Dialog 143

Wenn dein Vertrauen in mich wiederhergestellt ist, wenn du einen guten Markt machst, ohne primär an das Geld zu denken, wenn du es so machst, wie es dir früher möglich gewesen ist, wenn du die Zukunft mir überlässt und dich um das kümmerst, was du überblicken kannst, nämlich das Hier und Jetzt – dann werden deine Rückenschmerzen wie durch „Zauberhand“ verschwinden und dann wird sich auch eure finanzielle Situation wieder verbessern.

Dialog 143, 05.06.1986

Jörg:
Ich mache mir langsam Sorgen um meinen Rücken, denn ich habe inzwischen dermaßen scheußliche Schmerzen, dass ich kaum noch atmen kann. Monika besteht darauf, dass es sich um ein psychisches Problem handelt. Ich habe da meine Zweifel, halte es aber nicht für unmöglich. Bitte sage mir, was mit mir los ist.

Ich drücke es mal in einer eurer Redewendungen aus: Du hast Angst, dass ich euch im Stich lasse. Deshalb sticht es dich, sobald du an deine so genannte Zukunft denkst – und zur Zeit lebst du fast völlig in der Zukunft – sprich in Sorgen. Du hast Angst. Angst, einer riesigen Illusion aufgesessen zu sein. Du hast Angst vor dem bösen Erwachen. Deshalb schläfst du immer schlechter und weniger und deshalb verkrampft sich dein ganzer Körper. Du schiebst dem Bett die Schuld in die Schuhe, aber du weißt doch, dass du schon sehr lange auf diesem Bett geschlafen hast, ohne dass dich damals etwas gestört hätte.

Nein, nein, es ist schon so wie ich sage: Du hast Angst, dass ich euch im Stich lasse, und das lebst du inzwischen schon körperlich sehr stark aus. Der Markt bringt noch immer nicht das, was du dir davon versprochen hast. Und was du dir davon versprochen hast war Unabhängigkeit von mir! Du hast dir gedacht: „Wenn erst einmal der Rubel rollt, ist Schluss mit diesen Zuständen von wegen Vertrauen haben und nicht wissen, wo morgen das Geld herkommen soll. Dann soll Gott sich um den Verein kümmern und ich kümmere mich ums Geld.“ So in etwa sind deine Motive.

Aber nun stellt sich heraus, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Und nun bekommst du es mit der Angst zu tun. Der Kredit, das teure Haus, die offenen Rechnungen, offenen sonstigen Verpflichtungen … und meine Botschaften und Durchgaben werden immer schwächer und scheinbar bedeutungsloser. Gibt es mich überhaupt noch, fragst du dich gelegentlich.

Oh ja, es gibt mich. Aber du hast mich an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt. Statt meiner hast du das „Sommergeschäft“ an erste Stelle gesetzt. Und nun findet es nicht statt. Wie oft hast du in letzter Zeit vom Geld geträumt? Ständig, nicht wahr? Von Lottogewinnen und von sonstigen unwahrscheinlichen Zuwendungen. Geld, Geld und nochmals Geld geistert durch deinen Kopf und füllt alles aus. Aber das Geld bleibt aus – und ich bin nicht da, weil du mich ins Abseits gestellt hast. Meine Botschaften tröpfeln deshalb nur noch so spärlich, weil du sie ja gar nicht mehr hören willst.

Ich sage dir: Wenn dein Vertrauen in mich wiederhergestellt ist, wenn du einen guten Markt machst, ohne primär an das Geld zu denken, wenn du es so machst, wie es dir früher möglich gewesen ist, wenn du die Zukunft mir überlässt und dich um das kümmerst, was du überblicken kannst, nämlich das Hier und Jetzt – dann werden deine Rückenschmerzen wie durch „Zauberhand“ verschwinden und dann wird sich auch eure finanzielle Situation wieder verbessern.

Was soll ich tun? Ich bin doch nicht böswillig aus dem Gleis geraten, hab es also nicht absichtlich gemacht. Aber wie stelle ich das Vertrauen wieder her, dass mir verloren gegangen sein soll? Oder ist das ziemlich dumm gefragt? 

Ziemlich. Trotzdem will ich dir ein paar von den Dingen sagen, die du offensichtlich wieder vergessen hast:

DENKE NICHT AN DAS MORGEN! Es ist unsinnige Kraftverschwendung, dir heute Sorgen um Dinge zu machen, die vielleicht erst in Monaten aktuell werden KÖNNTEN! Vertraue mir, so wie du mir früher vertraut hast, als du gar keine andere Wahl hattest.  Gib dem Markt unbekümmert dein Bestes, dann wird alles zur rechten Zeit eintreffen, was ihr benötigt. Denke nicht an das Sommergeschäft, denke lieber an mich, wenn du arbeitest! Das Sommergeschäft ist ein Produkt deiner Fantasie. Ich aber bin real, ich bin da im Hier und Jetzt, und ICH kann euch helfen. Auf MICH sollst du dich verlassen, nicht auf den Tourismus.

Gibt es eine Art Sofort-Nothilfe für meinen Rücken oder muss ich mich jetzt damit quälen, bis mein Vertrauen wieder hergestellt ist? 

Praktisch könnten deine Rückenschmerzen jetzt schon vorbei sein. Aber du bist eben in manchen Dingen etwas langsam, und deshalb musst du eben leiden. Dein Rücken soll dich ruhig ein wenig an deine jüngsten Entgleisungen erinnern, denn dein Gedächtnis ist kurz, wenn es um Dinge geht, von denen du nichts wissen willst.

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One thought on “Dialog 143

  1. Dieses Phänomen, nämlich Vertrauen nur dann zu haben, wenn man keine andere Wahl hat, tauchte immer wieder auf und tut es bis heute. Die Ursache dafür ist unser EGO, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Kontrolle wieder übernimmt. Und dies geschieht sehr subtil, so dass es meist unbemerkt bleibt.

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