Dialog 252

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So schmerzhaft es für alle Beteiligten, am allermeisten die Natur, ist: Der Zeitpunkt zur Wende, zur allgemeinen Verwerfung alter Denkmuster und zur Annahme der neuen auf allen Gebieten, ist noch nicht gekommen. Dazu bedarf es mehr als nur eines Denkmodells oder der Natur etwas abzugucken (Bionik). Ein neues Denken muss auch inneres Leben haben. Es braucht den Geist, der es von innen heraus erleuchtet. Es braucht Energie, es braucht Leben.

Dialog 252 -06.01.1987

Beim Lesen des Vester-Buches habe ich immer wieder das Gefühl, dass ich davon viel lernen könnte, was das kybernetische Denken betrifft. Und auch über das, was man heute als „Bionik“ bezeichnet (Technik und Biologie). Leider tippt Vester seine Ideen immer nur an und führt kein einziges Beispiel wirklich einmal anschaulich zu Ende. Bei mir wiederum reicht es irgendwie nie, mir aus dem was ich nun gelesen habe selbst meine Schlüsse zu ziehen. Dafür ist mir das Ganze doch noch zu fremd.

„Bionisch“ gesehen aber würde unser Marktstand mit Sicherheit ganz anders aussehen – und funktionieren. Aber was kann ich tun, um dieser Sache näher zu kommen? Ich will unsere Fehler und unsere Erfolge gerne einmal studieren, um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Denn bislang ist doch unser Marktgeschäft eine lebende Leiche: Ohne unablässige Bluttransfusion (Kredite) wäre sie längst dahingegangen. Und etwas sagt mir, wenn wir diese Nuss nicht knacken, werden wir daran scheitern.

Natürlich. Das ist ohne weiteres möglich. Nichts was ihr tut ist umsonst, sondern alles enthält Lernstoff. Wofür? Für Menschen, die aktiv ein Neues Zeitalter vorbereiten wollen.

Es gibt für euch an dem Marktgeschäft sehr viel zu lernen. Es ist ein Modell, an dem sich eine ganze New-Age-Wirtschaftsstruktur lernen lassen könnte. Und nun fragst du dich wahrscheinlich, warum ich dir die nötigen Tipps und Hinweise nicht schon längst gegeben habe!?

Weil du die inneren geistigen Voraussetzungen noch nicht entwickelt hast, ihr beide das noch nicht getan habt. Und weil alles seinen Zeitpunkt hat.

Warum liest du gerade jetzt dieses Vester-Buch und nicht schon vor einem Jahr? Weil du vor einem Jahr überhaupt nichts damit anfangen konntest. Und warum bist du noch nicht in der Lage, aus dem Gelesenen deine eigenen Schlüsse zu ziehen und sie beispielsweise auf euer Geschäft zu übertragen? Weil du eventuell noch nicht ganz so weit bist. Vielleicht kurz davor, aber eben noch nicht dort. Eines Tages (vielleicht schon morgen, wer weiß?) wird aber der Funke zünden. Und dann werden dir die Schuppen von den Augen fallen.

Nicht alles was du wissen musst erfährst du hier morgens von mir. Im Gegenteil: Es ist das Leben, das ich meine Schule nenne. Dort zeige ich meine Wunder! Dass wir hier ein wenig miteinander reden, hat damit nicht viel zu tun. Und wenn es eines Tages bei dir „zündet“, dann kannst du sicher sein, dass ich da zu dir gesprochen habe. Egal auf welche Weise du tatsächlich angeregt worden bist. Verstehst du?

Aber wenn mir nun Ideen kommen, die jedoch noch etwas konfus sind, dann kann ich doch damit zu dir kommen, oder?

Natürlich. Doch ich werde deine krausen Ideen nicht für dich glätten können, solange ich davon ausgehen muss, dass du nicht verstehst, was ich dir sagen würde. Du selber musst die Gedanken entwickeln, die dich weiterbringen! Das, was letztendlich getan werden muss, das muss vor Dir kommen, nicht von mir. Ich liefere nur die Voraussetzungen. Oder wie man so schön sagt: Ich öffne die Tür, aber eintreten musst du selbst.

Es würde mir aber schon helfen, mit einer Idee zu dir zu kommen, um sie zu diskutieren, Feed-back zu erhalten.

Das kannst du j auch tun, aber was es dir bringt, ist die Frage. Was nützt es dir, wenn ich dir Antworten gebe, die du nicht verstehen kannst, weil es dafür noch zu früh ist? Oder dir Anweisungen gebe, die du nicht erfüllen kannst? Aus demselben Grund. Nimm zum Beispiel den Vorschlag von mir, sehr bewusst ein „Leben des Jägers“ zu führen, bewusst zu versuchen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Was hast du bisher daraus gemacht? Nichts. Warum? Weil es zu früh war. Und warum wusste ich das vorher nicht? Ich wusste es. Aber ich brauche solche Beispiele, um dir das mit dem richtigen Zeitpunkt klarzumachen.

Die Lehren der „Bionik“ sind sehr gut. Sie sind ausgezeichnet durchdacht und ein gehört ja auch wirklich die Zukunft. Ein neues Zeitalter kann nur so und nicht anders aufgebaut sein. Aber: So schmerzhaft es für alle Beteiligten, am allermeisten die Natur, ist: Der Zeitpunkt zur Wende, zur allgemeinen Verwerfung alter Denkmuster und zur Annahme der neuen auf allen Gebieten, ist noch nicht gekommen. Dazu bedarf es mehr als nur eines Denkmodells oder der Natur etwas abzugucken (Bionik). Ein neues Denken muss auch inneres Leben haben. Es braucht den Geist, der es von innen heraus erleuchtet. Es braucht Energie, es braucht Leben. Und soweit ist die Menschheit noch nicht. Auch wenn einige Avantgardisten schon die ersten Modelle für eine solche Zukunft entworfen haben.

Euer Marktgeschäft ist deshalb noch eine „lebendige Leiche“, weil ihr beide immer noch mit überkommenen Vorstellungen darangeht. Der richtige Geist ist noch nicht geboren, der es mit Leben erfüllen kann. Es ist halt ein Geschäft für euch – und zwar ein schlechtes. Ihr betrachtet es nach überkommenen, isolierten kaufmännischen Gesichtspunkten. Es gehört aber als lebendiger Tel in euer Leben hinein. Ihr könntet viel von diesem Geschäft lernen, wenn ihr soweit wäret! Ihr seid es aber nicht und deshalb habt ihr keine Silbe von dem verstanden, was ich gesagt habe. Eben gerade.

Leichter scheint euch das Lernen vom Land zu fallen. Vielleicht, weil dort kein ökonomischer Zwang dahinter steht, und ihr glücklicherweise auch nicht den Fehler gemacht habt, euer Projekt gleich damit zu überfrachten. So habt ihr jetzt die wunderbare Möglichkeit, für euch ganz neue Gesetzmäßigkeiten des Arbeitens mit der Natur zu studieren. Es gibt eine ungeheure Fülle dabei zu lernen. Und eines Tages wird der Funke auch dort zünden und ihr werdet auf einmal sehen, dass die Arbeit auf dem Land und die auf dem Markt sich durch nichts unterschieden haben. Aber so weit sind wir noch nicht.

Ihr habt schon vor Jahren meine Botschaften an Eileen Caddy gelesen, habt euch daran „erbaut“. Als Vorbereitung auf später war das ja auch sehr wichtig gewesen. Aber begriffen habt ihr nichts von alledem, damals, als ihr euch schon so spirituell gefühlt habt.

Denn was ich damals sagte, war zu Eileen gesagt worden, nicht zu euch. Und so ist auch das, was ich jetzt zu euch sage, für andere nur von sehr begrenztem Wert. Ihr könnt das Maximale daraus ziehen, für andere ist es allenfalls eine Bodenvorbereitung in einem Garten, der zu ganz anderen Zeiten und ganz anderen Orten seine Früchte tragen wird.

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