Dialog 188

a-rainy-day

Dialog 188 – 23.09.1986

Ich sitze jetzt schon eine ganze Weile an der Schreibmaschine. Irgendwie scheint die Leitung „tot“ zu sein. Bist du nicht da?

Doch, ich bin schon da. Aber ich werde mich von nun an für eine Weile im Hintergrund halten, bis ich von euch aus das wirkliche Bedürfnis sehe, mit mir zusammenarbeiten zu wollen.

Beziehst du das auf das, was Monika am Sonntag geschrieben hat?

Ich habe „euch“ gesagt, also beziehe ich es auch auf euch beide.

Wie meinst du das, „im Hintergrund halten“?

Es bedeutet, dass ich bei euch bin, aber du erst wieder Kontakt zu mir aufnehmen kannst wenn ich das möchte. Ich habe den Eindruck, ihr braucht beide einmal eine Weile der Besinnung,

Wie soll das gehen? Wenn ich deinen Rat brauche, wirst du mir nicht antworten?

Ja, es sei denn in Ausnahmefällen.

Wie lange soll das dauern?

Das liegt an euch. Wenn der wirkliche, aufrichtige Wunsch da ist mit mir zusammenzuarbeiten, kann ich auch wieder nahe bei euch sein.

Ich soll also morgens nicht mehr regelmäßig kommen?

Nein.

Und wenn ich trotzdem eine Frage habe, wirst du mir nicht antworten?

Ja, es sei denn in wichtigen Ausnahmefällen, wenn also mein Rat von großer Bedeutung für euch wäre.

Und wie weiß ich, wenn du wieder gesprächsbereit bist?

Da wirst du schon wissen. Ich gehe jetzt.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Schreibe einen Kommentar