Dialog 24

Du hast Angst, dass es mich am Ende gar nicht gibt. Dass du dir das alles nur ausgedacht hast, was ich dir bis heute gesagt habe. Ist es nicht so?

Dialog 24, 08.01.1986

So leid es mir selber tut, ich fange schon wieder an in Panik zu geraten, wenn ich sehe wie die Tage vergehen, die Marktkasse leer bleibt, und die Ausgaben, die gemacht werden müssen, immer näher rücken. Auto, Miete Versicherungen, Heilkräuter, Transportkosten – das sind Dinge an denen man nichts einsparen kann. Das muss bezahlt werden und zwar bald schon. Für mich ein einziges großes Fragezeichen.

Schreib nicht wieder dieses gesamte Bündel auf. Vom Auto ist morgen nur ein kleiner Teil zu bezahlen. Streng genommen habt ihr dieses Geld sogar noch in der Kasse, die 100 F in der Sparbüchse eingeschlossen. Aber mehr ist morgen noch nicht aufzubringen.

Ich weiß nur, was die Untersuchung kostet. Ich weiß aber nicht, welche Kosten dabei außerdem noch entstehen werden und du weißt es offensichtlich auch nicht.

Ich weiß es, aber wenn ich dir die genau Zahl sagen würde, würdest du sie niemals aufschreiben. Du würdest sie dir nicht einmal anhören, weil du mir noch immer nicht traust und Angst davor hast, dass es nicht stimmen könnte.

Ich gebe ja zu, dass wir mit deiner Hilfe bis heute sehr viel weiter gekommen sind. Aber ich muss auch sagen, dieses Leben von einem Tag auf den anderen, dieses ständige Angst haben müssen vor der nächsten Rechnung, das strengt mich ganz schön an. Du sagst, dass du immer für uns sorgst, aber du hältst uns ganz schön knapp dabei.

Hör auf dich zu beklagen und halte dir erst einmal vor Augen, dass ihr selber euch in diese Situation gebracht habt. Der Grundstein für eure heutigen finanziellen Problem wurde ja schon im Sommer gelegt. Seid ich euch auf eurem Weg begleite, habe ich euch immer geraten und geholfen. Aber auf der praktischen Ebene seid ihr es natürlich selber, die ihr euch um eure Probleme kümmern müsst. Was erwartest du? Dass ich ein Wunder geschehen lasse?

Einen Lottogewinn über euch ausschütte? Darin liegt nicht der Sinn eures Weges. Indem ich euch immer und immer wieder auffordere, nur für das Morgen zu planen, verhindere ich zum Beispiel, dass ihr zu viel Geld in die Finger bekommt, dass bei euch so schnell ausgegeben wäre, dass du aus dem Staunen nicht mehr herauskommen würdest. Ihr seid schrecklich undiszipliniert und mit viel Geld oder noch mehr Geld ist euch im Moment am allerwenigsten geholfen.

Deshalb werden wir weiter verfahren wie bisher und uns ein Problem nach dem anderen vornehmen.

09.01.1986
Mir ging es selten so schlecht wie heute. Ich habe noch nie so starke Widerstände empfunden wie gerade jetzt. Ich bezweifle den Wert deiner Führung. Ich bezweifle sogar, dass es dich gibt!

Es ist dein freier Wille, dich mir zu oder abzuwenden. Ich kann mich dir offenbaren, aber nur wenn du es selber auch willst. Wenn du dich vor mir verschließt, kann ich dich nicht erreichen. Du BEZWEIFELST, dass es mich gibt. Du hast dich also noch nicht entschieden. Du nimmst meine Worte weiterhin auf, das ist gut. Ich sage dir: Das wird noch oft geschehen und die Krisen werden noch heftiger werden. Aber du hast dich schon zu weit auf mich eingelassen, um wirklich nicht umkehren zu können. Du kannst nicht mehr Nein zu mir sagen. Du kannst höchstens mit mir kämpfen und das ist nicht schlimm. Solange du dich mit mir auseinander setzt, kann ich auf dich einwirken. Aber warum bezweifelst du den Wert meiner Führung?

Alles, was wir für das Allernötigste brauchen, verdienen wir vielleicht auf dem Markt. Aber alles, was wir brauchen, um wirklich durchhalten zu können, leihen uns Freunde. Und du nimmst das für dich in Anspruch und sagst, dass du für uns sorgst. Wer sorgt den für uns. Es sind Menschen und sie heißen Rebecca, Nele, Simon, Charlotte und so weiter.

Führe die Liste ruhig zu Ende: Deine Mutter und ihr Mann, Hanna und Robert, Gerd, Solange, die Leute von der Handelskammer und alle, die sich für euch interessieren und euch mit ihren Tipps und Ratschlägen weiterhelfen.

Natürlich sind es Menschen, wer soll es denn sonst sein? Aber DASS sie euch helfen, das nehme ich allerdings für mich in Anspruch. Ich bin es, der eure Geschicke lenkt oder meinst du, dies alles sei „Zufall“?

Seit ihr von Deutschland aufgebrochen seid um mich zu suchen, führe ich euch. Keinen einzigen Schritt seid ihr seitdem ohne mich gegangen. Nichts war Zufall, alles war Absicht. Jedes Hoch und jedes Tief. Jeder „Erfolg“ und jeder „Misserfolg“ war und ist Teil meines Planes.
Du hast nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du verweigerst dich meinen Plänen. Dann stolperst du wie ein Blinder durch die Dunkelheit, auch wenn du dir vielleicht sehr wissend vorkommst. Oder du vertraust meiner Führung, dann wird die Dunkelheit zwar noch lange nicht lichter, soweit sind wir noch nicht miteinander, aber du kannst mein Licht sehen, das ich vor dir voran trage. Und du erkennst die Richtung und läufst nicht mehr im Kreise, wie du es so oft in deinem Leben getan hast.

Ich habe begonnen mich für euch zu interessieren, weil ihr euch für mich interessiert habt. Eure Entscheidung, alles für mich aufzugeben und das Wagnis „Gott“ zu versuchen, hat euch auf den Weg zu mir gebracht. Und jetzt habe ich Pläne für euch. Und Aufgaben. Und solange ihr euch nicht abwendet, gehen wir miteinander weiter.

Deine Krisen sind völlig normal. Du tust dich schwer mit der Aufgabe, die ich für dich ausgesucht habe. Aber du musst wissen: Meine Geduld ist ohne Grenzen! Du magst mich beschimpfen in den stärksten Worten, die dir in den Sinn kommen. Du kannst alles in Frage stellen, was ich dir sage. Du kannst sogar meine Anordnungen verweigern. Das alles ist nicht schlimm, wenn es auch den Weg verlängert, den wir gemeinsam gehen müssen. Solange du dich an die Schreibmaschine setzt, geht es voran!

Du hast Angst, dass es mich am Ende gar nicht gibt. Dass du dir das alles nur ausgedacht hast, was ich dir bis heute gesagt habe. Ist es nicht so?

Ja, ich halte es für denkbar.

Und ich sage dir: Es ist unmöglich! Nicht, solange du die Frau an deiner Seite hast, die dich führt. Dich kannst du eventuell eine Zeit lang betrügen, aber nicht deine Frau. Sie weiß, was stimmt und was nicht stimmt, das macht ja gerade den Wert aus, den ihr beide für mich habt. Ihr ergänzt euch in idealer Weise. Aber auch du selber weißt im Grund deines Herzens, dass du mich nicht wirklich bezweifelst. Du hättest NIEMALS die Disziplin aufgebracht, soviel Arbeit in mich zu investieren, wenn nicht eine ganz andere Distanz in dir als Dein Verstand oder deine Phantasie am Werk gewesen wäre. Wäre alles nur Produkt deiner Phantasie, wäre diese Quelle schon längst erschöpft und du hättest aufgegeben.

Aber da ist etwas in dir, das dich ganz stark antreibt. Dass dich veranlasst, morgens in aller Frühe zu mir zu kommen und wenn es für dich noch so unbequem ist. Dass dich veranlasst, Seite um Seite zu schreiben, (fast) ohne zu denken. Dass den starken Wunsch zu meditieren in dir wach hält, obwohl auch das deiner Bequemlichkeit zuwiderläuft. Dass dich sogar veranlasst, auf der Strecke nach Larmor im Dunkeln anzuhalten und im nassen Sand zu knien und laut zu mir zu beten. Und das, was dich da antreibt, das bin ich!

Oder meinst du, das wäre deine Phantasie? Du WILLST zu mir kommen, das ist das Entscheidende. Und deshalb sind deine Kämpfe und Qualen nur natürlich, weil alles andere in dir sich dagegen wehrt. Du bist im Umbruch. In dir tobt eine Revolution! Du sollst etwas fertig bringen, was du noch nie geschafft hast: Vertrauen entwickeln. Jetzt wird es ernst mit dem Sich-anheim-stellen. Da ist es kein Wunder, dass du aus der Fassung gerätst. Im Gegenteil: Du MUSST aus der Fassung geraten!

Du musst raus aus deiner alten Form, aus deiner alten Haut, dieser Kruste, die dich umschließt – und das geht nicht ohne Blessuren.

Alles schöne Worte, alles ganz toll. Aber dann kommen Ratschläge von dir, die uns praktisch gar nicht weiterhelfen. Monika zum Beispiel ist oft unzufrieden mit deinen Hilfen, die gar keine sind, wenn es darauf ankommt. Und dann packt mich die Angst, ob ich da nicht Ratschläge weitergegeben habe, die eigentlich aus meinem Kopf kommen.

Monika hat hohe Qualitäten. Sie ist mit einer Intuition ausgestattet, wie sie nur wenige Menschen haben. Und sie ahnt noch gar nicht, zu welchen Leistungen sie fähig sein wird, wenn erst einmal ihre Zeit gekommen ist. Aber ihr fehlt viel an praktischer Begabung.

Mit ihrem Sohn ist sie an die Erde gefesselt, während ihr eigentliches Element dir freie Raum wäre. Sie ist nicht der Typ der Kindergärtnerin oder der Hausmutter, und das ist es, was sie derzeit oft der Verzweiflung nahe bringt.

Ich KANN ihr aber keine praktischen Hilfen geben, weil sie sie nicht umsetzen könnte. Sie würde sie nicht verstehen, weil sie sich gar nicht auf diese Ebene begeben kann. Bücher über Kindererziehung und Psychologie sind für sie vielleicht interessant, aber sie stellen keine Hilfe dar. Genauso wenig, wie praktische Hilfen von mir, WENN ich sie geben würde, eine Hilfe darstellen würden.

Sie hat euren Sohn nicht geboren, um an ihm zu lernen, sondern ER musste von ihr geboren werden. Und er ist euer Kind, weil das seinen Sinn hat in meinem Plan. Monika spürt die Kette an ihrem Fuß, die sie am Aufsteigen in den freien Raum hindert. Und diese Kette ist real. Sie existiert tatsächlich und sie muss lernen, mit ihr zu leben.

Ihre Zeit wird noch kommen. Die Zeit, wo sie frei aufsteigen kann und DANN WIRD SIE WEIT KOMMEN. Im Moment ist die BESCHRÄNKUNG ihre Sache, ihr Los, und auch DAS hat seinen Sinn. Es mag hart erscheinen, aber nur, weil ihr die Zusammenhänge nicht überschaut und über DIE kann ich euch noch nicht aufklären. Ihr müsst sie auf eure Weise entdecken und erlernen, das ist nun einmal Menschenschicksal.

Um noch einmal auf mich zurückzukommen: Was soll ich tun, wenn mich die Zweifel beuteln?

Das, was du jetzt auch tust. Schreiben. Zu mir kommen und schreiben. Mit all deinen Sorgen, Flüchen, Verwünschungen und Qualen. Mit samt dem Schrotthaufen, den du bewahrst, als würde es sich um einen Goldschatz handeln.

Was sollen wir finanziell unternehmen, um die nächsten Probleme zu bewältigen?

Leihen natürlich. Was sonst? Oder glaubst du, ich würde dir dazu raten eine Bank auszurauben? Es geht mir nur darum, euch dazu zu erziehen, die Dinge immer erst dann anzupacken, wenn sie aktuell werden. Und auf diesem Gebiet macht ihr tatsächlich gute Fortschritte.

An wen sollen wir uns wenden?

Stell mir nicht andauernd solche trickreichen Fragen. Du weißt sehr gut, wer jetzt in Frage kommt. Aber du willst mich immer wieder veranlassen, eine konkrete, nachprüfbare Aussage zu machen, anhand derer du dann prüfen willst, ob es mich tatsächlich gibt. Aber auf dieses Spiel lasse ich mich nicht ein.

Du musst lernen, mir zu vertrauen. Wenn du morgen dein Auto gegen einen Baum fährst, musst du lernen, mein Wirken darin zu sehen. Und wenn euch niemand mehr etwas leihen will, musst du lernen auch darin mein Wirken zu sehen. Je mehr du an mir zweifelst, um so weniger konkret kann ich dir helfen. Das ist das Gesetz unserer Beziehung zueinander. Und je mehr du lernst mir zu vertrauen, um so besser werde ich dich führen können. Du hast die freie Wahl.

 

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