Dialog 140

Wenn du läufst, spürst du deinen Körper. Einmal sehr direkt, zum Beispiel in Form von Beschwerden, dann aber auch in Teilen seiner Ganzheit, die du sonst überhaupt nicht wahrnimmst. Du setzt ihn ganz anders ein als gewöhnlich und wenn du tief durchatmest, lässt du mehr als nur Luft in deine Lungen strömen!

Dialog 140, 23.05.1986

Würdest du mir bitte genauer erklären, warum Laufen für mich eine so große Rolle spielt, und was ich tun muss, um das Beste daraus machen zu können?

Du bist ein Kopfmensch, bei dem sich der Verstand samt seinen Brüdern wie Vernunft, Angepasstheit und so weiter wie ein dicker Korken vor die Öffnung geschoben hat, durch die die Energie ein- und ausfließen sollte. Nur ganz wenig davon zwängt sich gelegentlich an diesem Stopfen vorbei – und deshalb muss er gezogen werden. 

Gleichzeitig sammelt sich in dem verschlossenen Gefäß unterhalb dieses Korkens ein trübe Stimmung von Ängsten, Sorgen und Zweifeln an, die dich zu Zeiten derart „ausfüllen“ können, dass du nichts anderes mehr leben kannst. Du muss dich also endlich von Grund auf reinigen! Der Kanal muss frei werden und die Energie muss fließen können.

Schon lange hast du zu deinem Körper jeden wirklichen Kontakt verloren. Deshalb und nur deshalb ist es möglich geworden, dass du ihn all den schlechten Einflüssen, die ich eben aufgezählt habe, als Behausung anbieten konntest. Und sie haben es sich ausgesprochen gemütlich gemacht in dir. Dein Körper soll aber die stoffliche Hülle deiner Energie sein! Zu nichts anderem ist er dir gegeben worden!

Wenn du läufst, spürst du deinen Körper. Einmal sehr direkt, zum Beispiel in Form von Beschwerden, dann aber auch in Teilen seiner Ganzheit, die du sonst überhaupt nicht wahrnimmst. Du setzt ihn ganz anders ein als gewöhnlich und wenn du tief durchatmest, lässt du mehr als nur Luft in deine Lungen strömen! Du hast dir zugleich ein Aufgabe gestellt und ein Ziel gesetzt, du ahnst um die Zusammenhänge und läufst nicht nur um des Laufens willen, deshalb lässt du auch Energie in dich eindringen! Das heißt: Du schenkst deinem Körper etwas wirklich Gutes!Und das ist zunächst einmal der Hintergrund dieser Übung.

Du sollst nicht negativ daran gehen, dich zu reinigen, in dem du dir zum Beispiel etwas versagst (von dem dir dein Verstand sagt, dass es schädlich für dich ist), denn das hätte nicht die mindeste Wirkung. Nein, du sollst dir nichts versagen, sondern im Gegenteil, deinen Körper zusätzlich zu deinen sonstigen Genüssen mit noch Besserem verwöhnen: Mit reiner und klarster Energie! Für den Körper gibt es keine köstlichere Nahrung und je mehr er davon aufnimmt, um so „satter“ wird er und um so weniger verlangt er nach anderen billigen Genüssen. Verstanden?

Außerdem ist Laufen eine Übung, die zu dir passt! Jeder hat in dieser Hinsicht seine Stärken und die deine ist eben das Laufen. Was du tun musst, um daraus das Beste zu machen? Dich jeden Morgen versuchen zu steigern. Das ist alles. Es darf nie eine gleichförmige, eintönige Sportübung darauf werden, sondern du Laufenmuss jeden Tag ein Stück weiterkommen.

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