Dialog 241

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Nehmt also meine Prüfungen an. Leidet, wenn gelitten werden muss, aber wisst, dass ich bei euch bin. Sucht Kraft und Trost im Gebet und findet eure Mitte in der Meditation. Werdet stark und widerstandsfähig!

 

Dialog 241 – 15.12.1986

Ich habe gestern so eine Art Urlaub gemacht und mich einen ganzen Tag lang praktisch nicht gesorgt. Allerdings ging das nur, indem ich einfach ganz bewusst nicht an unsere Lage gedacht habe. Heute Morgen fühle ich mich zwar erfrischt und ausgeruht, aber auch etwas bekommen. Ich weiß halt jetzt noch immer nicht, wie es konkret weitergehen soll.

Dein Urlaub war richtig und er hat dir gut getan. Und was heißt schon „konkret“? Ist das nicht konkret genug, wenn ich dich bitte, so zu leben wie es sich für einen aufmerksamen Menschen gehört, der sein Leben steuern will anstatt herumgeworfen zu werden? Da gibt es so viel Konkretes zu tun!  Und ist es nicht konkret genug, wenn ich dich bitte zu meditieren und zu beten?

Es ist mir wichtig, dass ihr euch ganz und gar darüber bewusst seid, dass das Meditieren denselben Stellenwert hat wie jede andere Arbeit des Tages! Es ist nicht etwa etwas Abgetrenntes, das man ebenso gut lassen könnte. Ein Meditation, die nicht gelingen will, ist wie eine Arbeit, die unzureichend erledigt wurde: Sie belastet! Wenn ihr mit einer Meditation nicht zufrieden wart, solltet ihr die nächstmögliche Gelegenheit suchen sie zu wiederholen.

Eine gute Meditation ist ein so kraftvoller Prozess, dass ihr Wert sogar erheblich höher liegen kann als der einer „normalen“ Tätigkeit. Es ist deshalb gerade in eurer Lage wichtig, dass ihr das Meditieren ernsthaft und intensiv betreibt und Gelegenheiten nutzt, wenn sie sich bieten.

Ich weiß, dass ihr sehr hart geprüft werdet im Augenblick. Doch so ist das nun mal mit denen, die sich auf meinen Weg begeben haben: Es bleibt ihnen diese Prüfung nicht erspart und auch nicht viele Prüfungen, die noch kommen werden. Denn wer zu mir kommen will, der kann nicht bleiben, was er gewesen ist. Er muss Stück für Stück zu einem neuen Menschen heranwachsen. Und jedes Stück von sich, das er hergeben soll, tut in aller Regel weh. Es könnte alles so viel leichter sein, wenn … ja, wenn! Aber das ist selten, sehr selten, dass ein Mensch den leichten Pfad wählt und frohen Herzens zu mir findet. Deshalb:

Quält euch nicht mit Selbstvorwürfen und glaubt nicht, ihr wäret besonders „unvollkommen“. Ihr seid es nicht und eure Mühen sind erheblich. Ich erkenne das alles sehr wohl an. Und wenn ihr unbeirrbar bleibt und euer Bestes gebt, wir der Lohn der sein, dass ihr nicht mehr dieselben seid wie vorher!

Nehmt also meine Prüfungen an. Leidet, wenn gelitten werden muss, aber wisst, dass ich bei euch bin. Sucht Kraft und Trost im Gebet und findet eure Mitte in der Meditation. Werdet stark und widerstandsfähig!

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