Dialog 202

blaetternde-FarbeIch habe nie behauptet, dass der Weg zu mir ein Sonntagsspaziergang wäre. Entscheidend ist immer wieder nur eines: Bist du bereit, das was geschieht als mein Wirken zu erkennen oder suchst du in dem was geschieht immer wieder Beweise für meine Nichtexistenz?

Tue dein Bestes (das muss nicht immer das Perfekte sein, aber das Beste) und dein Weg führt voran, führt euch weiter und führt euch zu mir. 

 

Dialog 202 – 21.10.1986

Wenn ich in Eileens Durchgaben (und bei dir) lese, dass du uns GANZ willst und keine Halbheiten duldest und so weiter, dann verlässt ich immer wieder der Mut. Ich bin nicht so stark, dass ich ganz dein sein könnte. Ich mache Fehler, täglich, und ich weiß nicht wie ich sie vermeiden kann. Zwar habe ich das Gefühl, es werden weniger, aber ich bin noch lange nicht dort, dass ich sagen könnte, ich hab’s gepackt, ich bin ganz dein.

Heißt das, dass solange nichts geschieht in Punkto Weiterkommen? Oder verlangsamt sich die Entwicklung lediglich um das entsprechende Maß an Fehlern? Oder wie ist das zu verstehen?

Die Menschen, die es geschafft haben, in weniger als einem Jahr „mein“ zu sein, habe ich ganz selten gesehen. Viele, die es mit vollster Intensität versucht haben, sind auf andere Extreme ausgewichen und haben mich verloren, ohne es jemals richtig gemerkt zu haben. Der tägliche Kampf um jede Stückchen Entwicklung gehört fast selbstverständlich dazu. Und deshalb glaube mir: IHR MACH EURE SACHE GAR NICHT ÜBEL! Ihr gebt euch wirklich Mühe und ihr leidet unter euren Unzulänglichkeiten. Das sind wichtige Schritte auf dem Weg zum Ganzen. Natürlich versuche ich immer wieder euch anzutreiben, wo ich nur kann. Aber ich weiß auch, dass ihr, wenn nicht euer Bestes, so doch meistens das Bestmögliche tut. Und das ist schon viel. Das wird anerkannt.

Ihr müsst es nur so sehen:
Ich bin ja nicht irgendeine Instanz außerhalb von euch, vor der ihr euch rechtfertigen müsst. Sondern ich bin eben so ein Teil von Euch, wie ihr ein Teil von mir seid. Ihr seid mir also keine Rechenschaft schuldig, sondern im Grunde euch selbst. Ich bin lediglich die Möglichkeit, sich über all dies wörtlich und deutlich zu verständigen. Ich bin ALL und LICHT. Ich bin die Kraft, die alles bewegt. Auch euch. Und deshalb bin ich ein Teil von euch. Aber das mag euch jetzt verwirren.

Zum Marktgeschehen: Sturm und Regen, leere Märkte und leere Kasse. Mit der heutigen Kräuterlieferung sind unsere Schulden …

Hör auf mit dieser Gedankenkette! Was willst du von mir wissen? Dass sich alles schon irgendwie einrenken wird? Oder dass es in einer Katastrophe münden wird? Oder was erwartest du jetzt?

Na, irgendetwas Beruhigendes schon.

Siehst du. Und dazu bin ich bestimmt nicht da. Wozu sollte ich dich beruhigen wollen? Diese Dinge sind Schritte auf dem Weg zu mir. Ich habe nie behauptet, dass der Weg zu mir ein Sonntagsspaziergang wäre. Entscheidend ist immer wieder nur eines: Bist du bereit, das was geschieht als mein Wirken zu erkennen oder suchst du in dem was geschieht immer wieder Beweise für meine Nichtexistenz?

Tue dein Bestes (das muss nicht immer das Perfekte sein, aber das Beste) und dein Weg führt voran, führt euch weiter und führt euch zu mir. Wenn du in ALLEM was geschieht mein Wirken erkennst, kannst du eigentlich keine Angst mehr haben.

Aber ich habe Angst, obwohl bereit bin, in allem dein Wirken anzuerkennen. Gerade weil du heute Morgen und eben wieder gesagt hast, dass zu deinem Wirken auch Schwierigkeiten gehören. Doch ich weiß nicht, wie weit du dabei gehst und das macht mir schon Angst.

Ich gehe so weit, dass ihr au eurem Weg zu mir weiter kommt. Wenn du nur deine kleinen Alltagsgeschäfte konfliktfrei abwickeln willst, brauchst du mich nicht. Wenn du aber deinen Weg zu mir finden willst, wenn du das wirklich willst, dann musst du auch durch die Hölle zu gehen bereit sein, wenn es sein muss.

Ich betreue nicht zwei kleine Heilpflanzenhändler in der Bretagne, ich betreue zwei künftige Begründer eines wichtigen Zentrums. Und ihr müsst euch einfach entscheiden: Entweder ihr wollt auf DIESEM Weg weiterkommen, dann nehmt die Dinge so wie ich sie für euch füge. Oder ihr wollt eure Ruhe und euer kleines Auskommen haben, dann nehmt euch einen guten Steuerberater.

Ich will natürlich das EINE, aber ich gebe zu, dass so vieles in mir manchmal einfach nach Ruhe schreit. Einmal keine finanziellen Sorgen mehr haben müssen, einmal gemütlich und in ein bisschen Luxus leben können. Das ist auch in mir vorhanden, wie du weißt. Und sicher kommen unsere finanziellen Probleme im Moment mit daher: Im Sommer war ein Leben in dieser Art für einige Wochen möglich gewesen. Und ich hatte die Illusion einer sorgenfreien Existenz gehabt. Das ist jetzt wieder in sich zusammengebrochen, in den Regenschauern und den Stürmen hier.

Meinst du, das wüsste ich nicht? Das ist doch alles Teil meines Plans. Es ist nicht euer Versagen, dass ihr jetzt in Schulden steckt, auch wenn ich das so ausgedrückt habe. Es ist das Bild eurer gegenwärtigen Situation. Um die kennenzulernen war der Sommer genau richtig. Und deshalb habe ich euch da gewähren lassen. Sonst wäre es doch ein Leichtes für mich gewesen euch etwas zu steuern.

Der Druck, den ihr jetzt empfindet, ist wichtig für euch und deshalb erlebt ihr ihn. Hör auf deine Frau, die sagt: „Es ist alles eine Übung in Vertrauen“. Genauso verhält es sich.

 

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