Dialog 224

 

Der Hohlweg zu "unserem"  Stück Land

Der Hohlweg zu „unserem“ Stück Land

 

… solange ihr nicht mit dem zufrieden seid, was ihr jetzt habt, lebt ihr nicht in der Gegenwart, sondern haltet euch in der Zukunft auf. Die aber gibt es für euch gar nicht, also lebt ihr nicht real und könnt demnach auf die Entwicklungen, die im Hier und Jetzt stattfinden, auch keinen Einfluss nehmen.

 

Dialog 224 – 16.11.1986

Wir sind beide sehr glücklich darüber, wie das Stück Land gestern zu uns gekommen ist. Wir haben beide jetzt fest das Gefühl, dass es „unser“ Land ist. Ich wundere mich nur manchmal, wieso uns das nicht auch mit dem aus gelungen ist und gelingen will. Was konkret müssen wir aus der Land-Erfahrung lernen?

Das ist doch ganz einfach: Aus der Land-Erfahrung könnt ihr lernen, dass man das, was man wirklich braucht, auch bekommt. Dass alles da ist in Fülle und für niemanden Mangel herrschen muss. Das Schwierige ist nur herauszufinden, was die wirklichen Bedürfnisse sind!

Im Fall Haus habt ihr da immer sehr krass daneben gegriffen und folglich auch nichts bekommen. Beim Land war es anfangs genauso: Unter dem Deckmantel der Behauptung, dass es doch gar nicht für euch, sondern für andere sei, habt ihr ohne jedes Maß gewünscht und verlangt. Da muss es euch nicht wundern, wenn ihr am Ende nichts bekommen habt. Alles ist in Fülle vorhanden, wenn sich jeder nimmt, was er wirklich benötigt – nicht was er vielleicht gerne gehabt hätte oder immer schon mal haben wollte.

In dem Augenblick, wo ihr eure wirklichen Bedürfnisse erkannt habt und vor allen Dingen auch bereit gewesen seid, ein Stück Land in Liebe zu bearbeiten, das euch eigentlich gar nicht wirklich aus dem Herzen zu sprechen schien („schien“, wohlgemerkt!), wo ihr also die Aufgabe über eure persönlichen Interessen gestellt und alle egozentrischen Wünsche losgelassen habt, in diesem Augenblick war der Weg für euch frei – und alles konnte sich ganz einfach und leicht entfalten nach meinem perfekten Plan.

So leicht und einfach kann es mit allem gehen, auch mit dem Haus, wenn ihr aus dieser Sache wirklich etwas gelernt habt. Sprecht noch einmal in Ruhe durch, was hier geschehen ist und prüft eure Bilder von dem Haus noch einmal.

Wisst ihr noch, wie das anfing? Welche Bilder ihr entworfen habt, als ich euch im Frühjahr freie Hand gegeben habe? Wie weit ihr da von dem entfernt wart, was ihr wirklich gebraucht habt? Es war ein langer, langer Weg gewesen von euren ersten eitlen Zeichnungen bis zu dem verwilderten Land, das ihr nun für das höchste Glück haltet.

Vielleicht wird der Weg zu eurem Haus weniger lang und mühevoll sein. Dazu rate ich euch jetzt noch einmal. Denn es ist a nicht so, wie ihr mir immer unterstellt, dass ich euch nämlich blind durch die Gegend laufen lasse würde. Ihr seid zwar relativ blind, aber ich führe euch eigentlich recht gut, oder nicht?

Prüft, was ihr wirklich braucht und lasst alle egozentrischen Wünsche fallen, das ist der erste und wichtigste Schritt. Der zweite lautet: Seid dankbar für das was ihr habt und für das was ihr erlebt. Liebt das was ihr habt und pflegt es, als sei es euer liebstes Eigentum. Seid dankbar für das was eures Weges kommt und denkt daran, dass alles eine wichtige Rolle in eurem Entwicklungsprozess spielt und nichts zufällig ist. Es gibt auch nichts, was unangenehm oder angenehm ist, sondern alles ist gut und richtig. Denkt immer daran. Das wird euch helfen.

Es ist der beste Rat, den ich euch geben kann.  Und  wenn ihr ihn beherzigt, ist der Weg zu eurem Haus frei und alles kann sich in Windeseile entfalten, was das ganze Jahr nicht vorankommen wollte.

Und damit ihr mich auch wirklich versteht, sage ich es noch einmal sehr deutlich:
Liebt und pflegt das, was ihr jetzt habt, und seid dankbar dafür, denn es entspricht sehr genau dem, was ihr zurzeit braucht. Solange ihr das nicht einseht, kann sich nichts entwickeln.

Denn solange ihr nicht mit dem zufrieden seid, was ihr jetzt habt, lebt ihr nicht in der Gegenwart, sondern haltet euch in der Zukunft auf. Die aber gibt es für euch gar nicht, also lebt ihr nicht real und könnt demnach auf die Entwicklungen, die im Hier und Jetzt stattfinden, auch keinen Einfluss nehmen.

Habe ich mich da endlich einmal verständlich ausgedrückt?

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