Dialog 251

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Es gibt Arbeiten, die gemacht werden wollen, wichtige und gute Arbeiten, die dir – wenn du sie erst einmal erledigt oder zumindest „im Griff“ hast, Schutz und Schild gegen alle Einflüsterungen aus niederen Ebenen sein können. Es genügt wirklich bereits anzufangen! Sei im Hier und Jetzt! Sag nicht: „Wie soll ich denn das alles schaffen“, sondern fange einfach an!

Dialog 251 – 04.01.1987

Monika:
Ich bitte dich um Rat. Zunächst wegen des Reiki-Seminars, das ich organisieren möchte. Ich bin mir einfach über meine Motive nicht im Klaren und irgendetwas hält mich davon ab, an die Reiki-Meisterin zu schreiben. Du hattest mir gesagt, gewisse Dinge über die Energie könne ich nur von Menschen lernen. Und ich möchte dazulernen, unbedingt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das nur deshalb will, weil es sich besser anhört, wenn man eine „Ausbildung“ gemacht hat. Hilfst du mir bitte das zu klären?

Und dann geht es um das Beten und Meditieren. Ich habe mich von dir entfernt, jedenfalls fühlt es sich so an. Und doch wieder nicht. Ich vergesse das Beten und das Meditieren. Das macht mich traurig. Es war doch schon sehr wichtig für mich als Teil meines Tagesablaufs gewesen. Zurzeit fühle ich mich so, als hätten dunkle Mächte mich voll in der Gewalt. Ich fühle mich wie gelähmt, unfähig mich in die richtige Richtung zu bewegen. Bitte gib mir deine Kraft und Hilfe!

Ich bin es, der dich davon abhält an die Reiki-Meisterin zu schreiben! Der Grund ist, dass deine Motive in der Tat noch nicht rein sind. Sie sind zwar auch nicht unbedingt schlecht, aber eben noch zu verschwommen und zu durchsetzt mit egoistischen Wünschen. Und außerdem ist es einfach noch nicht an der Zeit. Ich möchte nicht, dass du jetzt noch eine weitere Sache anfängst, wo du doch schon von dem überfordert bist, was bisher „auf deinem Tisch liegt“. Würdest du jetzt an die Reiki-Meisterin schreiben, käme alles total durcheinander – wenn sie überhaupt käme! Was übrigens sehr fraglich wäre, solange ich das nicht will.

Deine Probleme mit Beten und Meditation gehören ein wenig zum selben Thema: Du stehst wieder einmal vor einem Berg von Aufgaben und weißt nicht, was du zuerst angehen sollst. Deshalb bleibt fast alles liegen und oben wird noch mehr aufgehäuft. Diese „Tatsache“ bedrückt, belastet dich ganz enorm. Du fühlst dich unfähig und schuldig mir gegenüber. Und deshalb findest du nicht mehr die direkte Zwiesprache mit mir, die für dich in der Meditation möglich wäre und zeitweise auch schon möglich war.

Nun ist es aber so, dass diese „Tatsachen“ gar keine wirklichen Tatsachen sind, sondern Trugbilder. Gewiss, die Aufgaben sind da, aber sie belasten dich eigentlich nicht. DIESEN Druck machst du die selber. Das sind die „dunklen Mächte“ (ich mag diese Begriffe eigentlich nicht so gerne verwenden), die dir nun mächtig einheizen indem sie dein scheinbares Versagen zum Anlass nehmen dir einzuflüstern, dass dieser Weg unmöglich der richtige für dich sein könne.

Das Ganze ist ein Traum, aber der Träumer hält seinen Irrtum natürlich für völlig real und leidet entsprechend. Du solltest deshalb jetzt langsam wieder aufwachen und die Wirklichkeit betrachten – mich!

Es gibt Arbeiten, die gemacht werden wollen, wichtige und gute Arbeiten, die dir – wenn du sie erst einmal erledigt oder zumindest „im Griff“ hast, Schutz und Schild gegen alle Einflüsterungen aus niederen Ebenen sein können. Es genügt wirklich bereits anzufangen! Sei im Hier und Jetzt!  Sag nicht: „Wie soll ich denn das alles schaffen“, sondern fange einfach an!

Du kannst nicht mehr als eine halbe Stunde opfern? Dann nimm diese halbe Stunde und beginne (und hänge anschließend noch eine viertel Stunde dran). Und wenn du nur die Papiere für eine Arbeit zusammensuchst und dich einige Minuten lang einliest, hast du schon etwas Licht in deine innere Finsternis gebracht und „die dunklen Mächte“ ziehen sich Schritt für Schritt zurück. Und morgen machst du es wieder so. Nimm an Zeit das, was du glaubst bereitstellen zu können – auch wenn es nur ganz wenig zu sein scheint. Du wirst sehen, wie wichtig das ist. Und du wirst verstehen, was ich meine, wenn du diesen Rat befolgt hast.

Zu euren körperlichen Übungen:
Verhindert bitte unbedingt, dass ihr wieder auseinandertreibt. Macht es so, wie ich das eben für deine Arbeit beschrieben habe. Es ist mir wichtig, dass ihr zueinander findet und ich erwarte tägliche Fortschritte, auch wenn sie nur klein sind.

Jörg:
Du bist schon ein komischer Heiliger. Warum liest und hört man immer, dass Sex und Spiritualität sich nicht miteinander vertragen? Ist das nun Unsinn?

Die Zeiten ändern sich, mein Lieber. Es hat zum Beispiel Zeiten gegeben, da hat man mich nicht mit „komischer Heiliger“ anreden können. Heute kann man das, wenn ich es erlaube, weil die Spiritualität des heutigen Zeitalters (und besonders derjenigen, die sich ins Neue Zeitalter begeben haben) eine andere ist, als zum Beispiel die des Mittelalters oder der 50er Jahre. Das Neue Zeitalter ist das Zeitalter der Liebe. Und wer auf diesem Gebiet noch nachzuholen hat, der muss eben nochmal die Schulbank drücken, bevor er versetzt wird. Denn Liebe ist nicht nur eine großartige Idee irgendwo am Horizont des Neuen Zeitalters, sondern sie ist natürlich das, was praktisch zwischen Menschen gelebt wird.

Ihr seid mir, wie ihr wisst, als Paar besonders wichtig. Für mich seid ihr eine wichtig Keimzelle. Und dass ihr noch nicht drei oder mehr geworden seid, liegt einfach daran, dass ihr noch nicht wirklich keimfähig seid  wegen der Liebe. Ihr seid beide noch nicht zu wirklicher Liebe fähig (beruhigt euch, die wenigsten Menschen sind das), aber ihr, gerade ihr, sollt es lernen.

Lieben kann aber nur, wer sich selber lieben kann. Wer sich selber lieben kann, dessen Liebe kann sich auch auf den Nächsten übertragen. An diesem Punkt seid ihr jetzt. Ihr merkt, dass ihr Angst habt, spürt aber auch die Sehnsucht nach dem anderen. Wenn ihr da einmal durch seid, werdet ihr große Schritte machen können, denn viel hat sich bei euch angesammelt. Viel Energie ist aufgestaut worden, seid ihr vor dieser Mauer von einem Fuß auf den anderen tretet.

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