Dialog 177

dialogbild3Du musst dich selber an die Kandare nehmen! Das heißt ja nicht, dass dein Leben von da an freudlos und dumpf dahin treiben soll. Im Gegenteil. Du braucht auf keinen einzigen Genuss zu verzichten, das garantiere ich dir.  Nur will ich, dass du stets den Zusammenhang mit deinem Ziel suchst! Das ist es nämlich, worauf es ankommt.

 

Dialog 177 – 27. 8. 1986

Monika:
Ich in sehr niedergedrückt, weil ich irgendwie nicht mehr so guten Kontakt zu dir habe. Es fällt mir schwer, mich auf den Energiestrom zu konzentrieren. Morgen fahre ich weg und dann habe ich nicht mehr die Möglichkeit, Fragen an dich zu stellen. Ich möchte dich um Kraft bitten, die Möglichkeiten in Findhorn auch voll auszunutzen und meine Blockaden aufzulösen. Ich bitte dich um deine Hilfe und Unterstützung und darum, bei mir zu sein. Ich fühle mich sehr einsam und alleine im Moment.

Ich weiß, dass es so ist. Doch kann ich nicht viel ausrichten gegen Blockaden, die du selber aufrichtest. Du weißt, dass ich bei dir bin, eigentlich „in“ dir bin, und ich werde es auch auf deiner Reise sein.

Es ist nicht so, dass ich euer Leben nur noch „begleitend“ kommentiere, wie ihr es oft empfindet. Ich lenke es durchaus und nicht weniger deutlich als früher. Ihr merkt es nur nicht mehr und ich lasse es euch nicht mehr so merken.

Ich werde bei dir sein, auch in Findhorn natürlich, und biete dir an, den Kontakt zu mir ähnlich wie Jörg aufzunehmen, indem du deine Fragen an mich stellst. Du kannst es, auch wenn du zweifeln solltest. Du kannst es wirklich! 

 

01.09.1986

Das war noch nie da, seit wir deine Führung haben: Drei Tage nacheinander habe ich nichts aufgeschrieben, weil ich jedes Mal eingeschlafen bin, wenn ich unseren Sohn zu Bett gebracht habe. 

Du warst hundemüde und hast diesen Schlaf gebraucht. Wie überhaupt deine körperlich Verfassung zur Zeit nicht gut ist!

Das habe ich gestern auch gedacht, als diese kleine Schnittwunde im Finger noch Stunden danach nicht heilen wollte.

Ja, das ist so ein Beispiel dafür. Aber auch ein Hinweis auf die Stärke deines Glaubens!

Trotzdem gibst du mir von Zeit zu Zeit Zeichen wie das am Samstag. Warum?

Warum wohl?! Um dich bei der Stange zu halten, könnte man sagen. Wenn du nicht ab und zu etwas Spektakuläres geboten bekommst, neigst du dazu dich enorm gehen zu lassen.

Ich habe eine Frage zu unserer Farm. Es tut sich zwar einerseits ständig etwa in dieser Hinsicht. Aber zugleich passiert nicht viel. Mache ich etwas falsch? Kann ich etwas besser machen?

Du könntest alles besser machen. Ich habe dir diese Lektion am Samstag nicht ohne Grund gegeben. Du sollst alle deine Handlungen diesem Ziel widmen. Besser gesagt: Du solltest. Denn ob du es tust ist ja deine Sache.

Aber das ist doch nicht auszuhalten. Alles nur noch zielgerichtet. Nichts mehr „nur mal so“.

Das ist nicht nur sehr leicht auszuhalten, das ist überhaupt die einzig wirkliche Art zu leben. Alles andere sollte eigentlich nicht zum Aushalten sein. Dieses haltlose Dahintreiben. Was hast du nur davon? Von einem fleischlichen Genuss zum nächsten hasten? Was bedeutet dir das?

Darauf habe ich keine Antwort.

Weil du weißt, dass ich eigentlich Recht habe. Himmel, du hältst dich wieder und immer wieder für schwächer als du bist. Du musst dich selber an die Kandare nehmen! Das heißt ja nicht, dass dein Leben von da an freudlos und dumpf dahin treiben soll. Im Gegenteil. Du braucht auf keinen einzigen Genuss zu verzichten, das garantiere ich dir.  Nur will ich, dass du stets den Zusammenhang mit deinem Ziel suchst! Das ist es nämlich, worauf es ankommt.

Wenn du in’s Café willst – bitte sehr. Aber suche den Zusammenhang mit deinem Ziel, in diesem Fall mit der Farm. Es wird sich immer einer finden lassen. Und nur wo das wirklich nicht möglich ist, bitte ich dich es sein zu lassen, verstehst du? Ich verlange nicht, dass du von nun an nur noch streng und grimmig dreinblickend durch das Leben gehen sollst, weil alle deine Handlungen plötzlich einen Sinn haben sollen. Ich weiß, dass das nicht geht. Aber du kannst versuchen, ihnen einen Sinn zu geben. Dann wird es dir mit deinen Handlungen besser ergehen.

Um bei dem Beispiel zu bleiben: Du willst in’s Café? Dann bitte ich dich nur um eines: Sei dir, während du dort bist, eures Zieles und eurer Aufgabe bewusst. Und sei es auch bei allem was du im Café tust. Wenn du das beherzigst, wird selbst der Aufenthalt im Café von Wert sein, wenn du aber dorthin gehst, weil du „gerade keine bessere Idee hattest“, dann war die Zeit wahrlich verschwendet gewesen.

Wie, ich soll meinen Handlungen im Nachhinein einen Sinn aufpfropfen?

Nicht aufpfropfen, sondern suchen. Du sollst den Sinn deiner Handlungen suchen. Und dabei an eure Aufgabe denken. Und dich fragen, ob ein Zusammenhang besteht. Du wirst überrascht sein, wie oft ein solcher Zusammenhang tatsächlich besteht. Was du nur deshalb nicht wusstest, weil du nicht auf den Gedanken gekommen bist, darüber nachzudenken.

Also, ich habe zu Beispiel Lust nach dem Markt drei Halbe zu trinken. Dann suche ich also zunächst den Zusammenhang mit unserer Aufgabe?

Ganz genau.

Dan wird mir aber bestimmt keiner einfallen. Das heißt dann, dass ich die Halbe ausfallen lassen muss. Also doch tristes Grau.

Nur, wenn dir wirklich kein Sinn einfällt. Aber es gibt sogar Gründe, gute Gründe, drei Halbe in einem Café zu trinken. Probiere es doch einmal aus! Nur, wo es wirklich keinen Zusammenhang gibt, solltest du die Finger davon lassen. Und mit der Zeit wirst du auch gar keine Lust mehr haben, solche wirklich sinn-losen Dinge zu tun. Jetzt geht es mir nur darum, dass du etwas mehr Bewusstsein in deine Handlungen bringst. Und damit genug für heute!

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