Dialog 183

Herbst_B054647Wenn ihr euch entschieden habt und die Sache eingrenzt, habt ihr eine sehr wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, das Ziel auch zu erreichen. Das war etwas, das ihr bisher nie richtig begriffen hattet. Deshalb hatte euer Wille keine Gelegenheit zu wirken. Ihr habt das Feld der Möglichkeiten selber nicht mehr überblicken können.

 

Dialog 183 – 15.09.1986

Wir haben uns gestern über das Schreiben und die Blockade unterhalten, die ich zur Zeit in dieser Hinsicht habe. Monika und ich haben den positiven Leitsatz entwickelt: „Ich habe die Freiheit zu schreiben was immer ich will“. Darauf will ich mich einstimmen, auf dass es dann ordentlich fließe. Was hältst du von der Sache?

Wenn du meinen Blickwinkel hättest würdest du aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, was für ein winziger Hügel der Berg ist, den du da dauernd vor dir siehst. Mit einem Schritt könntest du über ihn hinweg gehen, wenn du das nur sehen könntest! So bleibt dir also nur der Weg über solche Einstimmungen.

Der Satz ist sehr gut. Und du hast ja schon gemerkt, dass er zu wirken beginnt. Probiere es möglichst bald und oft weiter aus. Wenn der Kanal ständig gut durchspült wird, kann er auch nicht verstopfen.

Dann nochmal zum Haus. Wir werden uns eigentlich immer sicherer, wie die Landschaft aussehen muss und wo diese Farm ungefähr liegen soll. Am liebsten wäre uns Moelan, schon wegen Florian und der Schule. Aber maximal würden wir so einen Kreis bis ca 40 km um Moelan ziehen wollen. Andere Departements kämen für uns nicht in Frage. Wir würden uns darauf nur einlassen, wenn du es so wünschen würdest.

Außerdem wollen wir einen solchen positiven Leitsatz jetzt auch für unsere Haussuche entwickeln, damit wir rasch und zügig das beste finden, was es in dieser Hinsicht zu finden gibt.

Meine Unterstützung dabei habt ihr! So ist es richtig: Wenn ihr euch entschieden habt und die Sache eingrenzt, habt ihr eine sehr wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, das Ziel auch zu erreichen. Das war etwas, das ihr bisher nie richtig begriffen hattet. Deshalb hatte euer Wille keine Gelegenheit zu wirken. Ihr habt das Feld der Möglichkeiten selber nicht mehr überblicken können.

Das war mein Hintergedanke, weshalb ich euch im Winter/Frühjahr euer Haus so konkret entwickeln ließ. Ihr solltet eure Vorstellungen eingrenzen und präzisieren. Ich habe euch gesagt, dass das Haus mit euren Vorstellungen wachsen würde, dass ihr es erschaffen würdet. Das habt ihr so verstanden, als würde da irgendwo eine Art Wunder geschehen: Ihr sitzt im Sessel und lasst per Gedankenkraft euer Haus entstehen. Gemeint war natürlich, dass ihr das Haus erst dann würdet finden können, wenn ihr euch selber entschieden hättet.

Ein schönes Bild hattet ihr zwar entwickelt, aber die Kraft hat nicht ausgereicht es auch zu verwirklichen. Vor allem deshalb, weil eure eigenen Ziele noch viel zu verschwommen waren. Das ist ja nun anders geworden. Ihr habt eure Zeit sehr gut genutzt, meine ich. Eure Vorhaben sind brauchbar, auf jeden Fall stellen sie eine gute Arbeitsgrundlage dar, die sich bestimmt noch erweitern lassen wird. Und so ist es nur folgerichtig, dass ihr jetzt selbst  auch bestimmt was ihr haben wollt.

Es ist so: Genau wie im Winter bestimmt IHR und nur IHR, wo es für euch lang zu gehen hat. Wenn ihr eine bestimmte Landschaft wollt, dann sucht sie euch heraus. Und dann sucht dort wirklich intensiv. Ich selber habe kein spezielles Haus und auch keinen speziellen Ort für euch vorgesehen, auch wenn ich weiß was geschehen wird.

Entwickelt ruhig so einen positiven Leitsatz. Alles was euch stärkt ist gut für euch.

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