Dialog 255

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Man muss ein klares Bild haben, von dem, was man braucht. Nicht von dem was man sucht.

 

Dialog 255 – 15.01.1987

Monika hat gestern unserer Haussuche wieder einmal einen neuen Impuls gegeben, der etwas in mir ausgelöst hat. Sie hat vorgeschlagen, ein einfaches, eventuell noch zu renovierendes Haus zu suchen. Dann könnte man, so denke ich jedenfalls, Renovierungskosten mit der Miete verrechnen könnte oder so ähnlich. Jedenfalls eine Abkehr von dem komfortablen Haus, in dem alles schon „da“ ist. So wie wir ja auch kein Land gesucht (und gefunden) haben, das für den Anbau schon „fertig“ gewesen ist. Dem Land, das wir jetzt haben, entspräche ein bestimmter Haustyp. Bisher haben wir immer einen anderen vor Augen gehabt. Liegen wir jetzt richtiger?

Ja, jetzt liegt ihr goldrichtig. Das Bild stimmt so. Aber macht jetzt nicht den Fehler, den ihr immer wieder macht: Entwerft jetzt kein fixes Bild, an das ihr euch nun starr klammert. Eure wichtigste Leistung gestern war das Loslassen von den Haustypen, die im Grunde überhaupt nicht zu euch passen. Das ist das Entscheidende.

Macht euch jetzt kein neues Bild, zum Beispiel von einem speziellen Typ eines „einfachen Hauses“. Sonst rennt ihr wieder an der Wirklichkeit vorbei. Lasst los, was ihr bisher festgeklammert habt und seid offen für alles was kommt, dann kann auch alles kommen.

Trotzdem sage ich noch einmal: Ihr habt gestern einen wichtigen Schritt getan. Jetzt können sich die Dinge entwickeln. Wie bei eurem Land. Erinnert ihr euch noch, wie es war? Ihr habt losgelassen von alten „Göttern“ und alles konnte sich perfekt entfalten. Mit eurem Loslassen von den Häusern einer bestimmten Kategorie habt ihr dieselbe wichtige Leistung erbracht. Legt euch nun aber nicht wieder auf eine andere Kategorie fest.

Monika hat das Gefühl, dass wir irgendwo feststecken würden, aus der Schiene gekommen seien, wie sie es ausdrückte. Da du aber nichts dergleichen gesagt hast, sind wir unsicher, wie es damit wirklich steht. Mein Gefühl ist ähnlich wie ihres, wenn auch nicht so deutlich wie bei ihr. Ich würde es so ausdrücken: Wir hängen ziemlich schlaff herum und lassen es uns leidlich gut gehen.

Außerdem habe ich jetzt doch noch eine Frage zu dem Haus beziehungsweise zu deinem letzten Satz eben: Ist es nicht eines der wichtigsten Dinge der Manifestation, dass man sich ein klares Bild von dem macht, was man sucht?

Man muss ein klares Bild haben, von dem, was man braucht. Nicht von dem was man sucht. Um den Markt machen zu können, braucht man zum Beispiel ein bestimmtes Volumen Laderaum im Auto. Man braucht nicht ein Auto einer bestimmten Marke oder gar Farbe oder eines bestimmten Baujahres und so weiter. Das, was einen an solchen Äußerlichkeiten festkleben lässt, sind die Eitelkeiten eures Egos, die genau den Zweck haben, eine Höherentwicklung des Ichs zu verhindern. Eine erfolgreiche Manifestation ist immer auch ein Ausdruck von Entwicklung zum Höheren.

Zu eurer anderen Frage: Ich kann euch dazu noch kein Feed-Back eben. Für mich seid ihr nicht aus der Schiene, sondern ich bin zufrieden. Wenn ihr es nicht seid, dann liegt das an den anderen Maßstäben. Ihr müsst euch dann natürlich an den eurigen orientieren. Wenn da etwas ist, dann müsst ihr das selbst ergründen.

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