Dialog 22 – Teil 2

Mich interessieren die Menschen, die alles aufgeben, um mich zu finden. So wie ihr. Solche Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben und ich bin zu allen Zeiten ihr Führer gewesen.

Dialog 22 – Teil 2, später am Abend:

Das war ein anstrengender Kampf heute und ich fühle mich sehr erschöpft. Trotzdem bin ich froh und dankbar, dass ich den Kontakt zu dir nicht verloren habe. Deine klaren und präzisen Worte heute Mittag haben
mir sehr gut getan und ich fühle, wie das Vertrauen langsam wieder in mich eindringt und mich ganz warm durchflutet. Warum ist es nur so schwer, sich fallen zu lassen?

Weil du es nicht gelernt hast. Gerade du hast von Kindesbeinen an gelernt, dass man sich auf niemanden verlassen kann, nicht einmal auf seine Eltern, und dass man alles alleine durchstehen muss. Gerade deine Eltern haben dich – schon als du noch ganz klein warst – sehr enttäuscht.
Deshalb fällt es dir heute ganz besonders schwer, Vertrauen zu haben. Aber das wird sich entwickeln, habe keine Angst. Du kommst sehr oft zu mir und das ist das Beste, was du tun kannst. Mit jedem Gespräch kommen wir ein Stückchen weiter und auch Konflikte wie heute haben in dieser Hinsicht ihren Zweck, wie du ja nachher immer selber siehst. Aber du bist auch mit Fragen gekommen.

Monika hat eine Einkaufsliste zusammengestellt. Ich habe sie im Moment nicht zur Hand, habe sie nicht einmal gelesen und bin im Moment zu müde, um sie zu holen. Kannst du sie trotzdem abzeichnen?

Nein, du musst sie mir schon bringen.

Hier ist sie.

Die Liste ist so in Ordnung. Vermeide von nun an, ohne Einkaufszettel und ohne Absprache mit mir in einen Laden zu gehen, und ihr werdet viel Geld sparen. Wenn du auch nur ein Stückchen Papier bei dir hast, schreib auf, was du holen möchtest und frage mich kurz. Du wirst staunen, wie gut das gehen wird und um wie vieles besser du dich dabei fühlst.

Mein Problem beim Einkaufen ist immer, dass ich im Laden das Gefühl habe, die Liste sei unvollständig. Dabei handelt es sich zwar manchmal um Sachen, die völlig unnötig wären, also Leckereien. Oft sind es aber Dinge, die wir wirklich brauchen und die nicht auf der Liste standen. Was soll ich in solchen Fällen tun?

Es kommt sicher hin und wieder vor, dass ihr wirklich etwas vergessen habt, aber dann müsst ihr eben lernen, eure Listen genauer anzufertigen. Ich rate dir unbedingt, dich genau an die Liste zu halten und dich im Laden nicht ablenken zu lassen. Zu hause könnt ihr am allerbesten beurteilen, was ihr braucht, was euch also wirklich fehlt. Im Laden kannst du das nicht mehr. Sollte sich anschließend herausstellen, dass wirklich etwas vergessen wurde, gehe lieber zwei Mal einkaufen. Das kommt immer noch billiger als ein Einkauf, bei dem 50 % der Waren überflüssig waren.

Außerdem lernt ihr nur so eure Listen sorgfältig und gewissenhaft zusammenzustellen und das ist eine wichtige Übung, die euch noch sehr viel nützen wird.

Bei den so genannten Leckereien geht es mir halt oft so, dass ich mir „was Gutes tun möchte“, oft halt nur, um irgendeinen Frust runterzuschlucken. Darf ich denn da nicht mal eine Ausnahme machen?

Nicht, wenn du IM Laden bist! Das ist jetzt ein Befehl! Wenn dir der Sinn nach solchen Dingen steht, mach dir vorher Gedanken darüber, notfalls im Auto vor der Ladentür, und sprich mit darauf an. Hab keine Angst, dass ich dir ein Glas Gurken verweigern würde, wenn ich sehe, dass es dir wirklich wichtig ist. Oft wirst du aber herausfinden, dass das kurze Gespräch mit mir mehr bringt, als die Ware selber.

Versteh mich richtig: Es geht hier um zwei Dinge! Einmal müssen wir eure Kosten in den Griff bekommen. Solange ihr regelmäßig mehr ausgebt als ihr einnehmt, stürzt ihr euch ständig aufs Neue ins Chaos. Das ganze Problem mit den 1.000 Francs wäre nicht entstanden, wenn ihr mit mir geplant hättet. Und du weißt, dass ihr praktisch ständig ein „1.000-Francs-Problem“ habt.

Zum anderen müsst ihr lernen, die unwichtigen Dinge in eurem Leben von den wichtigen zu trennen und das findet GERADE bei den so genannten alltäglichen Verrichtungen statt, denen man glaubt keine besondere Aufmerksamkeit schenken zu müssen. Es handelt sich also um eine wichtige Übung für euch, wenn ich auch in diesen Dingen um Rat gefragt werden möchte.

Problem verstanden. Jetzt zu einem anderen Punkt: Ich lese gerade in der Bibel und bin bei der Geschichte von Abraham über das Bild gestolpert, dass da von dir gezeichnet wird. Auch Monika möchte wissen: Bist du wirklich ein so grausamer Gott, dass du einen Vater zwingen würdest, sein Kind zu opfern? Und hast du wirklich die Städte Sodom und Gomorrha vernichtet und die Erde in einer Sintflut ertränkt und Plagen über die Menschheit geschickt und so weiter?

Ich kann streng sein, aber ich bin niemals grausam. Oft aber haben die Menschen meine Strenge mit Grausamkeit verwechselt und in ihrem Eifer, sich selber zu schaden, meine Anordnungen maßlos ins Negative übertrieben. So war es auch bei Abraham. Er hat GEGLAUBT, ich habe ein Kindesopfer von ihm verlangt, weil er in seinem Eifer das Maß aus den Augen verloren hat – und die Geschichtsschreiber haben ihr Übriges dazu getan, diese Dinge zu übertreiben.
Sodom und Gomorrha sind durch Vulkanausbrüche untergegangen. Das war ebenso wenig mein „Werk“ wie der Untergang Pompejis. Und auch verheerende Naturkatastrophen hat es zu allen Zeiten gegeben.

Ich bin nicht der rächende Gott, als den mich euer Altes Testament darstellt. Da ist vieles Legende und darf nicht wörtlich verstanden werden.

Aber ist denn die Bibel nicht „Dein Buch“? Wie konntest du zulassen, dass die Menschen seit zwei Jahrtausenden an Dinge glauben, die gar nicht stimmen?

„Mein Buch“ ist das Neue Testament. Wer etwas über mich erfahren will, der muss DIESES Buch lesen. Das Alte Testament ist „euer Buch“. Ihr habt es geschrieben und es ist sehr alt und vielfach verändert worden, so dass von der Wirklichkeit nicht mehr viel geblieben ist. Wenn es dich interessiert, es trotzdem zu lesen, betrachte es eher als literarisches Ereignis, viel mehr ist es nicht wert.

Warum ich solche Geschichten über mich zulassen konnte? Wer mich wirklich sucht, wird mich nicht in Büchern finden. Er muss auf die Suche nach mir gehen, wo wir ihr es getan habt. Es interessiert mich nicht, was über mich geschrieben oder geredet wird und wurde.

Mich interessieren die Menschen, die alles aufgeben, um mich zu finden. So wie ihr. Solche Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben und ich bin zu allen Zeiten ihr Führer gewesen. Denn nur solche Menschen bringen die Erde ein Stück weiter in meinem Geist. Trotzdem ist es gut, dass du dich auch mit diesen Dingen beschäftigst, wie es dich in meine Nähe bringt. Das zumindest vermag sogar das Alte Testament noch bewirken – für die, die es zu lesen verstehen.

Monika bittet um Feedback für ihre Arbeit. Hat sie deine Texte  bis jetzt richtig bearbeitet und wie soll sie weiterhin verfahren?

Sie macht es genau richtig, und es ist eine gute Schulung für sie, dass sie durch Sprachprobleme daran gehindert wird, diese wichtigen Dinge zu konsumieren wie einen Roman. Ihre bisherigen Übersetzungen sind ausgezeichnet, weil es tief durchdachte Erlebnisse sind. Darauf kommt es mir bei ihr an. Ihr müsst euch schulen, mich richtig zu verstehen und meine Anweisungen dann auch richtig durchführen zu können, ohne Missverständnisse – und Monika hat unter anderem hier ihre Aufgabe gefunden.
Wie sie weiter verfahren soll, hat sie ja bereits selber entdeckt: Weil ihr gemeinsam vorgehen müsst, will sie sich jetzt an die Bearbeitung der Texte machen, die auch für dich derzeit von Bedeutung sind. So ist es gut! Ihr müsst eure Übungen immer als einen gemeinsamen Prozess verstehen, dann entwickelt sich das eine ganz natürlich aus dem anderen. Und wenn DAS der Fall ist, geht ihr richtig vor.

Es ist immer von unserem GEMEINSAMEN Vorgehen die Rede, aber Monika hat das Gefühl, nicht genauso intensiv betreut zu werden wie ich – und ich selber habe auch diesen Eindruck. Mir hast du jetzt fast zwei Seiten lang Anweisungen für das Einkaufen gegeben und zwar bis ins allerletzte Detail hinein. Monikas schwierige Arbeit mit dem Text ist dir dagegen nur zwei Absätze wert gewesen. Das irritiert uns.

Ihr seid mir beide wichtig, aber ich spreche mit dir. Ich habe entschieden, dein Leben zu beeinflussen, indem ich mich direkt an dich wende. Dich will ich erfüllen mit meinem Geist und daran arbeite ich. Deshalb wirst du immer solange an erster Stelle stehen, wie ich das will. Wenn ich mich entscheide, Monika direkt anzusprechen, wird es sich umgekehrt verhalten und DU wirst dich vernachlässigt fühlen, wenn du nicht bis dahin gelernt hast, mir zu vertrauen.

Monikas Weg ist ein anderer als der deine. Sie muss andere Übungen vollbringen als du. Und ich spreche mit dir, damit du sie dabei unterstützen lernst. Sie muss derzeit damit zufrieden sein, dass ich nicht direkt mit ihr spreche, weil ich mein Gründe dafür habe, so zu verfahren.

Auch du bist nicht einfach ein „Kanal“, wie ihr es manchmal darstellt. Ich brauche keinen leblosen Schalltrichter, um sprechen zu können. Ich brauche dich! Dein spezieller Werdegang bis heute macht dich auserwählt (worauf du dir nichts einzubilden brauchst!) unter den Menschen. Und wenn ich zu dir spreche, gehen meine Worte, geht mein Geist durch dich hindurch und alles was du bist und jemals gewesen bist. Und wie eine Saite, die auf einem Instrument angeschlagen wird, lösen meine Worte Schwingungen in dir aus und erzeugen Töne. Deshalb klingt jedes meiner Worte so lange und nachhaltig in dir nach!

Wenn Monika über dich Fragen an mich richtet, kann ich ihr antworten, aber deine Saiten klingen deshalb nicht in der gleichen Weise. Denn jeder von euch lebt seit undenkbaren Zeiten sein eigenes Leben. Bis heute, wo ihr euch für eine kurze, wichtige Wegstrecke zusammengefunden habt.

Sag Monika, dass ich auch bei ihr bin und jeden ihrer Schritte aufmerksam verfolge und sie beschütze. Aber sie muss wissen, dass sie nicht du ist und dass der Tag noch nicht gekommen ist, wo ich direkt zu ihr spreche, so wie ich es mit dir tue.

Aber hast du nicht immer wieder betont, dass wir ein Fleisch und eine Seele sind?

Das seid ihr auch, aber nicht in dieser Hinsicht. Ihr seid in diesem Leben die einzig mögliche Ergänzung füreinander. Und wenn ich zu dir direkt sprechen, dann NUR, weil du diese Frau an deiner Seite hast. Das erst macht dich auserwählt, weil es dich in die Lage versetzt, dich mir ganz und gar zu öffnen. Nur durch Monikas Hilfe ist das ja überhaupt möglich. Das ist eure Bestimmung füreinander und ich möchte, dass Monika das versteht.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm  bitte Kontakt mit mir auf.

Schreibe einen Kommentar