Dialog 134

Es ist nicht schwer herauszufinden, was „mein Geist“ verlangt: Ich bin Licht und Liebe. Ich bin Ordnung und Klarheit. Ich bin das Helle und wo ich bin gibt es keine Dunkelheit.

Dialog 134, 10.05.1986

Ich habe ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Es ist ein Durcheinander von Angst und Ratlosigkeit. Was ist das nur? Irgendetwas machen wir falsch, vielleicht vieles. Ich fühle mich „in der Luft hängend“, habe die Dinge nicht mehr im Griff. Und ich weiß nicht, was ich tun könnte, um das zu ändern. Es ist so ein Zustand, in dem ich hoffe, das nichts Unangenehmes passiert, weil mich im Augenblick jede Belastung umwerfen könnte.

Ich empfinde den Besuch unserer Freunde wie eine Art Spiegel für uns selber. Wenn ich hineinschaue sehe ich mich und Monika. Es ist ein ganz gewöhnliches Bild und ich merke, dass da etwas nicht richtig dran ist. Zwar ist es das Problem der Beiden, dass sie mit einer bestimmten Erwartungshaltung gekommen sind, wie wir jetzt nicht erfüllen. Aber ich selber komme nicht damit zurecht, dass sich so wenig bei uns und mit uns ändert. Was machen wir denn nur falsch? Warum begleitest du uns nicht mehr so direkt wie am Anfang?

Weil du erst die Voraussetzungen schaffen musst, ohne die Änderungen nicht möglich sind. Wenn ich dir Anweisungen geben würde, dieses oder jenes zu ändern, und deine innere Haltung wäre auf Festhalten an Altem ausgerichtet, würden meine Vorschläge wenig bewirken. Das Gefühl, dass du eben beschrieben hast, ist wichtig. Und es ist an der Zeit, dass du es empfindest, denn es ist der Nährboden, auf dem Veränderungen wachsen können. 

Der Besuch eurer Freunde hat euch sehr deutlich gezeigt, wie wenig feste Punkte es in eurem Leben gibt. Deshalb müsst ihr solche Punkte schaffen. Es ist die Konstruktion, an der euer Leben aufgehängt ist. Wo sie nicht vorhanden ist, herrscht Leere und verschwimmen die Dinge. Das Gefühl, dass die kleinste Belastung dich zur Zeit umwerfen könnte, entspricht dieser Situation.

Am Anfang unseres gemeinsamen Weges miteinander habt ihr meine Anweisungen befolgt, ohne lange darüber nachzudenken. Und weil diese Anweisungen in großer Dichte kamen, war euer Leben strukturiert und ein Gefühl von Unsicherheit und Leere, so wie jetzt, konnte nicht aufkommen. Inzwischen habe ich mich etwas zurückgenommen und gebe nur noch begleitende Ratschläge,
wie ihr gemerkt habt. Der Sinn ist, dass ihr beginnt den Raum, den ich euch lasse, nun selber eurerseits auszufüllen und Strukturen zu schaffen. Das aber ist euch bisher noch nicht besonders gut gelungen, wie ihr langsam merkt.

Ihr müsst euch euer Leben wie einen großen Raum vorstellen, in dessen Mittelpunkt ein Lichtoder ein Kraftpunkt, auf jeden Fall ein Fixpunkt ist. Das bin ich. Ihr müsst euer Leben so einrichten, dass ihr, selbst, wenn ihr nichts anderes mehr habt und euer Leben wie eine Wanderung im Dunkeln ist, dennoch immer diesen Fixpunkt vor Augen habt. Und jetzt könnt ihr, so wie eine Spinne ihr Netz webt, Strukturen in eurem Leben schaffen, die sich um diesen Punkt herum kristallisieren, ihn erweitern und erweitern, Fäden und Verbindungen in Raum schicken, die sich verankern, um Halt für weitere Fäden und Verbindungen zu schaffen. Und langsam wird aus dem Punkt im Raum ein tragfähiges Netz, eine stabile Konstruktion, auf der alles ruht.

Im Augenblick habt ihr nur diesen Punkt. Richtet also eure Aufmerksamkeit darauf und beginnt mit dem, was ihr habt. Ich rate euch: Richtet wieder einen regelmäßigen Gruppentermin ein, der unter allen Umständen stattfindet, ob ihr Besuch habt oder nicht. Es ist gleichgültig, wie groß eure Gruppe ist. Auch wenn sie nur aus zwei Menschen besteht, ist sie Anlass genug für diese regelmäßige Einrichtung.

Lasst diesen Termin MINDESTENS EINMAL in der Woche stattfinden. Nehmt die unmittelbare Gruppen- und Vereinsarbeit wieder auf und ihr werdet sehen, dass bereits das euch halfen wird, Stabilität in eure Situation zu bringen. Verfahrt darüber hinaus so, wie ich es euch bereits gestern geraten habe, und nehmt euch einen Bereich vor, in dem ihr eine Änderung beschließt und sie unter allen Umständen durchführt. Es kann irgendein Bereich eures Alltagslebens sein. Und ihr müsst euch fragen: „Führen wir diese Sache bisher in Seinem Geist durch?“ Wenn nicht, dann ändert euer Verhalten. 

Es ist nicht schwer herauszufinden, was „mein Geist“ verlangt: Ich bin Licht und Liebe. Ich bin Ordnung und Klarheit. Ich bin das Helle und wo ich bin gibt es keine Dunkelheit.

Wenn ihr euch also auch nur irgendeinen Bereich eures Alltagslebens heraus nehmt und ihn betrachtet und ihn daraufhin untersucht, ob er in meinem Geiste gestaltet wurde, dann habt ihr bereits eine erste Aufgabe gefunden. Denn kaum etwas von dem, was bisher euren Alltag und euer Leben ausmacht, entspricht diesen Voraussetzungen. Ihr werdet also nicht lange suchen
müssen.

Am allerwichtigsten ist aber im Moment, dass ihr euch auf den Punkt konzentriert, der das Zentrum eures inneren Raumes bildet oder wenigstens bilden sollte – auf mich also.  Wenn ihr euch morgens auf den Tag und damit auf mich einstimmt, dann solltet ihr euch darüber bewusst werden, dass meine Tage kostbare Ge3schenke sind, die mit keinem Wert ermessen werden können.

Mit solchen Kostbarkeiten muss man sorgfältig umgehen. Man darf sie nicht verschleudern nach dem Motto „morgen ist auch noch ein Tag“, sondern ihr müsst sie nutzen nach besten Kräften und Möglichkeiten. Ein Tag, den ich euch schenke, ist ein Rohdiamant, und ihr habt einen Tag lang Zeit ihn zu schleifen und zu bearbeiten. Es liegt an euch, ob am Abend ein Brillant daraus geworden ist oder ob er seine rohe Gestalt behalten hat.

Legt einen Zeitpunkt fest, an dem ihr täglich miteinander betet. Dieser Zeitpunkt sollte eingehalten werden, was immer ihr in diesem Augenblick gerade tut und wo immer ihr euch gerade befindet. Das ist sehr wichtig. Selbst, wenn es sich zum Beispiel nicht vermeiden lässt, dass ihr zu diesem Zeitpunkt gerade im Supermarkt seid, solltet ihr innehalten und zusammen beten. Es genügt, dass ihr es tut. Und wenn es nur ein sich an den Händen fassen und ein Bewusstwerden ist. Aber ihr müsst diesen Zeitpunkt im Auge behalten, damit er eine feste und wertvolle Einrichtung in eurem Leben werden kann. Solltet ihr zu diesem Zeitpunkt nicht zusammen sein, haltet dennoch inne und jeder bete still für sich. Wer im Auto sitzt, hält dazu an und steigt aus. Wer gerade eine Arbeit hat, lege sie aus der Hand und befreie den Kopf für dieses Gebet.

Wenn ihr das tut, wenn ihr es wirklich regelmäßig tut, werdet ihr sehen, dass ihr aus dieser einfachen kleinen Handlung eine unerschöpfliche Kraft beziehen könnt! Wenn ihr dann damit beginnt, eure täglichen Handlungen und regelmäßigen Arbeiten darauf zu untersuchen, ob sie bisher in meinem Geiste geschehen sind oder ob etwas geändert werden muss, wird wich euer Leben weiter Schritt für Schritt verändern.

Um ein Beispiel zu geben: Wenn ihr euch irgendeine Sache oder eine bestimmte Handlung betrachtet, fragt euch einfach, „Hätte er das ebenso gemacht“? Dann werdet ihr sehen, was ich damit meine, wenn ich sage: „Ihr müsst stets versuchen euer Bestes zu geben“. Denn dieses Beste ist die Qualität, die eurer Leben bereichert.

Du hast dich oft darüber beklagt, dass meine Ratschläge und Hilfen nicht mehr so konkret seien. Heute waren sie sehr konkret, aber dazu musste auch erst eine ganz bestimmte Voraussetzung geschaffen werden. Geht also diese Dinge einmal an und ich werde euch sehr konkret weiterhelfen können.

 

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