Dialog 162

Ich habe euch zwar darauf schon häufig aufmerksam gemacht, habe aber noch niemals verlangt, dass ihr die Finger von Alkohol lasst. Ich tue das auch jetzt nicht, denn solche Entscheidungen könnt nur ihr selber treffen. Aber ich weise euch noch einmal darauf hin, weil ihr mich gefragt habt: Hier liegt einer der Hauptgründe für eure Schwierigkeiten. Glaubt mir.

Dialog 162, 20.07.1986

Jörg:
Das passiert und immer und immer wieder: Trotz guter Vorsätze in deinem Geiste zu leben geraten wir immer wieder aus dem Gleis. Anstatt zu beten und zu meditieren sitzen wir mit unserem Besuch am Tisch und trinken uns mit Rotwein zu. Und überhaupt kriegen wir das einfach nicht in den Griff, unser Leben so zu führen, dass wir zufrieden mit uns sind.

Alles was ihr wissen müsst, um euer Leben nach mir auszurichten, habe ich euch schon mehrfach gesagt. Das wisst ihr. Wenn ihr es trotzdem nicht könnt, dann, weil euer Glaube an mich noch immer nicht groß und stark genug ist. Es ist dies wirklich der einzige Grund und das ganze Problem. Ein Glaube muss heranreifen und das geht mehr oder weniger schnell. Bei euch geht es offensichtlich weniger schnell.

Ihr macht aber auch immer wieder einen großen Fehler. Etwas nämlich könntet ihr tun, was euch sehr rasch sehr viel näher zu mir bringen würde. Und auch das habe ich euch eigentlich immer wieder gesagt: Lasst den Alkohol! Er ist euer wirklicher Fein und um so vieles stärker als ihr.

Die Abendstunden sind eure wichtigsten, weil ihr nur zu diesen Zeiten zusammen seid. Und als „mein Team“ könnt ihr auch nur zusammen etwas erreiche. Ausgerechnet in den Abendstunden aber lasst ihr den Wein regelmäßig fließen – und es ist wirklich schon ein einziges Glas zu viel für euch.

Ich habe euch zwar darauf schon häufig aufmerksam gemacht, habe aber noch niemals verlangt, dass ihr die Finger von Alkohol lasst. Ich tue das auch jetzt nicht, denn solche Entscheidungen könnt nur ihr selber treffen. Aber ich weise euch noch einmal darauf hin, weil ihr mich gefragt habt: Hier liegt einer der Hauptgründe für eure Schwierigkeiten. Glaubt mir.

Nachdem wir gestern das Haus gesehen haben war uns beiden eigentlich sofort klar, dass es das nicht gewesen ist. Monika fragt sich aber, warum es ihr anschließend so dreckig gegangen ist. Hing das mit dem Haus zusammen oder gab es da andere Gründe? Ich selber wusste zwar auch sehr rasch, dass es das Haus nicht gewesen ist, aber das hat mich innerlich relativ kühl gelassen.

Zum einen sehnt sich Monika mit viel größerer Intensität nach einem, nach dem Haus, und jeder Fehlschlag in dieser Richtung wird von ihr viel schwerer ertragen als von dir. Du quälst dich damit weniger herum und bist eher erleichtert, wenn du eine „Niete“ als solche erkannt hast – bevor du sie gezogen hast.

Außerdem ist aber Monika zur Zeit ganz besonders sensibel und empfindungsfähig, aber auch besonders verletzbar. Sie hat die Persönlichkeiten der beiden Vermieter in deren ganzen Gefährlichkeiten erfahren und das hat viel in ihr ausgelöst. Wäre sie sich ihrer Gefühle bewusster gewesen, hätte sie die Nähe dieser beiden unbedingt meiden müssen. Nachdem ihr euch aber sogar noch zu einem Bier mit ihnen an einen Tisch gesetzt habt, war es um sie geschehen.

Was meinst du mit „Gefährlichkeit“?

Für euch wären die beiden Menschen gefährlich gewesen. Sie hätten euch so belastet, dass ihr bald zu keiner Bewegung mehr fähig gewesen wärt. Sie hätten euch die Luft abgeschnürt. Aber es ist ja gar nicht dazu gekommen. Ihr könnt inzwischen schon recht gut auf euch selber aufpassen. Und was euer Haus ist und was nicht, dass wisst ihr inzwischen auch sicher zu sagen.

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