Dialog 223

 BrueckeamBach

Solange ihr die Bedeutung des spirituellen Handelns nicht der Bedeutung des alltäglichen praktischen Handelns völlig gleichsetzt, wird sich nichts verändern können, weil ihr immer nur ein Prinzip auslebt und das andere – das aber auch zu ihm gehört als sein Gegenpol – nicht.

 

Dialog 223 – 14.11.1986

Ich muss einfach noch einmal vom Geld anfangen. Unsere finanzielle Situation belastet uns, denn bestimmte Summen müssen bald einfach da sein, aber sie wollen nicht herbeikommen. Auf dem Markt wird nicht genug verdient, der Hausverkauf, steckt noch in den Kinderschuhen, von Vente par Correspondence ist noch nichts zu spüren, andere Geldquellen nicht in Sicht. Ganz konkret: Was sollen wir tun? Oder was machen wir falsch, was tun wir nicht genügend? Ist es so wie Monika sagte, dass wir auf der aktiven Seite (Markt etc.)zwar unser Möglichstes leisten, aber auf der passiven (Meditation usw.) nicht?

Das ist auf jeden Fall so. Solange ihr die Bedeutung des spirituellen Handelns nicht der Bedeutung des alltäglichen praktischen Handelns völlig gleichsetzt, wird sich nichts verändern können, weil ihr immer nur ein Prinzip auslebt und das andere – das aber auch zu ihm gehört als sein Gegenpol – nicht.

Sieh dir einmal deine Klageliste an, die du oben aufgezählt hast: Da ist vom Markt die Rede, vom Hausverkauf und Vente par Correspondence. Und nur ganz am Ende und ganz am Rande fragst du mich (und dich selbst), ob eventuell solche Handlungen wie „Meditation usw.“ auch eine Rolle spielen könnten?!

Ihr wisst doch inzwischen, dass sich auf der materiellen Ebene nur verwirklichen kann, was auf der geistigen Ebene bereits lebt und entwickelt wurde. Die Manifestation eines geistigen Prinzips ist doch lediglich der letzte und im Grunde einfachste Schritt – und ausgerechnet am dem tut ihr euch immer so schwer.

Das liegt natürlich daran, dass die geistigen Prinzipien noch lange nicht die Bedeutung für euch haben, die sie haben sollten. Meditation ist keine vertane Zeit (Jörg) und auch nicht etwas, was man um jeden Preis noch in den Tag hineinbringen muss (Monika). Sondern Meditation sollte so selbstverständlich sein (und euch so leicht gelingen) wie die allereinfachsten täglichen Verrichtungen.

Solange ihr aber Schwierigkeiten damit habt und sich diese Handlungen gegen euren Zugriff zu sträuben scheinen, Widerstand leisten, sich nicht in den Tagesablauf einfügen lassen wollen, solange müsst ihr einsehen, dass ihr eine bestimmte Stufe des spirituellen Wachstums noch nicht erklommen habt. Und das hat natürlich auch seine Auswirkungen auf der materiellen Ebene.

Aber du hast mich ja nun nach ganz konkreten Vorschlägen gefragt. Ganz konkret sieht es so aus: Solange ihr meinen Weg geht, erlebt ihr euch in eurer spirituellen Entwicklung und erlebt auch die dem jeweiligen spirituellen Reifegrad entsprechende materielle Ausformung. In eurem Fall bedeutet das, dass ihr in einer schwierigen Situation steht. Sie ist nicht hoffnungslos, dies bitte ich mir zu glauben. Es besteht kein Grund zur Verzweiflung. Aber die Lage ist nicht einfach.

Wichtig für euch zu wissen ist aber: Das, was ihr auf der materiellen Ebene erlebt, ist ein stoffliches Abbild dessen, was ihr auf der geistigen Ebene lebt. Wenn ihr das einmal wirklich begriffen habt und durch diese Art „Mauer“ durch seid, die euch jetzt den Weg versperrt, werdet ihr euch sehr schnell auf einer höheren Stufe weiterentwickeln können. Aber noch steht ihr vor der Mauer und seht nicht, dass der Weg dahinter weitergeht. Und es hilft euch auch nicht dass ich es euch sage. Ihr seht es selber nicht – und das ist das Problem.

Würde ich euch jetzt einen konkreten Vorschlag machen, wie und woher ihr zum Beispiel die und die Summe her bekommen könntet, wäre euch in Wahrheit nicht geholfen. Ich habe das, wie ihr wisst, sehr oft getan. Ihr seid aber jetzt an einem Punkt, an dem ihr den entscheidenden Durchbruch (durch die Mauer) schaffen könnt, wenn ihr dazu bereit seid. Und deshalb gebe ich euch keinen solchen Rat!

Es ist ein wichtiger Zeitpunkt, den ihr jetzt erlebt. Wie wichtig er ist, wird euch erst später aufgehen, aber ich sage es euch jetzt schon, um eure Aufmerksamkeit zu wecken. Verschwendet eure geistigen Kräfte nicht damit euch Sorgen auf der materiellen Ebene zu machen, wenn diese Kräfte auf der geistigen Ebene gebraucht werden! Denn Materie wird nur, was der Geist geformt hat.

Mein konkreter Ratschlag kann deshalb nur lauten: Lebt eure geistige Seite besser aus. Macht in dieser muffigen Kammer einmal die Fenster auf und lasst frische Energie einströmen. Solche Handlungen wie „Meditationen usw.“ müssen – ich sage es noch einmal – so selbstverständlich werden und so leicht von der Hand gehen wie Haare waschen oder Geschirr spülen. Und sie müssen auch mit derselben Selbstverständlichkeit akzeptiert werden. Wenn ihr das einmal geschafft habt, seid ihr schon sehr weit gekommen und habt die Dinge auf der materiellen Ebene im Griff.

Alles was im Moment geschieht hat System und ist Plan. Deshalb verzweifelt nicht an eurer Situation, sondern nehmt dankbar an, was euch geschieht. Denn alles spielt eine wichtige Rolle in meinem Plan.

Schreibe einen Kommentar