Dialog 244

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Also denke daran: Liebe und Angst passen nicht zusammen. Habe vollkommenes Vertrauen und richte deine Aufmerksamkeit auf das Land und nicht auf den Wohnwagen, dann wird es dem Land gut gehen und der Wohnwagen wird perfekt geschützt sein. Umgekehrt erreichst du genau das Gegenteil.

Dialog 244 – 26.12.1986

Ich fühle mich irgendwie sehr unwohl nach dem Tag gestern. Ich habe beinahe mit Gewalt versucht, eine bestimmte Art von Weihnachten „wiedererleben“ zu wollen. Und es ist natürlich danebengegangen: Der Truthahn hat bei weitem nicht das gebracht, was ich mir davon versprochen hatte, meine ganzen Bemühungen waren so hektisch, dass ich keinerlei Ruhe gefunden habe und eigentlich konnte ich das Ganze nur mit reichlich Rotwein überhaupt so einigermaßen hinkriegen wie ich mir das vorgestellt hatte. Und über all dem habe ich nicht einmal Zeit gefunden, an die Schreibmaschine zu kommen. Jetzt fühle ich mich schuldig und ziemlich schlecht.

Dafür kannst du aber eine wichtige Lehre aus dem Geschehenen ziehen: Es gibt keinen Frieden außer in mir. Was du mit Weihnachtsstimmung verwechselst, ist in deiner Erinnerung ein Gefühl des Friedens, aber das lässt sich natürlich nicht erzwingen. Du weißt das zwar längst, aber wie du siehst, hast du immer noch Rückfälle und meinst, Liebe könne man im Supermarkt kaufen. So gesehen war dein Weihnachtsfest also ein voller Erfolg. Leider wirst du aber solche Erfahrungen noch oft machen müssen, denn „es sitzt noch nicht“.

Wie ist das mit meinem schlechten Gewissen, weil ich keine Zeit gefunden habe an die Schreibmaschine zu kommen, da mir andere Dinge dringender gewesen zu sein schienen?

Du weißt ja dass wir nicht das gleiche Verhältnis miteinander haben, wie es zum Beispiel zwischen Eileen Caddy und mir besteht. Du kannst jederzeit zu mir kommen und ich stehe dir jederzeit zur Verfügung. Würde ich dir bestimmte Zeiten zur Pflicht machen, würdest du das nicht durchhalten, weil solche Disziplin nicht deinem Wesen entspricht. Deshalb ist es allenfalls dein oder euer Fehler oder euer Problem, wenn ihr mich nicht aufsucht. Denn wer nicht fragt, erhält auch keine Antworten. Ansonsten brauchst du vor mir mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen haben. Höchstens vor dir selbst.

Wir würden gerne unseren Wohnwagen auf unser Land stellen. Ich mache mir aber manchmal Sorgen, dass er dort von irgendwelchen Typen aufgebrochen oder gar regelrecht zerstört werden könnte. Schaffe ich mir die Wirklichkeit damit erst oder ist die Sorge begründet? Mir bedeutet unser kleiner Wohnwagen irgendwie immer noch sehr viel.

Er steht dort hinten weniger sicher als vor eurem Haus, das ist klar. Umso wichtiger ist es, dass ihr ihn mit euren Gedanken schützt. Wenn ihr dort eine gute Arbeit leistet und das Land Liebe atmet, dann wird dort kein Klima für Böses entstehen können. Mach dir da mal nicht so viele Sorgen.

Aber nicht jeder ist doch für solche Schwingungen empfänglich. Ich könnte mir vorstellen, dass es Menschen gibt, die das überhaupt nicht wahrnehmen können.

Mit solchen Gedanken schaffst du ungute Schwingungen und die können tatsächlich Leute der Art anziehen, die du gerade nicht auf dem Land sehen möchtest. Also denke daran: Liebe und Angst passen nicht zusammen. Habe vollkommenes Vertrauen und richte deine Aufmerksamkeit auf das Land und nicht auf den Wohnwagen, dann wird es dem Land gut gehen und der Wohnwagen wird perfekt geschützt sein. Umgekehrt erreichst du genau das Gegenteil.

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