Dialog 155

Dass ihr das Haus jetzt nicht bekommen habt, dürft ihr euch also tatsächlich EURER PERSÖNLICHEN KRAFT zuschreiben, die sich inzwischen schon recht weit entwickelt hat. Ihr steuert schon selber sehr stark eure Geschicke, wenn es auch noch relativ unbewusst geschieht.

Dialog 155, 05.07.1986

Jörg:
Jetzt wissen wir also definitiv, was wir schon ahnten – und was dir wahrscheinlich von Anfang an klar gewesen sein dürfte: Das Haus in Damany wird es also auch nicht sein. Ich will jetzt gar nicht nachfragen, wieso du nicht schon damals … und so weiter, und ich will auch nicht grübeln oder mich wundern, sondern mich (uns) beschäftigt jetzt nur eine Frage: Was sollen wir tun? Wie sollen wir vorgehen?

Es war wichtig, dass ihr das einmal durchlebt habt: Ihr habt euch damals entschieden, ohne wirklich auf eure innere Stimme zu hören. Und, Jörg, erinnerst du dich? Du hast noch angehalten und dich mit deinem Block auf die Suche nach mir begeben. Du hast mich gefragt, ob du das Haus nehmen sollst. Welche Antwort habe ich dir damals als allererstes gegeben?

Soweit ich mich erinnere, hast du als allererstes „nein“ gesagt. Das konnte ich mir aber überhaupt nicht vorstellen, weil für mich alles dafür gesprochen hat. Deshalb habe ich noch einmal und irgendwie anders nachgefragt und bekam zumindest keine ablehnende Antwort mehr.

So ungefähr war es tatsächlich gewesen. Ich habe dir abgeraten und du hast nicht auf mich hören wollen – hast es für die Stimme deiner eigenen Angst gehalten oder für sonst etwas, jedenfalls konntest du nicht glauben, dass ich es war, der da zu dir gesprochen hat. So mussten die Dinge halt ihren Lauf nehmen.

Damany hätte schon eine mögliche Zukunft für euch sein können. Es ist also nicht etwa so, dass diese Entwicklungen von Anfang an festgestanden hatten. Aber mit der Zeit stellte sich heraus, dass das Haus euch nicht glücklich gemacht hätte, ja, dass es euch sogar belastet hätte. DESHALB (und nicht etwa, weil ich da mitgemischt hätte) haben sich die Dinge dann so entwickelt. Dass ihr das Haus jetzt nicht bekommen habt, dürft ihr euch also tatsächlich EURER PERSÖNLICHEN KRAFT zuschreiben, die sich inzwischen schon recht weit entwickelt hat. Ihr steuert schon selber sehr stark eure Geschicke, wenn es auch noch relativ unbewusst geschieht.

Ihr habt also noch nicht die Hände am Steuer und den Kurs im Kopf, aber ihr mischt dennoch schon mit. Also: Seid ruhig etwas stolz auf euch, dass ihr dieses Haus auf diese Weise so elegant umsegelt habt. Es hätte viel schlimmer kommen können. Was ihr jetzt tun sollt? Abwarten. Ich gebe euch heute noch keine Anweisung und das hat seinen guten Grund. Und ich möchte auch, dass das Gespräch jetzt hier endet.

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