Dialog 147

Ich möchte, dass ihr viel Toleranz und Liebe füreinander aufbringt. Mit euch beiden prallen oft Welten aneinander von ungelösten Problemen aus längst vergangenen Zeiten und finden ihren Ausdruck in einer Küche in der Bretagne. Denkt daran, wenn ihr wieder einigermaßen Ordnung in euch geschaffen habt und sucht den Weg zueinander. Euer Weg ist nun einmal ein gemeinsamer und alles, was euch geschieht, hat seinen Sinn.

Dialog 147, 16.06.1986

Monika:
Ich hatte dich zwar schon einmal gefragt, ob du damit einverstanden bist, wenn ich mir ein Auto manifestiere. Doch hat sich damals auf den Herbst bezogen. Nun erscheint mir dieser Termin zu spät. Es würde nicht nur Florian helfen, wenn so bald wie möglich ein Auto da wäre. Deshalb möchte ich dich noch einmal fragen, ob wir uns sofort ein Auto manifestieren können? Ich habe das Vertrauen, dass das Geld dafür zur rechten Zeit da sein wird. Doch bin ich mir unsicher, wie das mit dem Willen ist.

Jörg fühlt sich damit völlig überfordert und ich glaube, solange er nicht 100%ig hinter der Manifestation steht, ist unser Wille nicht stark genug. Wäre es denn für mich möglich, das Auto alleine, trotz Jörgs Angst, zu manifestieren?

Mit dem Manifestieren ist es – immer noch – so: Ein starker Wille vermag alles! Ohne Einschränkungen, wenn es der richtige Wunsch ist und wenn er zur richtigen Zeit gestellt wird. Die Vereinigung von zwei starken Willenskräften beschleunigt diesen Prozess. Kräfte, die gegeneinander arbeiten, vermindern die Kraft.

Der Wunsch, ein zweites Auto zu haben, ist sicherlich ein berechtigter Wunsch und auch der Zeitpunkt stimmt soweit. Aber wie du schon schreibst: Ihr seid verunsichert. Besonders Jörg ist es zur Zeit und das muss berücksichtigt aber auch respektiert werden! Man kann sich, wie du sehr gut weißt, nicht dazu zwingen, einen starken Willen zu entwickeln. Du kannst durchaus versuchen, die Manifestation des Autos alleine zu übernehmen, aber dann müsstest du es auch wirklich alleine tun und Jörg dabei aus dem Spiel lassen, da sich sonst seine Unsicherheit lähmend auf den Prozess auswirken würde.

Eine Anleitung zur Manifestation kann ich euch in diesem Falle nicht geben! Meine Führung soll eine Ausbildung in Kraft sein. Ich bin kein Begleiter durch euren Alltag! Soviel allerdings will ich dennoch sagen: Wenn dir das Auto wichtig ist, dann musst du zunächst einmal selber alle denkbaren Weg und Möglichkeiten durchgehen und sie prüfen. Es kann gut sein, dass du dabei schon sehr bald fündig werden wirst. Es kann auch sein, dass dir dabei der entscheidende Gedanke kommen wird. Wenn dir gar nichts einfällt, dann stimmt etwas bei dir nicht, dann ist etwas nicht richtig an dieser Sache.

Denke also einmal gründlich darüber nach: Wo, bei wem oder durch welche Weise, ließe sich rasch dieses Geld beschaffen? Das habt ihr bisher noch nicht getan. Damit fängt das Ganze aber an. Bevor ihr nicht aktiv geworden seid, kann euch keine Hilfe geben, das wäre nicht das Wesen meiner Führung.

Ich sage euch: Es ist euch – auch in eurer Verunsicherung – möglich, dieses Auto in sehr kurzer Zeit zu manifestieren. Es gibt Wege und ihr habt die Möglichkeiten sie zu begehen, aber ihr müsst schon selber ein wenig darüber nachdenken. Setzt euch doch heute Abend zusammen und geht einmal gründlich eure gesamten Erfahrungen durch, die ihr mit dem Geldverdienen und -leihen inzwischen gemacht habt. An sich sollte es euch möglich sein, auf diese Weise eine Lösung schon heute Abend zu finden.

17.06.1986
Monika:
Nachdem ich gestern die Frage über das Manifestieren eines Autos gestellt hatte, kam mir die Idee, das Geld im Schuldentopf in meinen Autofond umzuverteilen, da ich der Meinung war, dass das Geld dafür im Moment dringender gebraucht wird. Ebenso habe ich das restliche Geld aus der Haushaltskasse dazu verwendet. Auf diese Weise bekam ich rund tausend Franc zusammen und ich fühlte mich enorm wohl damit, dieses Geld bereits manifestiert zu haben. Ich hatte etwas getan, um dieses Auto Wirklichkeit werden zu lassen.

Am Abend hat mir Jörg dann jedoch vorgeworfen, ich hätte ihn nicht gefragt (obwohl er dabei gewesen war und ich im erklärt hatte, was ich tun wollte) und ich würde nichts manifestiert haben, sondern anderen Leuten das Geld wegnehmen, das sie nach seiner Meinung dringend brauchen. Und eine Umschichtung hätte mit Manifestation nichts zu tun.

Ich weiß nicht, warum das so verdammt weh getan hat. Es fühlte sich an, als sei eine alte Wunde weit aufgerissen worden. Der Abend verlief total chaotisch, Jörg machte zu und ich war zutiefst verletzt. Eine konstruktive Auseinandersetzung war nicht möglich. In mir fühlt sich auch heute noch alles wund an und es tröstet mich nicht, dass Jörg das Geld wieder in meinen Autofond gesteckt hat. Der Schwung und die Freude über das manifestierte Geld ist dahin.

Du hattest gesagt, wenn ich das Auto allein manifestieren wollte, dann müsste ich Jörg ganz heraus lassen. Und ich solle darüber nachdenken, woher ich dieses Geld beschaffen könnte. Also, wenn ich nicht über Gelder verfügen kann, die auf dem Markt verdient werden, sei es der Schuldentopf oder die Haushaltskasse, weil das Jörg macht, dann muss ich passen. Ich weiß niemanden, bei dem ich mir das Geld leihen könnte. Verdienen kann ich das Geld auch nicht. Heißt das jetzt, dass etwas nicht stimmt an der Sache?

Jörg hat vor einigen Tagen wieder einmal eine Rechnung aufgemacht und das hat ihn in regelrechte Verzweiflung gestürzt. Er hat die Kosten, die auf euch zukommen könnten und zukommen werden addiert und sie den Markteinkünften gegenübergestellt – und das hat er nicht verkraftet. Wie es aber seine Art ist, hat er dieses Problem auch bei sich und in sich verschlossen, so dass du davon wenig bis gar nichts wissen konntest. In seiner Situation ist nun eine zusätzliche Ausgabe in der Größenordnung, an die du mit dem Auto denkst, eine Überforderung. Es ist nicht so, dass er die Dringlichkeit nicht begreifen würde, hier irrst du dich. Es ist nur, dass er zur Zeit kein Land mehr sieht und deine Aktivitäten haben bei ihm das Fass vollends zum Überlaufen gebracht.

Dass er „zu“ war und eine konstruktive Auseinandersetzung nicht möglich gewesen ist, das war sehr hart für dich gewesen. Aber wenn du wüsstest, wie es zuweilen in ihm aussieht, wie schwarz er seine und eure Zukunft sieht, für die er sich verantwortlich fühlt, und wie sehr ihm die Angst im Nacken sitzen kann, wenn er in seinem Glauben an mich unsicher wird, dann würdest du ihm verzeihen. Seine Art zu leiden ist nicht weniger schmerzhaft als die deine, nur findet es später und ganz bei ihm alleine statt. Seine inneren Kämpfe sind nicht weniger qualvoll als die deinen, und auch er hat heute sehr gelitten. Er hat Angst um dich, er hat Angst um euch, und er fürchtet sich in Stunden des Zweifelns schrecklich davor, eventuell einen verhängnisvollen Fehler zu machen, für den IHR später mit zur Verantwortung gezogen werden könntet.

In seiner Situation war es ein wichtiger Faktor der Stabilisierung zu sehen, wie in allen euren verschiedenen Kassen die Beträge herangewachsen sind. Mit deiner Umschichtung hast du das mit einem Schlag zerstört. Für ihn ist das letzten Endes gut so, denn es sind keine wirklichen Sicherheiten, die er da in den Gläsern auf dem Küchenregal angesammelt hat. Mit anderen Worten: Dein Eingriff war mir sehr recht.

Ich möchte, dass ihr viel Toleranz und Liebe füreinander aufbringt. Mit euch beiden prallen oft Welten aneinander von ungelösten Problemen aus längst vergangenen Zeiten und finden ihren Ausdruck in einer Küche in der Bretagne. Denkt daran, wenn ihr wieder einigermaßen Ordnung in euch geschaffen habt und sucht den Weg zueinander. Euer Weg ist nun einmal ein
gemeinsamer und alles, was euch geschieht, hat seinen Sinn.

Zum Auto selber: Als ich dir sagte, ein jeder möge nach Möglichkeiten suchen, wie er einen Beitrag zur Manifestation dieses Fahrzugs leisten könne, habe ich eigentlich mehr daran gedacht, dass ihr einmal Ideen zusammentragt, was sich ÜB ERHAUPT tun ließe. Damit solltet ihr beginnen und DANN wollten wir gemeinsam weitersehen. Dein Umschichtungsakt war so gesehen schon reichlich eigenständig, aber es war insgesamt schon durchaus eine richtige Entscheidung. Das Auto ist wichtig und das Geld muss sobald wie möglich herbeigeschafft werden. Wenn ihr innerlich bereit seit, das Auto wirklich allem voranzustellen, dann könnt ihr durchaus so verfahren.

Mein Rat: Spart weiter und setzt euch auch noch einmal zusammen und überlegt, ob es nicht noch andere Quellen gibt, die kurzfristig erschlossen werden könnten.

 

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