Dialog 246

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Euer Tempo ist gut so und ihr lernt etwas sehr wesentliches daraus: Unbekümmert im Hier und Jetzt zu leben und sich von der Zukunft auch dann nicht irre machen zu lassen, wenn sie sichtbar vor einem zu stehen scheint – sprich: wenn die Menge von Arbeit, die noch zu machen ist, unmittelbar vor euren Augen seht.

Dialog 246 – 28.12.1986

Monika:
Das einzige, was mir zurzeit Kraft gibt, ist die Arbeit auf unserem Land. Aber auch nur, wenn ich es schaffe ganz im Hier und Jetzt zu sein und mir keine Gedanken darüber zu machen, wieviel Arbeit noch vor uns liegt. Ich wünschte, ich könnte das sonst auch!

Ch. Fragte, ob man den Farnen und Brombeeren nicht jetzt schon vorschlagen sollte, sich auf ein anderes Stück Land zurückzuziehen oder ihnen eine Ecke vorschlagen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

Da ist auch noch das Problem mit den immer wieder ausschlagenden Wurzeln. Ich selbst schneide im Moment alles nur ab. Könnte man die Pflanzen bitten sich herausziehen zu lassen und nicht mehr auszuschlagen, sondern sich an einem anderen Ort anzusiedeln? Und wie würde man das machen, durch Ansprechen?

Ich möchte gerne den Apfelbaum in der Nähe des Wohnwagens beschneiden, damit er etwas mehr Licht hat und vielleicht wieder Früchte trägt. Was könnte ich ihm sagen, um sein Einverständnis zu erhalten?

Ihr habt heute alle drei sehr gut und sehr gefühlvoll gearbeitet. Es gab keinerlei Disharmonie zwischen euch und der Natur. Alle Kräfte dort haben euch mit Wohlwollen betrachtet und manche haben sogar schon aktiv mitgeholfen. Ich weiß nicht, ob ihr das gemerkt habt, aber es war eine sehr friedvolle, lichtvolle Stille um euch. Ihr wart im Mittelpunkt großer Aufmerksamkeit und es hat keine finsteren Blicke gegeben, mit denen man euch beäugt hätte. Euer Tempo ist gut so und ihr lernt etwas sehr wesentliches daraus: Unbekümmert im Hier und Jetzt zu leben und sich von der Zukunft auch dann nicht irre machen zu lassen, wenn sie sichtbar vor einem zu stehen scheint – sprich: wenn die Menge von Arbeit, die noch zu machen ist, unmittelbar vor euren Augen seht.

Du kannst ohne weiteres einen Vergleich zu euren Schulden ziehen: Auch da scheint ein riesiger Berg vor euch zu liegen und man könnte von vornherein daran verzweifeln. Aber er ist zu besteigen, er ist zu überwinden, und es muss ganz und gar nicht auf ein Jahr schrecklicher Entbehrungen hinauslaufen. Genauso wenig wie ihr euch jetzt auf dem Land die Finger wund arbeiten müsst. So wie ihr auf dem Land in Frieden und Einheit mit den Dingen meiner Welt Schritt für Schritt euren Weg macht, so werde ich euch auch Schritt für Schritt über den Berg führen, der in Form von Schulden vor euch liegt. Und wenn ihr diese Schritte so ernsthaft und zugleich so leicht und gläubig geht, wie die auf dem Land, dann wird es ein leichtes sein, die Schulden pünktlich zurückzuzahlen. Ich sage, wenn …!

Ihr könnt viel von diesem Land lernen. Also tut es, lernt daraus. Es kann euch so viele Geheimnisse verraten n euch das Leben so leicht ums Herz werden lassen …!

Wenn man die Arbeit sieht, die auf dem Land vor euch liegt, und wenn man dann die Werkzeuge sieht, mit denen ihr arbeitet, und die wenigen Kräfte die zur Verfügung stehen, dann könnte man eigentlich verzweifeln. Doch habt ihr heute schon Hilfe gefunden und ihr wisst natürlich nicht, was in dieser Hinsicht noch alles möglich sein wird. Wieviel Hilfe in welcher Art auch immer euch auf diesem Land zuteil werden wird.

Wohlgemerkt – ich verspreche hier gar nichts. Denn erstens gebe ich keine Zukunftsvoraussagen und zweitens ist alles offen und liegt ganz an euch. Es ist eine Chance. Ihr könnt sie nutzen und es kann eine der wichtigsten Erfahrungen eures ganzen Lebens daraus werden – oder auch nicht. Und genauso ist es mit allen anderen Dingen in eurem Leben, die du für zerstört und im Stillstand begriffen siehst. Alles hat gerade erst begonnen …!

Was eure Fragen betrifft: Es ist immer gut, sich so früh wie möglich mit den Pflanzen zu besprechen. Was aber solche Bitten betrifft, wie die, sich an einem anderen Ort anzusiedeln, dafür sind die Pflanzen selbst nicht unbedingt zuständig, denn ihre Natur „zwingt“ sie dort zu wachsen, wo sie sind oder wo der Wind ihren Samen hingetragen hat. Hier müsst ihr versuchen, mit den Naturgeistern Verbindung aufzunehmen, die solche Einflüsse haben: Mit den Devas, aber auch allen anderen Geistern, die den Pflanzen dienen, sie pflegen und behüten. Ich kann euch keine Namen für sie sagen, nennt sie einfach Feen und Faune, wenn ihr wollt. Ein Name ist so gut wie der andere. Und zu denen nehmt ihr Kontakt einmal dadurch auf, dass sie sich an euch gewöhnen, durch regelmäßige Anwesenheit zum Beispiel, und durch gutes, harmonische Arbeiten, so wie heute und bisher. Außerdem durch Meditation auf dem Land. Ob das jetzt allerdings schon der richtige Zeitpunkt ist, weiß ich nicht. Ihr seid noch zu neu auf dem Land, um an die Geister solche Bitten richten zu können, denn es ist ja kein unerheblicher Gefallen, um den ihr da bittet. Ich würde an eurer Stelle noch etwas warten und gewissermaßen noch etwas mehr an Vertrauen „erarbeiten“.

Ch. war übrigens sehr willkommen auf dem Land. Obwohl sie noch völlig neu war, war sie doch die ganze Zeit umringt von einer Schar von Geistern aller Art, die sehr zutraulich und sehr neugierig jede ihrer Bewegungen beim Arbeiten verfolgt haben. (Jetzt werdet aber bitte nicht eifersüchtig, ihr zwei! Zu euch haben die Geister schon seit längerem großes Vertrauen, aber das müsst ihr ja schon selbst gemerkt haben, denn die Arbeit geht euch ja nun wirklich sehr leicht von der Hand, nicht wahr?)

Den Apfelbaum kannst du beschneiden wie jeden anderen Apfelbaum auch. Da er es aber nicht gewohnt ist, musst du ihm das ebenfalls einen Tag vorher sagen. Möglichst aber nie mehr als drei bis vier Tage vorher, sonst ist die Distanz zu groß. Du sprichst mit ihm und bittest um Verständnis für die Schmerzen, die du ihm zufügen musst. Du erklärst, warum du es tust, und bittest die Geister, die sich seiner angenommen haben, um ihr Verständnis und ihre Hilfe. Dann wird es keinerlei Problem geben.

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