Dialog 163

Dass du mit deinen Augenübungen nicht weitergekommen bist, mag dir darüber hinaus zeigen, dass es schon einen Unterschied macht, meine Energien zu spüren und ihrer wirklich Herr zu sein. 

Dialog 163, 21.07.1986

Monika:
Es geht mir nicht gut. Ich fühle mich so traurig und müde. So ausgeleert. Seit einiger Zeit muss ich mich wohl zurückgenommen haben, was den Energiestrom und die Nähe zu dir betrifft. Jetzt fühle ich mich einsam und kalt und habe große Sehnsucht nach dir.

Ich verstehe nicht, warum das überhaupt passiert ist. Es ist, als ob ein Teil von mir, über den ich keine Kontrolle habe, versucht, mich von dir fern zu halten. Meditation, Augenübungen etc. finden nicht mehr statt. Die Energie spüre ich zwar noch, bin aber nicht mehr in der Lage mit ihr zu arbeiten und sie dahin zu leiten, wo ich sie brauche. Kannst du mir helfen.

Ein anderer Punkt ist E. Dieses Kind macht mich derartig aggressiv, dass ich Angst vor mir selber bekomme. Was ist das nur? Was löst sie in mir aus, dass ich nur noch ihre negativen Seiten sehen kann?

Monika, solche plötzlichen „Entfernungen von mir sind keine wirklichen. Das heißt, du hast dich nicht tatsächlich von mir entfernt. Da ich immer an deiner Seite bin, geht das auch gar nicht. Doch es sind individuelle Wahrnehmungen von dir. Du bist wie „falsch gepolt“ und deshalb kann die Energie nicht fließen, wie du es willst und gewohnt bist. Aber du bist noch immer bei mir.
Vielerlei macht dich traurig und das hat dir den Blick für das Reale getrübt, man könnte sagen, sogar verzerrt. Aber das wird sich wieder geben, fast ganz von selber. Aber du musst natürlich das Deinige tun. Zwinge dich nicht zum Meditieren, wenn du es nicht kannst, aber versuche es zumindest. Unterbrich diese Übung, sobald du merkst, dass sie dir zu Anstrengung gerät, aber versuche sie wenigstens.

Dass du mit deinen Augenübungen nicht weitergekommen bist, mag dir darüber hinaus zeigen, dass es schon einen Unterschied macht, meine Energien zu spüren und ihrer wirklich Herr zu sein. Deine Übungen haben noch nicht alle Kraft (später einmal wirst du das besser verstehen), die möglich wäre und deshalb kommst du nur so langsam voran oder meinst gar auf der Stelle zu stehen. Dennoch ist es auch hier wichtig, damit fortzufahren. Du sollst aber wissen:  Ich bin immer bei Dir!

Zu E.:  Das ist ein sehr schwieriges Problem für dich und für euch alle und durch Worte nicht gut zu erklären, zumindest nicht so, dass dir die Erklärung nützen würde. Nur soviel sage ich:  Dieses Kind beginnt Macht auszuleben und sie hat eine besondere Form dafür gewählt, weil ihr eine andere derzeit nicht zur Verfügung steht. Du spürst die Machtbedürfnisse und es macht dir Angst, auf diese Weise beherrscht werden zu können. Es sind nicht wirklich „negative“ Seiten in ihr, wie du es ausdrückst, sondern es ist nur diese besondere Weise, in der sie versucht Machtbedürfnisse durchzusetzen, die dich aggressiv machen. Um hier etwas zu ändern, musst du persönlich weiter gewachsen sein. Es gibt keinen Rat, den ich dir geben könnte.

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