Dialog 185

Herbst-12.32.59

Diese Dinge bedingen sich immer gegenseitig. So intensiv wie ihr sucht, werdet ihr auch angezogen. Es ist wie mit einem Echolot: Ihr müsst einen Ruf aussenden, damit eine Antwort zurückkommen kann.

 

Dialog 185 – 19.09.1986

Monika hatte einen neuen Gedanken zur Farm, den ich gut finde. Wir versteifen uns nicht auf 10 Hektar, sondern entscheiden das entsprechend der Lage der Farm und der jeweiligen Beschaffenheit der Erde dort. Wir können uns auch vorstellen, eventuell mit viel weniger als 10 Hektar zu beginnen. Wir hoffen auch darauf, dass hier in der Region – und sicher nicht nur hier – etliche Höfe aufgegeben werden. Jedenfalls sagt man uns das immer wieder, dass das so kommen würde. Wir stellen uns vor, dass wir dann vielleicht in der Lage sein werden, einen frei werdenden Hof zu mieten oder gar zu kaufen. Bis es soweit ist, wollen wir schon mit der Aufzucht von Bäumen beginnen, um später Land, das uns gehört, wieder zu Wald werden zu lassen.

Der Gedanke ist soweit gut, rund und stimmig. Ihr macht aber nicht den Fehler, das Hier und Jetzt als unwichtig zu erachten, weil ich auf einmal ein Bild von der Zukunft habt?
Fang mit dem an, was ihr bekommen werdet und arbeitet ruhig und zielbewusst auf das zu, was ihr von der Zukunft erwartet. Da ihr offensichtlich immer sehr viel Zeit braucht, bis ihr einmal einen Schritt gehen könnt, ist dieser Plan von euch ganz angemessen.

Ich empfand das Herumsuchen und Fragen gestern wieder als ziemlich anstrengend und aussichtslos.

Es ist immer wieder dasselbe: Wenn du etwas als aussichtslos betrachtest, nun, dann wird es auch aussichtslos sein.

Was kann ich denn tun, wenn mich dieses Gefühl packt?

Wenn ihr euch entschließt herum zu fahren und direkt zu fragen, dann hat das nicht aussichtslos zu sein!  Du musst das angehen, als sei es jetzt im Augenblick genau die einzig richtige Handlung. Du musst jeden Besuch auf jeder Farm als Hinweis darauf betrachten, dass ihr eurem Ziel wieder ein Stück näher gekommen seid. Denn so ist es ja tatsächlich. Jede Farm, die ihr seht, hält eine Botschaft für euch bereit. Und wenn ihr offen seid sie zu empfangen, seid ihr eurer eigenen Farm ein Stück näher gekommen.

Wenn du also auf deine Frage hin ein Kopfschütteln bekommst, dann betrachte das nicht als Misserfolg, sondern sieh nur den Schritt auf eure Farm zu, den ihr in diesem Augenblick gegangen seid. Ihr geht den Schritt sogar gleich auf zwei verschiedenen Ebenen: Einmal sammelt ihr auf diese Weise Informationen, die euch nützlich sein können und vervollständigt somit euer Bild. Außerdem grenzt ihr mit jedem Besuch dieser Art ein Gebiet mehr aus, das es schon nicht mehr sein kann. Da ihr euch entschlossen habt, euer „Jagdgebiet“ einzugrenzen, könnt ihr auf diese Weise durch Ausschluss dessen, was es nicht sein kann, zu dem kommen, was es sein wird.

Dann dürfte man aber keine einzige Farm auslassen. Mir gefällt solch ein Vorgehen nicht besonders gut, muss ich sagen.

Jetzt denkst du sozusagen mechanistisch. Ich habe aber gesagt, dass ihr euch eurem Ziel auf zwei Ebenen nähert. Mit der einen grenzt ihr nur etwas aus. Mit er anderen baut ihr aber euer Informationsnetz erst richtig aus. Das sind gesammelte Energien! Und es heißt praktisch: Mit jedem Besuch, den ihr irgendwo macht, werdet ihr stärker! Das wiederum heißt: Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch immer schneller und gezielter auf eure Farm zubewegt, wächst mit jedem Moment eurer Suche – solange man sie nicht von vornherein für aussichtslos hält natürlich.

Diese Dinge bedingen sich immer gegenseitig. So intensiv wie ihr sucht, werdet ihr auch angezogen. Es ist wie mit einem Echolot: Ihr müsst einen Ruf aussenden, damit eine Antwort zurückkommen kann.

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