ihr euch den täglichen Wein zur Gewohnheit gemacht habt, das macht euch wirklich abhängig und erschwert es euch, euer Leben in den Griff zu bekommen.

Wenn ihr einen Rat wollt, so versucht, die GEWOHNHEIT zu durchbrechen. Das bedeutet: Trinkt ihn nicht regelmäßig, sondern hier und da und so, dass er euch schmeckt. Entscheidend ist, dass die Regelmäßigkeit dabei verschwindet, denn sie bringt euch in Abhängigkeiten, die euch fesseln. Entscheiden ist nicht unbedingt die Menge.

Was können wir sonst noch tun? 

Ordnung in euch und Ordnung um euch herum schaffen. Ordnung in eure Angelegenheiten bringen. Täglich miteinander beten. Euch vor jeder wichtigen Arbeit einstimmen. Euch auf den Tag einstimmen. Das ist schon einmal eine ganze Menge, wenn es richtig gemacht wird.

05.05.1986
Was muss ich tun, um mich und mein Leben so zu ändern, wie es richtig, also in deinem Sinne, ist?

Es gibt eine innere Stimme, die dir sagt, was richtig und was in meinem Sinne ist. Wenn du auf sie hörst, kannst du niemals fehl gehen. Alles, was du tust, muss mit Leichtigkeit geschehen und gerne getan werden. Gutes, zu dem man sich zwingen muss, ist von Schaden.  Es ist wichtig gesund zu leben, aber es ist Unsinn, sich dazu zwingen zu wollen. Viel besser ist es, das ungesunde Leben aufzugeben! Aber auch das muss im Prinzip mit Leichtigkeit geschehen.

Traut eurem Willen nicht allzu viel zu, sondern vertraut mir! Wer an mich glaubt, hält nicht an ungesundem Lebenswandel fest. Er hat das tiefe innere Bedürfnis sich zu reinigen. Wer sich aber nicht innerlich reinigen möchte, dessen Glaube an mich ist noch nicht fest.

Gestern hast du dich sehr stark mit mir beschäftigt und so ist dir zum Beispiel der Gedanke daran, dass kein Wein im Hause ist, gar nicht gekommen. Sonst hätte das große Unruhe in dir ausgelöst. Das ist es, was ich meine: Wer mich an die erste Stelle setzt, wird seine Bestimmung erfüllen. Wer den Genuss an erste Stelle setzt, ist an seinem Leben (an seiner Bestimmung) vorbei gegangen. Wer die Bequemlichkeit an erste Stelle setzt, für den wird es bald sehr ungemütlich. Und wer die Sicherheit an erste Stelle setzt, für den wird es bald sehr unsicher werden. Nichts im Leben hat Bestand und kann festgehalten werden, es sei denn durch mich.

Das hört sich an wie eine Predigt. Meine Frage: Genuss kann doch etwas sehr Schönes sein? 

Natürlich, aber erst komme ich, dann der Genuss, das ist das Geheimnis. Wenn du Wein trinkst, um ihn zu genießen, ist nichts dagegen einzuwenden. Wenn du dich aber mit ihm betäuben willst, hast du nichts begriffen. Wozu solltest du dich betäuben wollen? Wovor hast du Angst, wenn dein Glauben fest ist?

Aber Wein enthält nun einmal Alkohol. Wenn ich ihn trinke, um ihn zu genießen, betäubt er die Sinne auch, das ist kaum zu vermeiden.

Doch. Es kommt immer auf die Menge an. Stell doch nicht so dumme Fragen, wenn du im Grunde ganz genau weißt, was ich von dir will. Du, ihr sollt das regelmäßige Trinken sein lassen. Schafft es ab, sobald es geht, sobald ihr euch irgend stark genug dafür fühlt. Dann ist gegen eine gute Flasche Wein hin und wieder überhaupt nichts einzuwenden.

Sucht in allem, was ihr tut, mich. Habt ihr das Gefühl, dass das, was ihr tut, in meinem Sinne ist, dann ist es gut getan. Es kommt nicht darauf an, wie viel ihr täglich erledigt, sondern, dass ihr das eine, was ihr gerade tut, gut gemacht habt.

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