Dialog 174

dialogbild4Wer den Erfolg seiner Sache will, der wird sein Ziel auch erreichen, sofern er wirklich an diese Sache glaubt – ob es sich dabei um Roboter handelt oder um Heilpflanzen ist im Grunde egal. Wer dagegen den Erfolg um des Erfolges (oder gar Geldes) willen sucht und sonst an nichts glaubt wird scheitern.

Dialog 174 – 20.8.1986

Jörg:
Mich hat dieser Artikel über diesen japanischen Roboter-Fiffi nachdenklich gemacht. So wenig mir die Dinge bedeuten, die er wohl für wichtig hält, nämlich Geld zu machen, so sehr hat ich seine Philosophie und seine Strategie angesprochen. Ich habe dabei wieder einmal gemerkt, dass ich dergleichen nicht habe, was meine eigene Arbeit angeht, und dass ich auch nie gelernt habe so etwa zu entwickeln. Würdest du mir dabei helfen?

Zunächst einmal solltest du nicht zu voreilig über diesen „japanischen Roboter-Fifffi“ urteilen. Dass es ihm nur darum geht „Geld zu machen“ unterstellst du ihm, weil den Autoren dieses Artikels nichts anderes in den Sinn gekommen ist.

Dieser Mann erfüllt nämlich eine der allerersten Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten: Er stellt Geld eben nicht in den Vordergrund! Und weil er das nicht tut, ist er erfolgreich – und verdient Geld. Paradox – nicht wahr?

Er stellt ganz andere Werte in den Vordergrund: Arbeit, zum Beispiel, wirkliche harte Arbeit. Außerdem Treue. Den Glauben an das gemeinsame Ziel. Den Erfolg. Alles Dinge, die unmittelbar gar nichts mit Geld zu tun haben, aber ohne die man kein Geld verdienen kann – weil man keinen wirklichen Erfolg haben wird.

Erfolg will auch verdient sein. Und verdienen tut man ihn unter anderem durch Ehrlichkeit.

Und hier sind wir schon mitten in der Schulung!

Frage Nr. 1 : 
Habe ich den Menschen etwas zu geben was sie wirklich brauchen?

Für Menschen mag man in der Wirtschaft auch „Markt“ einsetzen, aber das bleibt sich im Grunde gleich. Denn „der Markt“ sind letzten Endes die Menschen, die die Produkte kaufen.

Frage Nr. 2:
Welches Interesse habe ich daran, den Menschen dieses Produkt zu verkaufen?

Hier nützt es nun nichts, sich selber Lippenbekenntnisse zu machen, den Kunden sind unbestechlich und lassen sich nicht betrügen. Ist dein Interesse also heimlich immer noch „Geld zu machen“, kannst du keinen Erfolg haben. Einfach weil die Menschen kein Interesse daran haben, dir zu diesem Ziel zu verhelfen. Verstehst du

Frage Nr. 3
Erfülle ich die Voraussetzungen dafür, den Menschen das zu geben, was sie von mir erwarten?

Bist du gut genug ausgebildet für deine Aufgabe? Ist dein Angebot gut sortiert und von bester Qualität? Hast du ein Ohr dafür, was deine Kunden wirklich bewegt, was sie interessiert? Oder neigst du eher dazu, ihnen deine Sichtweise der Dinge vermitteln zu wollen?

Frage Nr. 4:
Was ist mein eigentliches inner es Ziel bei dieser Sache?

Auch hier tust du gut daran, in dich zu gehen und deine Motive genau zu prüfen. Hast du wirklich ein Ziel bei der ganzen Sache? Liegt dir der Erfolg deiner Sache tatsächlich so am Herzen, dass du ihm alles andere unterzuordnen bereit wärest? Wenn nein, wird deiner Arbeit von Anfang an jede Basis, jede Überzeugungskraft fehlen. Wenn ja – dann brauchst du kein Konzept mehr, weil es ein besseres als den eigenen inneren Willen gar nicht gibt!

Wenn du das was du willst wirklich willst, wirst du immer den einfachsten Weg zu deinem Ziel suchen – und natürlich auch finden. Nur, wenn du dir über deine Motive im tiefsten Inneren nicht so klar bist, wird auch dein Weg unklar bleiben!

Es geht nicht darum, ein „Konzept“ zu entwickeln, verstehst du? Der Wille und ein klares Ziel sind Konzept genug. Und sie schaffen sich mühelos ihren Aktionsrahmen.

Managerschulen, die von ihrer Sache nichts verstehen, mögen solche Konzepte und die dazu nötigen Denkmuster anbieten, aber das ist es nicht, was den Erfolg garantiert. Der wird nur sichergestellt durch das wirkliche Wollen.

Wer den Erfolg seiner Sache will, der wird sein Ziel auch erreichen, sofern er wirklich an diese Sache glaubt – ob es sich dabei um Roboter handelt oder um Heilpflanzen ist im Grunde egal. Wer dagegen den Erfolg um des Erfolges (oder gar Geldes) willen sucht und sonst an nichts glaubt wird scheitern.

Es ist natürlich nicht so, dass man nur mit hundertprozentiger innerer Überzeugung ein Geschäft betreiben kann. Aber ohne diesen unvergleichlichen Motor, der alle Hindernisse überwinden kann, lässt sich eben nur „davon leben“. Erfolgreich wird man niemals sein können. Nie!

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