Dialog 258

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Es ist alles ganz einfach und dennoch fast unlösbar für einen Menschen. Das ist das Paradoxe, das scheinbar Paradoxe. Wer einmal losgelassen hat und in meine Hände gesunken ist, der wird nie begreifen, wieso er solange festgeklammert hat. Er wird auf diese Phase seines Lebens mit Verwunderung und mit Belustigung zurückblicken, während er mit großen Schritten voranschreitet.

Dialog 258 – 07.02.1987

Darf ich mit einer Frage zu dir kommen?

Warum schreibst du die Antwort nicht hin, die du eben bekommen hast?

Wie ich mir nicht sicher bin, sie richtig verstanden zu haben. Denn ich habe sowohl ein Ja wie auch ein Nein gehört.

Das ist die Antwort. Du darfst mit allen Fragen zu mir kommen, aber es ist eigentlich noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Ihr seid noch nicht wirklich bereit für mich. Deshalb steht es zu befürchten, dass ihr die Antwort entweder gar nicht oder nur zum Teil verstehen werdet.

Ebenso mag es S. ergehen. Merke: Ich bin nicht euer persönlicher Gott und sie hat keinen Grund, einen Dritten zu bitten mich etwas zu fragen. Sie sollte es selbst versuchen, wenn sie wirklich Kontakt zu mir haben will.

Ich weiß, es ist ja soviel bequemer, wen da jemand ist, der es aufschreibt. Vor allem nimmt einem das die eigene Verantwortung, selbst den Weg zu mir zu finden. Aber wieviel vollgeschriebenes Papier zu nützen vermag, das habt ihr doch bei euch selber gesehen. Hunderte und aberhunderte von Seiten habe ich diktiert, wahre Schätze habe ich euch in die Hände gelegt – und ihr habt nichts daraus gemacht.

Nichts daraus machen können. Ich mache euch keinen Vorwurf. Es hat alles seinen Sinn in meinem Plan. Ich habe euch angerührt und ihr seid ein wenig wacher geworden. Jetzt möchte ich erreichen, dass IHR mich wollt, anstatt dass ich ständig händeringend hinter euch herlaufen muss. Das ist sozusagen der 2. Schritt, nachdem wir den ersten gemeinsam gegangen sind.

Wenn ihr mich wieder gefunden habt, können wir zusammen den 3. Schritt tun: Ihr werdet meine Führung wieder regelmäßig bekommen. Mit dem Unterschied allerdings, dass ihr die Botschaften auch verstehen und vor allem werdet ihr sie umsetzen können!

Die Schwierigkeiten die ihr erlebt sind die Schwierigkeiten aller Menschen, die ihren Weg zu mir suchen. Kein wirklich Suchender kommt an dieser Phase vorbei. Keiner! Ihr könnt es euch etwa so vorstellen: Ihr seid wie Radios, die auf einer bestimmten Frequenz empfangen können, für andere Frequenzen aber zunächst nicht erreichbar sind. Solange ich auf eurer Frequenz „sende“, so wie jetzt gerade, könnt ihr mich gut verstehen. Sobald ich aber eine „göttliche“ Frequenz ansteuere, empfangt ihr nur noch „Wellensalat“, wenn überhaupt.

Ich muss meinen Sender und ihr müsst mit mir langsam und sehr sorgfältig euren Empfänger auf meine Frequenz umstellen. Das ist der berühmte Einweihungsweg, den alle Suchenden gehen müssen, und es gibt unzählige Möglichkeiten ihn zu beschreiten. Regelmäßiges Beten ist dabei nur eine Übung und beinahe die unwichtigste, wenn sonst nichts getan wird. Das Leben muss sich ändern, das ist das Entscheidende.

Da man das aber nicht freiwillig tut – niemand vermag das – geschieht es oft unter dem Druck der Ereignisse. Und je angstvoller man an seiner alten Identität klebt, um so schmerzhafter ist das Losreißen. Bei euch steht das Losreißen an. Und alles was ich zur Zeit tue ist eigentlich nur, dass ich euch hier und da einmal ein bisschen am Bein zupfe, um zu sehen, ob ihr schon lockerer gelassen habt.

Wenn ihr also einen Orientierungspunkt braucht, um zu wissen, wo ihr euch genau befindet: Ihr seid am Ende des zweiten Schrittes, aber in der schwierigsten Phase. Jetzt tut das Leben auf einmal weh! Ich weiß das und verstehe euch gut. Nein, einen Vorwurf mache ich niemandem und auch ihr solltet euch keinen machen.

Es ist alles ganz einfach und dennoch fast unlösbar für einen Menschen. Das ist das Paradoxe, das scheinbar Paradoxe. Wer einmal losgelassen hat und in meine Hände gesunken ist, der wird nie begreifen, wieso er solange festgeklammert hat. Er wird auf diese Phase seines Lebens mit Verwunderung und mit Belustigung zurückblicken, während er mit großen Schritten voranschreitet.

Wer aber noch vor diesem Punkt steht, wessen Finger sich noch angstvoll in die schroffe Felswand krallen, die er nicht loslassen will, weil er Angst hat sonst in das Nichts zu fallen, der kann das alles nicht verstehen. Und genau das ist eure Situation, auch wenn euch das nicht gefällt und vielleicht meint schon viel weiter zu sein. Ihr krallt euch in der Felswand fest und wollt nicht loslassen. Doch diesen Schritt kann ich euch nicht abnehmen, und wenn du tage- und nächtelang Botschaften aufnehmen würdest. Deshalb habe ich mich „zurückgezogen“. Doch ich bin immer bei euch. Immer. Ich verfolge jeden eurer Schritte und warte gespannt auf eure Entscheidung. Denn sobald ihr euch fallen lasst, bin ich da, um euch aufzufangen.

Jetzt wollt ihr natürlich wissen, was ihr tun sollt, um loslassen zu können beziehungsweise wie das Auffangen im Einzelnen vor sich gehen wird. Aber ich sage Euch noch einmal: DAS müsst ihr selber herausfinden. Gerade das kann ich euch nicht sagen! Denn genau darin besteht ja die Leistung.

Zurzeit haben wir also das Problem mit dem Senderempfang. Während wir den ersten Schritt gemeinsam gegangen sind, habe ich so zu euch gesprochen, dass ihr mich in eurer Sprache gut verstehen konntet. Und ich habe versucht, erste Einstellungen an eurem Empfänger vorzunehmen, damit ihr auch meine Frequenz empfangen könnt. Das hat die erwarteten Schwierigkeiten gebracht, ihr habt euch taub gestellt. Nun ist es an euch an den Knöpfen des Radios zu drehen und mich zu suchen.

Bevor dies gelungen ist, haben meine Botschaften wenig Zweck, denn ich kann nicht mehr auf der alten Welle senden. Das haben wir hinter uns und ich tue es heute nur ausnahmsweise. Ihr seid schon weiter als ihr ahnt. Wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir auf die alte Weise noch miteinander kommunizieren wollen.

Zu S. sage ich noch persönlich (gilt aber auch für euch): Wer Angst hat zeigt darin zwar einerseits Zweifel an mir. Zugleich aber lebt er auch immer auf einen sehr wichtigen Punkt in seiner Weiterentwicklung zu: Angst mag anfangs lähmen, aber dann zwingt sie zum Handeln, so dass diese Augenblicke, die du jetzt erlebst, in Wahrheit die wichtigsten sind und die wertvollsten. Du näherst dich zumindest der Chance, eine Veränderung einleiten zu können. Ob du sie begreifst, diese Chance, das wird sich zeigen. Aber sie kommt auf dich zu.

Diese Veränderung kann entweder „nur“ innerlich stattfinden (in Wahrheit geschieht alles innerlich und nichts findet auf der äußeren Ebene wirklich statt, aber das könnt ihr noch nicht sehen), sie kann aber auch von äußeren Umständen begleitet sein, die sich äußerst wichtig machen und viel Raum für sich einnehmen. Aber Änderungen sind es in jedem Falle und in ihnen liegt eine Chance.

Ich kann dir jetzt nicht sagen, was du tun oder lassen sollst. Denn ich würde dir damit selber die Chance nehmen, die vor dir liegt. Du wirst handeln müssen. Und es gibt etwas in dir, das sehr genau weiß was zu tun ist. Dem musst du Raum geben. Diese Stimme musst du hören lernen, es ist meine. Nicht über das Papier kann ich so zu dir sprechen, dass du mich auch verstehst. Kein Dritter kann meine Botschaften für dich in ihrer ganzen Bedeutung erfassen. Das gelingt bis zu einem gewissen Punkt. Doch sowohl Monika und Jörg als auch du seid über diesen Punkt hinausgewachsen und braucht jetzt die Botschaften aus dem eigenen Inneren.

Es gibt keine bestimmte Handlung, die besser wäre als eine andere, sondern alles ist gleich. Deshalb gibt es nichts zu raten. Ich sage dir nur: Ich steht neben dir und wenn du dich fallen lässt,, wirst du in meine haltenden Hände sinken  von welchen äußeren Bedingungen dieser „Sturz“ aus den Wolken deines menschlichen Unverstandes auch immer begleitet sein wird. Es gilt also auch für dich: Du bist am Zug, nicht ich, und bevor du nicht gezogen hast, kann das Spiel nicht weitergehen. Aber ich bin bei euch, also fürchtet euch nicht.

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